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Zwergflusspferd-Baby «Brötchen» ist der neue Star des Berliner Zoos

Video: watson/lucas zollinger

Der neue Star des Berliner Zoos hat einen Namen

11.06.2026, 17:3311.06.2026, 18:23

Am 9. Mai hat es im Zoo der deutschen Hauptstadt Berlin bei den Zwergflusspferden Nachwuchs gegeben. Jetzt, einen Monat später, hat die junge Flusspferddame auch noch offiziell einen Namen erhalten. Sie heisst «Brötchen».

Auf den Social-Media-Kanälen des Zoos ist zu sehen, wie das mittlerweile 20 Kilogramm schwere Tier bereits jetzt im Aussengehege planscht und herumtollt:

Video: watson/lucas zollinger

Brötchen sei «der frischgebackene Publikumsliebling des Sommers», schreibt der Zoo Berlin in einem Blogeintrag. Und mit ihrem Namen total en vogue.

«Tiere nach Nahrungsmitteln zu benennen, scheint derzeit ein beliebter Internettrend zu sein“, stellt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem fest.»
Dr. Andreas Knieriem, Zoo- und Tierparkdirektor

Auch international begeistern Tiere mit von Lebensmitteln inspirierten Namen die Zoobesucherinnen und Zoobesucher, einige Beispiele dafür sind etwa Pinguin Pesto oder die Zwergflusspferde Haggis, Moo Deng und Poppy.

Der Berliner Zoodirektor merkte an, dass man in Berlin genau genommen schon lange der Zeit voraus war. Dort habe man schon vor Jahrzehnten gewusst, dass kleine runde Snacks sich hervorragend als Tiernamen eignen würden. «Flusspferddame Bulette gehörte bis 2005 zu den ganz grossen Lieblingen im Zoo Berlin», so Knierim.

Berühmte Patentante

Enie van de Meiklokjes übernimmt eine Ehrenpatenschaft für Brötchen. Das passt, denn die Berlinerin ist die Moderatorin der Fernsehshow «Das grosse Backen». Als solche sei sie «Deutschlands bekannteste Backfee» und habe «das richtige Rezept für süsse Lieblinge», schreibt der Zoo Berlin.

Enie van de Meiklokjes mit Zwergflusspferd Brötchen im Zoo Berlin, Juni 2026.
Zoodirektor Andreas Knieriem und Enie van de Meiklokjes mit Zwergflusspferd Brötchen.Bild: Facebook / Zoo Berlin

Seltenstes Säugetier Afrikas

Die Zwergflusspferde wurden erst im Jahr 1849 entdeckt und sind in den Wäldern und Sumpfgebieten Westafrikas heimisch. Sie gelten als stark gefährdet. Nur noch rund 2500 ausgewachsene Exemplare leben in freier Wildbahn – Tendenz weiter sinkend. Die Art gehört damit zu den seltensten Säugetieren auf dem afrikanischen Kontinent.

Während die scheuen Zwergflusspferde heute noch an der der Elfenbeinküste, in Guinea, Liberia und Sierra Leone anzutreffen sind, sind sie in Nigeria bereits ausgestorben. Ihre grösste Bedrohung ist der Mensch. Er ist für den Verlust ihres Lebensraumes durch Rodung der Wälder für Bergbau und landwirtschaftliche Nutzung verantwortlich.

Brötchen, Zwergflusspferd-Baby im Zoo Berlin, Mai 2026
Brötchen im Bottich.Bild: Facebook / Zoo Berlin

Eigenen Aussagen zufolge leistet der Zoo Berlin einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Art. Einerseits werde Erhaltungszucht betrieben, andererseits würden Schutzmassnahmen in den Herkunftsländern der Tiere unterstützt, heisst es. Schon seit mehr als einem Jahrhundert engagiere sich der Zoo Berlin für die Zwergflusspferde. Bereits 1921 sei dort die europäische Erstzucht der stark gefährdeten Tierart gelungen. (lzo)

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