Seien wir ehrlich, es ist wohl jedem schon Mal passiert. Ein fehlgeschlagener Handschlag. Unangenehm. Noch viel unangenehmer ist das Ganze aber, wenn man gerade als republikanischer Vizepräsidentschaftskandidat durch die USA reist und versucht zu beweisen, dass man nicht «weird» ist, wie es die politischen Gegner allen weis machen wollen. Ja, die Rede ist von J.D. Vance.
Seit einigen Wochen ist die neue Strategie der Demokraten, ihre Gegner als «weird», also komisch, zu bezeichnen. Angefangen hat damit vor einigen Wochen Tim Walz, der Gouverneur von Minnesota. Mittlerweile ist er der Running Mate von Kamala Harris – er ist der demokratische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten – und damit quasi J.D. Vances direkter Gegenspieler bei den kommenden Präsidentschaftswahlen.
In mehreren Interviews wurde Vance bereits darauf angesprochen, was er davon halte, als «weird» bezeichnet zu werden. Dabei ging er jeweils selbst in die Offensive, sagte einmal etwa, die Strategie stamme wohl aus der Feder von jungen Social-Media-Praktikanten, die in der Schule gemobbt wurden und darum etwas projizierten. Und zu Dana Bash von CNN sagte er, dass sich die Demokraten in ihrer eigenen Haut wohl nicht so wohlfühlten und darum von sich ablenken wollten.
Trotzdem scheint es Vance nicht richtig zu gelingen, das Image abzuschütteln. Auf Social Media werden immer wieder Clips von ihm hochgeladen, die ihn in peinlichen Situationen zeigen – oder in solchen, in denen Fremdscham aufkommt, wie etwa die Handschlag-Szene. Nun scheint es, als würde Vance es nur noch schlimmer machen, je angestrengter er versucht, charismatisch zu wirken.