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Knall bei VW: Hälfte der Modelle soll gestrichen werden

epa12774796 A VW ID.7 is seen at the Volkswagen electric car factory in Emden, Germany, 24 February 2026. The Volkswagen (VW) factory in Emden builds fully electric Volkswagen vehicles such as the ID. ...
VW geht es wirtschaftlich nicht gut – drastische Sparmassnahmen sollen Abhilfe schaffen.Bild: keystone

Knall bei VW: Hälfte der Modelle soll gestrichen werden

Der deutsche Autobauer Volkswagen steckt in der Krise – nun sollen drastische Sparmassnahmen den Konzern wieder auf Kurs bringen.
09.07.2026, 22:0909.07.2026, 22:28

Bis 2030 will sich die Volkswagen-Group deutlich schlanker, schneller und widerstandsfähiger machen, heisst es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Die seit drei Jahren andauernde Neuausrichtung habe funktioniert; der Konzern sei seither besser aufgestellt. Nichtsdestotrotz geht es mit einschneidenden Massnahmen weiter.

Weniger Modelle

So sieht der «Zukunftsplan» etwa vor, dass die Modellpallette der Volkswagen-Gruppe konzentriert und schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft wird. Die Angebotskomplexität – also beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – soll gar um bis zu 75 Prozent reduziert werden.

Dabei soll sich das Angebot nur noch auf die attraktivsten Marktsegmente ausrichten. Mit dem Schritt will der Konzern die Investitionen und Ressourcen auf diejenigen Produkte und Technologien fokussieren, welche für die Kunden den grössten Mehrwert (und für den Konzern den höchsten Wertbeitrag) liefern.

Derweil bietet die Volkswagen-Gruppe weit über 100 verschiedene Fahrzeugmodelle verteilt auf 10 Marken an. Allein VW führt derzeit 26 Modelle.

Neuausrichtung in China

Weiter will der Konzern sich im China-Geschäft grundlegend neu ausrichten. In den vergangenen Jahren habe man die Voraussetzungen dafür geschafft, aus eigener Kraft eine erfolgreiche Zukunft im östlichen Land zu gestalten. So habe der Konzern im ersten Quartal bei Elektrofahrzeugen als Marktführer in China starten können.

Weiter will die Gruppe die «zentralen Technologiefelder Plattformen, Elektronik-Architekturen und Softwarelandschaften» auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre (also Chinas) harmonisieren und konzentrieren.

Schlankere Strukturen und weniger Überkapazitäten

Insgesamt wolle man die Strukturen innerhalb des Konzerns verschlanken. Schlankere Führungsstrukturen würden die Entscheidungswege vereinfachen, heisst es in der Mitteilung.

Ziel sei es zudem, konzernweite Synergien stärker zu heben und technologische Parallelstrukturen abzubauen. Entwicklung, Verwaltung und indirekte Bereiche sollen effizienter werden.

«Unser Ziel ist klar: Bis 2030 machen wir die Volkswagen Group zum attraktivsten Automobilunternehmen der Welt – mit ikonischen Marken, begeisternden Produkten, führenden Technologien, robusten finanziellen Ergebnissen, verlässlicher Performance am Kapitalmarkt und gelebtem Teamgeist.»
Oliver Blume, Konzernchef

Bislang sei VW davon ausgegangen, 12 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu verkaufen. Nun habe man die Kapazitäten an die veränderte und globale Marktlage und den massiv gewachsenen Wettbewerb angepasst und auf 9 Millionen fahrzeuge pro Jahr angepasst.

Kein Wort zu Stellenabbau

Ein Punkt, welcher in der Mitteilung des Konzerns mitnichten erwähnt wird, ist der angeblich geplante massive Stellenabbau und die Schliessung von vier Werken in Deutschland.

Das Manager Magazin hatte Ende Juni unter Berufung auf Insider darüber berichtet, dass die Volkswagen-Group plane, rund 100'000 der derzeit über 600'000 Vollzeitstellen abzubauen. Der Spiegel berichtete zudem am Donnerstag, dass der Konzern vorhabe, bis 2034 schrittweise die Produktion in den Werken Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm auslaufen zu lassen.

Die Werke sollen anschliessend verkauft werden, etwa an die Rüstungsindustrie, heisst es im Spiegel. Die Investitionen in die Werke würden in Produktionsstätten ausserhalb Deutschlands, etwa in Bratislava oder Györ (Ungarn) fliessen.

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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kdeana
09.07.2026 22:13registriert Oktober 2014
ich fahre seat und kaufe bald einen skoda, ich bin voll bei volkswagen. aber meine fresse, bietet einfach 3 optionen pro modell an und spart da geld. es macht keinen sinn bei jedem modell 7 variaten mit 20 optionen anzubieten…. farbe wählen, fertig… bin gespannt
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Doplagus
09.07.2026 22:20registriert Dezember 2019
Der deutschen Automobilindustrie scheint es ja prächtig zu gehen.

Ich frage mich, woran das wohl liegen könnte.... Ob das am zwanghaften Festhalten des Verbrenners sein könnte? Protektionismus durch die EU? Fehlende Innovation? Masslos überrissene Preise bei sinkender Qualität?

Wer weiss...
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Hackphresse
09.07.2026 22:22registriert Juli 2014
Zuerst dachte ich die wollen 50% der Modelle bei VW einstampfen. Aber bei 50% in der GANZEN VW GRUPPE?

Na dann...
Gibts wohl nur noch SUVs. 🫡
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