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Lügen, Spitzel, Kündigungen: CS-Beschattungsaffäre grösser als gedacht – 5 Erkenntnisse

Jetzt ist klar: Die Sicherheitsverantwortlichen der Credit Suisse haben in der ersten Untersuchung der Beschattungsaffäre brandschwarz gelogen und eine brisante Spitzel-Aktion vertuscht. Die Nummer 2 der Konzernleitung verliert per sofort den Job – und dazu 4 Millionen Franken.

patrik müller / ch media



Die Zürcher Anwaltskanzlei Homburger hat ihre zweite Untersuchung zur Beschattungsaffäre bei der Credit Suisse durchgeführt. Sie wurde eröffnet, nachdem die NZZ vergangenen Dienstag enthüllt hatte, dass es nebst der missratenen Überwachung des zur UBS übergelaufenen Starbankers Iqbal Khan einen zweiten Fall gegeben hat: Auch der damalige Personalchef Peter Goerke wurde beschattet.

Das war peinlich für CS-Chef Tidjane Thiam und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner, denn sie hatten davor noch beteuert, Khan sei ein «isolierter Einzelfall» gewesen. Gestern Sonntagabend wurden die Express-Untersuchung von Homburger abgeschlossen und der Verwaltungsrat informiert. Das sind die 5 wichtigsten Erkenntnisse:

Tidjane Thiam bleibt im Amt

Tidjane Thiam, CEO Credit Suisse, spricht am Europa Forum in Luzern am Mittwoch, 4. Dezember 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Tidjane Thiam wusste nichts von der Beschattung. Bild: KEYSTONE

Der Konzernchef habe von Goerkes Überwachung nichts gewusst, ergaben die neuen Abklärungen von Homburger. Wäre Thiam, der Goerke zur CS geholt hatte, involviert gewesen, wäre es eng geworden für ihn. Dann wären womöglich auch die ausländischen Grossaktionäre, die Thiam bislang unterstützen, gegen ihn gekippt. Nun ist er vorerst aus dem Schneider.

Fristlose Entlassung von Pierre-Olivier Bouée

Die Nummer 2 hinter Thiam wird in der Untersuchung als Hauptsünder ausgemacht. Er habe den Auftrag erteilt, Peter Goerke beschatten zu lassen. Wie bei Iqbal Khan sei auch diese Beschattung über einen Mittelsmann durchgeführt worden. «Der Verwaltungsrat hat gegenüber Pierre-Olivier Bouée die fristlose Kündigung ausgesprochen», heisst es in der CS-Mitteilung. Das bedeutet auch, dass er seine Bonus-Ansprüche verliert. Der Wert des zurückgehaltenen Aktienpakets beträgt etwa 4 Millionen Franken. Bouée war bereits nach dem Fall Khan geschasst worden – aber nicht fristlos.

Das Lügengebäude kracht zusammen

Bei der ersten Befragung durch den Verwaltungsrat und der Untersuchung durch Homburger – unmittelbar nach Auffliegen der Khan-Affäre – haben die verantwortlichen Personen bei der Frage nach weiteren Beschattungen brandschwarz gelogen. Sie seien darauf bedacht gewesen, «bei der Organisation und Durchführung der Beschattung Peter Goerkes keine nachweisbaren Spuren in den Systemen der Bank zu hinterlassen». Dem Vernehmen nach sind es die Lügen eigener Top-Leute – konkret von Bouée –, die den Verwaltungsrat am meisten empört haben. Von «blankem Entsetzen» ist die Rede.

Jetzt darf nichts mehr zum Vorschein kommen

Die Kommunikation der CS gleicht jener nach der ersten Untersuchung. Es bestehe kein generelles kulturelles Problem in der CS. Heute Morgen wird Verwaltungsratspräsident Urs Rohner wie folgt zitiert:

«Die nun bestätigte Beschattung von Peter Goerke ist unentschuldbar. Wir sind uns bewusst, dass die Beschattungen von Iqbal Khan und Peter Goerke dem Ansehen unseres Unternehmens geschadet haben. Mit den getroffenen Massnahmen machen wir deutlich, dass der Verwaltungsrat eine Beschattungskultur entschieden ablehnt.»

Das heisst aber auch: Wenn jetzt noch einmal etwas ans Tageslicht kommt, das die oberste Führungsebene nicht gewusst hat, dann wird es so peinlich, dass es auch dort Konsequenzen haben müsste.

Was die Untersuchung NICHT sagt

Zwar haben die Homburger-Anwälte keinen dritten Beschattungsfall auf Ebene Konzernleitung identifiziert. Aber ob es auf unteren Stufen zu fragwürdigen Beschattungen kommt, darüber gibt die CS-Mitteilung keine Auskunft. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Banken (und auch andere Branchen mit sensiblen Daten) mit Detektiven zusammenarbeiten, insbesondere wenn ein Mitarbeiter in gekündigtem Verhältnis steht. Konzernchef Thiam sei hier «schmerzlos», sagt ein Insider. Thiam hat sogar öffentlich, im Westschweizer Fernsehen, gesagt, Überwachungen könnten eine «legitime Waffe» sein für die Bank.

Das Fazit

Die Affäre ist vorerst eingedämmt, es rollen keine weiteren Köpfe. Darum hat die CS heute auch nur schriftlich informiert und keine Medienkonferenz abgehalten. Sie will den Ball flach halten. Aber ausgestanden ist sie noch nicht. Zumal eine weitere Untersuchung läuft – jene der Finanzmarktaufsicht des Bundes (Finma). Die CS schreibt dazu: «Credit Suisse wird weiterhin eng mit der Finma und neu auch mit dem durch diese eingesetzten unabhängigen Prüfbeauftragten zusammenarbeiten.»

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 23.12.2019 16:50
    Highlight Highlight Man kann sich jedes Gutachten kaufen. Das scheinen die Herren Thiam und Rohner bestens zu wissen und waschen sich so immer wieder rein. Ob es jemand wirklich glaubt, wage ich zu bezweifeln. Und, falls sie wirklich nichts wussten, dann haben sie ihren Laden nicht im Griff und gehören deshalb entlassen.
  • Feuerwanze 23.12.2019 14:12
    Highlight Highlight „Jetzt darf nichts mehr zum Vorschein kommen.“ Auf keinen Fall! Dreimal den gleichen Sündenbock „chassen“ geht nicht 😂
  • hämpii 23.12.2019 13:36
    Highlight Highlight Naja, sind wir mal ehrlich, hier geht es um eine Bank. Und mit was verdienen Banken ihr Geld? Richtig! Mit noch mehr Geld. Da muss man natürlich schon aufpassen, dass da nicht plötzlich einer einen Teil davon zur Konkurrenz abzügelt, sonst wäre es ja statt exorbitant viel Geld nur noch sehr viel Geld. Insofern muss man da für so eine kleine Beschattung schon Verständnis haben. *Ironie OFF*
  • Frausowieso 23.12.2019 13:26
    Highlight Highlight CEOs haben so ein riesen Gehalt, da sie die volle Verantwortung tragen... jäjä
  • Thomas G. 23.12.2019 13:23
    Highlight Highlight Der VR so 🤔🤨😖
    Ursli so 😴😴😴😇
    Thiam so 🙈🙉🙊😇
    Bouée 😱🤢😭🤬

    Hoffentlich schreibt Bouée ein Buch
    • Hierundjetzt 23.12.2019 14:18
      Highlight Highlight Ok. In der ersten Hälfte hattest Du mich. Hier nimm, hast es Dir verdient 🏅
  • Mimimimi 23.12.2019 13:09
    Highlight Highlight Mir ist noch immer nicht klar, was mit den überwachungen bezweckt werden sollte. Sollten die detektive "schmutzige wäsche" finden um die zielpersonen erpressbar zu machen? Oder wurden sie eines vergehens verdächtigt?
  • wolge 23.12.2019 12:47
    Highlight Highlight Selbstverständlich ist es ein kulturelles Problem... Vielleicht weniger eine Überwachungskultur, doch viel mehr Intransparenz, Misstrauen, Hierarchie, Macht, Gier, Taylorismus etc.

    Letztlich beginnt der Fisch immer am Kopf zu stinken...

    Die Arbeitswelt 4.0, welche den Menschen in seiner Ganzheit viel stärker in den Mittelpunkt stellt, auf Vertrauen, Transparenz, Selbstverantwortung und Selbstführung setzt statt auf Hierarchie, Command und Control etc. ist noch weit weit entfernt in den hiesigen Unternehmen...
  • Dogbone 23.12.2019 12:16
    Highlight Highlight Thiam hat den Laden überhaupt nicht im Griff und dann drückt er sich auch noch von der Verantwortung. Einfach nur widerlich! Und wenn man ihn dann dereinst ob all den Skandälchen nicht mehr halten kann, dann gibts für diese Leistung auch noch ne Abfindung, von der ein ganzes Dorf 6 Jahre leben könnte😝
  • Optimist 23.12.2019 11:59
    Highlight Highlight Die neue Art von Personalbereinigung in der Boni-Liga. Ein richtige Schmierenkomödie. Und zuoberst will man davon nichts gewusst haben??
  • Rolf Mueller 23.12.2019 11:15
    Highlight Highlight "Von «blankem Entsetzen» ist die Rede." Echt jetzt? Das Schmierentheater geht weiter - wer diesem VR, dem VR Präsidenten und dem CEO auch nur noch ein Wort glaubt sollte sich ernsthaft um seine geistige Gesundheit machen. Und wer daran glaubt dass die Untersuchung der Finma ganz oben Konsequenzen haben wird darf sich gerne anschliessen.
  • FischersFritz 23.12.2019 10:43
    Highlight Highlight Wenn Thiam davon nichts gewusst haben soll, dann gehört er als Marionette erst recht abgesetzt
  • Scaros_2 23.12.2019 10:34
    Highlight Highlight Was sagt eigentlich Roger Federer dazu? Kann ihn mal jemand interviewen was ihn dazu veranlasst sowas als Sponsor zu haben?
    • Hierundjetzt 23.12.2019 11:27
      Highlight Highlight Der ist grad am Kaffee kochen mit Jura oder am telefonieren mit Sundown. Joggt mit unique Schuhen oder isst Schoggi mit dem Suppenkelle.

      Man weis es nicht so genau
    • circumspectat animo 23.12.2019 13:27
      Highlight Highlight Geld
    • Pinhead 23.12.2019 14:00
      Highlight Highlight Federer ist immer noch am Heulen.
  • wasps 23.12.2019 10:24
    Highlight Highlight Immer das gleiche Lied: Alle wussten alles, nur jene, welche am Ruder sind, wissen von nichts!
  • RichiZueri 23.12.2019 10:04
    Highlight Highlight Muss mir auch mal so eine Nummer zwei zutun, auf die ich im Notfall alles abschieben und sie bestrafen kann...
  • Jekyll & Hyde 23.12.2019 09:52
    Highlight Highlight Anwaltskanzlei: "Gabs noch weitere vorälle ?"
    Befragte: "Nein !"
    Anwaltskanzlei: "Ok. Der Bericht ist fertig und geht morgen raus"

    Sorry, wie Naiv kann man sein. Ich würde mal prinzipell davon ausgehen das ich angelogen werde wenn ich sowas untersuchen müsste. Ich glaube eher die wollten nichts finden.....
    • circumspectat animo 23.12.2019 13:28
      Highlight Highlight Nein natürlich nicht die wurden ja auch von der Bank bezahlt.
  • tabernac 23.12.2019 09:47
    Highlight Highlight Jetzt sagt der Chef in einem Interview Beschattungen seien eine "legitime Waffe" und genau in seinem Unternehmen ist diese "Waffe" eingesetzt worden und er soll nichts davon gewusst haben?!

    Echt jetzt?!

    Kommt schon... das glaubt einfach gar niemand...

    Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken... ;0)
  • länzu 23.12.2019 09:02
    Highlight Highlight Rohner und Thiam sind die Totengräber der Glaubwürdigkeit. Die können noch so viele Berichte präsentieren, die ihre Unschuld beweisen sollen - glauben tut ihnen kaum jemand mehr. Wenn sie über die Vorfälle nichts wussten, haben sie ihren Laden nicht im Griff und sind aus diesem Grund nicht mehr tragbar.
    • Peter R. 23.12.2019 10:18
      Highlight Highlight Krass wie sich Thiam als CEO halten kann - für den Aussenstehenden kaum nachvollziehbar. Irgendwie muss hier in der CS eine starke Seilschaft sein, deren Leute den Chef aus allem heraushalten. Wie lange kann das gehen?!
  • Maple 23.12.2019 08:51
    Highlight Highlight Wer dies glaubt, wird selig.

    Und überhaupt, in den Personalabteilungen bei Banken arbeiten seit Jahren Ja-Nicker und andere Weichspüler. So lassen sich dann auch die Opfer leicht finden. Mittel zum Zweck. Nichts anderes.
    • Peter R. 23.12.2019 10:19
      Highlight Highlight Pauschalisierung kommen selten gut an! Wir reden hier über die CS.
  • Scaros_2 23.12.2019 08:38
    Highlight Highlight Wenn der CEO und der VR keine Ahnung hat was im unternehmen in der chefetage passiert. Dann sind sie ebenfalls ziemlich lächerliche Chefs.

    Egal wie, sie sind die grössten Verlierer.
    • Scaros_2 23.12.2019 09:38
      Highlight Highlight Das ist schon harter Tobak.

      Die nummer 2 kann machen was sie will und die Nr 1 der direkt vorgesetzte hat krine Ahnung?

      Was ein führungsversagen dies doch darstellt.

      Als VR würde ich mir starke gedanken über die leadership kompetenzen des CEO machen.
  • ingmarbergman 23.12.2019 08:37
    Highlight Highlight Der Fisch stinkt vom Kopf..
    Aber hey - das ist eine private Firma. Niemand muss dort Kunde sein oder Aktien besitzen.
  • next_chris 23.12.2019 08:36
    Highlight Highlight Jeder Sozialhilfe Empfaenger darf ueberwacht werden, Wo ist jetzt das Problem wenn "Grosse" ueberwacht werden? Die bekommen ja genug Entschaedigung.
    • P. Silie 23.12.2019 09:52
      Highlight Highlight Aha... Überwachung also je nach Gehalt und nicht nach Tatverdacht? Nice one.. 😎
  • Baba 23.12.2019 08:35
    Highlight Highlight Ist doch toll, wenn "man von nichts wusste".

    Aber irgendwann müsste der VR-Präsi UND der CEO dann halt doch die Verantwortung übernehmen. Wenn die Unternehmenskultur sowas ermöglicht (und wir wissen jetzt erst mal von zwei Fällen), dann ist schwer was faul.

    Dass daneben auch die Börsen-Performance der CS seit Jahren unterirdisch ist, wäre ein weiterer Grund, die beiden Herren zur Verantwortung zu ziehen.
  • Gurgelhals 23.12.2019 08:30
    Highlight Highlight Da fragt man sich halt schon, was denn das eigentlich für eine Geschäftsleitung ist, wenn die offenbar von gar nichts Kenntnis hat, was in ihrem Konzern so vor sich geht... 🤡
    • wolge 23.12.2019 12:48
      Highlight Highlight Ja unser derzeitiges System ist perfekt für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung. Sie haben die Macht und bekommen das Geld, wollen aber nie von etwas gewusst haben und übernehmen auch nie die Verantwortung...
  • T13 23.12.2019 08:28
    Highlight Highlight Wann trägt endlich einer von den beiden herren die verantwortung?
  • Der Rückbauer 23.12.2019 08:26
  • runthehuber 23.12.2019 08:25
    Highlight Highlight Umd entlässt den Verantwortlichen. Lese hier nicht, dass Zhiam und Rohner gehen müssen. Drnn das sind die wirklich Verantwortlichen un diesem Affentheater. Zum Glück habe ich meine Konten aufgelöst....
  • WID 23.12.2019 08:24
    Highlight Highlight "CEO Tidjane Thiam und der Verwaltungsrat wussten gemäss dem Communiqué nichts von den Überwachungen". Haben diese die CS überhaupt im Griff?
  • LubiM 23.12.2019 08:20
    Highlight Highlight Juhu, Bauernopfer gefunden... zurück bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
    • P1erre991 23.12.2019 08:58
      Highlight Highlight Ist das nicht immer so, aber meistens trifft es ein Indianer, aber diesmal ist es ein Häuptling, das ist schon ein Unterschied!
    • dä dingsbums 23.12.2019 09:18
      Highlight Highlight Ein Mitglied der Konzernleitung würde ich jetzt nicht gerade als Bauernopfer bezeichnen.
    • roger_dodger 23.12.2019 10:09
      Highlight Highlight Die Nummer 1 hat ganz sicher von nichts gewusst, wie immer...
  • Kong 23.12.2019 08:20
    Highlight Highlight Erstaunlich, dass in einem so strikt reglementierten, prozessorientierten und streng hierarchischen Unternehmen eine nicht gerade unwichtige Abteilung so autonom in der Grauzone operiert. Insbesondere schade, dass der Entlassene es seinem alten Weggefährten verschwiegen hat. Aber die neutrale (gut bezahlte) Untersuchung wird sicherlich alle Schattenseiten aufgedeckt haben...
    ... aber jetzt freu ich mich auf Weihnachten. Fliegende Rentiere, unbefleckte Empfängnisstories und Geschenke von Santa aus Lappland die auch real sind.
  • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 23.12.2019 08:17
    Highlight Highlight A) Er wusste es und muss raus.
    B) Er wusste es nicht und muss raus.

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