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Darum sollen 2025 in Norwegen nur noch Elektroautos verkauft werden

A sleek black electric car parked on a quaint street with colorful wooden houses on a sunny day, Trondheim, Norway bola05752 Copyright: xConnectxImagesx
2025 sollen in Norwegen nur noch Elektroautos verkauft werden.Bild: www.imago-images.de

Darum sollen 2025 in Norwegen nur noch E-Autos verkauft werden

Neun von zehn Neuwagen in Norwegen sind inzwischen Elektroautos. Der grosse Öl- und Gasproduzent geht damit bei der E-Mobilität voran.
03.01.2025, 09:1603.01.2025, 10:26

In Norwegen spielen Verbrennerautos bei Neuwagenkäufen nur noch eine untergeordnete Rolle. Wie der norwegische Informationsrat für den Strassenverkehr (OFV) am Donnerstag mitteilte, waren 2024 fast neun von zehn (89 Prozent) der verkauften Neuwagen elektrisch. Ende 2024 stieg die E-Auto-Quote gar auf 95 Prozent.

E-Auto-Anteil in Norwegen, Dänemark und der Schweiz

Ende 2024 waren 95 % der Neuwagen in Norwegen (blau) E-Autos, in Dänemark (gelb) ist jedes zweite neue Auto ein vollelektrisches E-Modell (BEV). Bei uns stagnieren E-Autos bei 20 % Marktanteil.
Ende 2024 waren 95 % der Neuwagen in Norwegen (blau) E-Autos, in Dänemark (gelb) ist jedes zweite neue Auto ein vollelektrisches E-Modell (BEV). Bei uns stagnieren E-Autos bei 20 % Marktanteil.grafik: @electric_nick_

Damit kratzt Norwegen bereits an seiner Zielmarke, bis 2025 nur noch vollelektrische E-Fahrzeuge (BEV) zuzulassen. Von den im vergangenen Jahr zugelassenen 128'691 Fahrzeugen hatten den Angaben zufolge 114'400 einen Elektroantrieb. Bereits im Vorjahr 2023 war der Anteil mit 82 Prozent vergleichsweise hoch gewesen.

Elektroauto

Der grosse Öl- und Gasproduzent Norwegen geht damit bei der E-Mobilität voran. 2025 sollen nur noch Elektroautos verkauft werden, in der Europäischen Union gilt dieses Ziel erst zehn Jahre später.

Wie Norwegen die Antriebswende schaffte

2012 lag der Anteil der Verkäufe von Pkw mit E-Antrieb in Norwegen noch bei geringen 2,8 Prozent, seitdem schossen die Neuzulassungen nach oben. Dies war möglich, weil Norwegen die öffentliche Ladeinfrastruktur früh bis in entlegene Regionen ausgebaut hatte. Grund für den schnellen Wandel zur E-Mobilität waren auch Anreize der Regierung wie Steuer- und Mautfreiheit, kostenloses Parken auf öffentlichen Parkplätzen und die Nutzung zusätzlicher Fahrspuren des öffentlichen Nahverkehrs.

Ebenfalls wichtig: Der Strom für Elektroautos ist in Norwegen nur etwa halb so teuer wie in Deutschland, wo Elektroautos einen besonders schweren Stand haben. Das Ergebnis: Die Fahrzeuge sind sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstiger als Verbrenner.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist Norwegens hohe Eigenheimquote: Hausbesitzer können einfach eine private Ladestation installieren, was in der Schweiz mit einem europaweit sehr hohen Mieteranteil deutlich schwieriger ist.

Mittlerweile sind E-Autos in Norwegen eine Selbstverständlichkeit, einige staatliche Anreize wurden mittlerweile wieder zurückgenommen – der E-Auto-Boom hält trotzdem an. Die führenden E-Auto-Anbieter in Norwegen sind Tesla und Volkswagen.

(sda/afp/oli)

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