Wirtschaft
Digital

Intel-Aktie: China, iPhone und Cloud-Abkühlung

China, iPhone und Cloud-Abkühlung bremsen Intel-Konzern

25.01.2019, 06:4225.01.2019, 06:42

Die Abkühlung bei den Investitionen in Cloud-Infrastruktur und schlechtere iPhone-Verkäufe schlagen auf das Geschäft von Intel durch. Der Chip-Riese hat die Anleger mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht.

Die Aktie fiel am Donnerstag im nachbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent. Unter anderem verfehlte der Konzern die Erwartungen mit seiner Prognose beim Umsatz und dem bereinigten Gewinn pro Aktie.

Intel verwies auch auf den abgekühlten Markt für Flash-Speicher sowie – genauso wie bereits Apple – auf die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Von Intel kommen die Funk-Modems in Apples iPhones. Apple hatte Anfang Januar seine Erwartung für das Weihnachtsgeschäft nach unten korrigiert, weil sich das iPhone in China schlechter als erwartet verkauft habe.

Teurere Chips verkauft

Im Schlussquartal 2018 konnte Intel die Erlöse um neun Prozent auf 18.7 Milliarden Dollar steigern. Analysten hatten mit gut 19 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Quartalsgewinn erreichte unterm Strich 5.2 Milliarden Dollar, wie Intel nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte die einmalige Zahlung auf die Auslandsgewinne nach der US-Steuerreform zu einem Verlust von 700 Millionen Dollar in der Bilanz geführt.

Im PC-Geschäft stieg der Umsatz im vergangenen Quartal um zehn Prozent auf 9.8 Milliarden Dollar. Das lag daran, dass Intel teurere Chips verkaufen konnte – während der Absatz von Prozessoren für Desktop-Computer um acht Prozent fiel und es bei Notebooks ein dünnes einprozentiges Plus gab.

Bei Chips für Rechenzentren legte der Quartalsumsatz um neun Prozent auf 6.1 Milliarden Dollar zu. Davor war das Geschäft deutlich schneller gewachsen - aufs gesamte Jahr gesehen gab es ein Plus von 21 Prozent. Laut Intel lasten Kunden aktuell zunächst noch freie Cloud-Kapazitäten aus, bevor sie in einen Ausbau investieren.

Entgegen den Erwartungen einiger Analysten präsentierte Intel mit den Zahlen keinen neuen Konzernchef. Der Chip-Gigant wird seit mehr als einem halben Jahr kommissarisch von Finanzchef Bob Swan geführt, nachdem der langjährige Konzernlenker Brian Krzanich wegen einer früheren Affäre mit einer Intel-Mitarbeiterin zurückgetreten war. Swan hatte stets betont, dass er den Chefposten nicht dauerhaft übernehmen wolle.

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Probiere WhatsApp Plus einen Monat kostenlos aus» – darum will dir Meta ein Abo andrehen
Über neun von zehn Schweizerinnen und Schweizern nutzen WhatsApp. Und nicht wenige fragen sich derzeit, was es mit der folgenden Meldung in der Messenger-App auf sich hat: «Probiere WhatsApp Plus einen Monat lang kostenlos aus», bittet Meta. In kleinerer Schrift darunter prangt der Preis: 2.50 Franken pro Monat kostet das WhatsApp-Plus-Abo, das sich bis zur Kündigung jeweils automatisch verlängert.

Für den Obolus erhält man zusätzliche Personalisierungs- und Komfortfunktionen, die der Gratisversion verwehrt bleiben: zusätzliche Sticker, individuelles App-Symbol, exklusive Klingeltöne. Zudem lassen sich mit dem Abo Konversationen besser in Listen organisieren und 20 statt nur 3 Chats anheften, damit sie ganz oben angezeigt werden.
Zur Story