Gates-Tochter wird mit Betrugsvorwürfen konfrontiert
Phoebe Gates, die jüngste Tochter von Bill Gates, stieg in die Fussstapfen ihres berühmten Vaters und gründete 2023 mit einer Kommilitonin das Shopping-Start-up Phia. Die Idee der Stanford-Absolventin war eine Browser-Erweiterung, die Konsumentinnen und Konsumenten automatisch günstigere Angebote und Rabattcodes suchen soll.
Nun hagelt es aber Kritik. Gemäss einer Recherche von Bloomberg soll das Start-up auf sogenanntes «Cookie Stuffing» gesetzt haben. Dabei wurden Nutzerinnen und Nutzern Cookies zugeschrieben, obwohl sie ihren Kauf gar nicht bewusst über Phia getätigt oder vermittelt hatten. So konnte Phia wohl Provisionen für Verkäufe erhalten, die es gar nicht selbst vermittelt hatte. Phia-Verantwortliche sollen laut Bloomberg schon vor Monaten von diesen Praktiken gewusst haben.
Das sagt Phia
Phia erklärt, dass es sich bei den Vorgängen um Softwarefehler handle und dass das Unternehmen das Problem schnell beseitigen wolle. Laut Bloomberg sieht die Lage aber anders aus: Die Recherchen zeigten, dass in internen Nachrichten die Start-up-Mitarbeitenden Zweifel bezüglich der Praktik geäussert haben. Phia weist die Vorwürfe zurück.
Nach der Abschaltung der Cookies soll der Umsatz des Start-ups rapide abgenommen haben.
Für Phoebe Gates könnte es nun rechtliche Konsequenzen geben, denn Cookie Stuffing gilt in den USA unter bestimmten Umständen als Betrug. Neben einer Geldstrafe können im schlimmsten Fall bis zu 20 Jahre Haft drohen.
Durch den Hype ausgelöst, hatte Phia über 40 Millionen Dollar von Investoren und prominenten Unterstützern eingesammelt. Dazu gehören etwa Hailey Bieber, Khloé Kardashian, Sydney Sweeney und Paris Hilton. (kek)
