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Krebsmedikament Daraxonrasib kommt wegen Trump nicht in die Schweiz

Eine Pflegefachfrau bei der Zubereitung der Medikation eines Patienten der Intensivpflegestation des Schweizer Paraplegiker Zentrum, fotografiert am Dienstag, 16. Januar 2024 in Nottwil. Das Schweizer ...
In der Schweiz könnten künftig weniger Medikamente zugelassen werden. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Schweiz könnte bei neuem Krebsmedikament leer ausgehen – wegen Trump

Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als besonders aggressiv. Ein neues Medikament könnte die Überlebenszeit verdoppeln. Doch wegen Trumps Medikamentenpolitik bleiben Schweizer Patientinnen und Patienten aussen vor.
02.09.2026, 11:4502.09.2026, 11:45

Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bedeutet für die Hälfte der Betroffenen oft, dass sie nur noch wenige Monate zu leben haben. Die Krebsform ist besonders tödlich. Ein neues Medikament verspricht nun eine Verdoppelung der Überlebenszeit. Die Tablette Daraxonrasib aus den USA soll helfen. Doch Schweizer Patientinnen und Patienten dürften vergeblich hoffen, zumindest in den nächsten zwei Jahren.

This photo provided by Revolution Medicines on Wednesday, Aug. 26, 2026 shows packaging for the new pancreatic cancer drug, daraxonrasib, under the brand name Rasonque. (Revolution Medicines via AP)
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Revolution Medicines hat ein neues Medikament herausgebracht, das das Leben von Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten verlängern soll.Bild: keystone

Grund dafür ist die Preispolitik bei Medikamenten von US-Präsident Donald Trump. Für seine Bestpreisgarantie zwingt er Pharmafirmen immer häufiger zu Einzelverträgen. Damit müssen sie versprechen, die Medikamente in der Schweiz nicht billiger als in den USA anzubieten, wo sie bisher meist am teuersten waren.

Damit die Firmen weiterhin im US-Markt hohe Einnahmen generieren können, müssten sie damit die Preise in der Schweiz erhöhen, was wiederum wegen der staatlichen Reglementierung hierzulande nicht erlaubt ist, schreibt der «Tages-Anzeiger». In den USA kostet die Behandlung 40'000 Dollar pro Monat, in der Schweiz wäre sie um einige tausend Franken günstiger. Müssten die Pharmariesen die Preise in den USA an jene der Schweiz anpassen, würden Einnahmen verloren gehen. Deshalb rentiert es sich für sie kaum, das Medikament in der Schweiz überhaupt auf den Markt zu bringen.

Das hat weitreichende Folgen. Schon Novartis-Chef Vas Narasimhan warnte kürzlich gegenüber Bloomberg TV, dass die Zahl neuer Medikamente in der Schweiz sinken werde. «Wir werden schliesslich an einen Punkt gelangen, an dem die Öffentlichkeit nicht mehr akzeptiert, dass keine neuen Medikamente mehr kommen.»

Die Alternative: Schwerkranke in der Schweiz würden in Kauf nehmen, mehr für Medikamente zu bezahlen, da ihr Leben davon abhängt. (vro)

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