Wirtschaft
International

Weltweiter Weinkonsum auf niedrigstem Stand seit 1961

Weltweiter Weinkonsum auf niedrigstem Stand seit 1961

16.04.2025, 07:0916.04.2025, 07:09

Der weltweite Weinkonsum ist schätzungsweise im letzten Jahr auf den tiefsten Stand seit 1961 gesunken. Die Käufe seien laut der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) im Vergleich zu 2023 um 3,3 Prozent auf 214,2 Millionen Hektoliter zurückgegangen.

Sollte sich die Schätzung bestätigen, wäre es das niedrigste Volumen seit 1961. Damals hatte der Wert bei 213,6 Millionen Hektolitern gelegen. Ursachen sind den Angaben zufolge eine sinkende Nachfrage in Schlüsselmärkten wie den USA und steigende Preise. Verbraucher zahlten für ihren Wein im Schnitt 30 Prozent mehr als 2019/2020. Zudem hätten sich auch die Konsumvorlieben und der Lebensstil vieler Menschen geändert.

Wein und schön anstossen
Die Menschen konsumieren weniger Alkohol als auch schon.Bild: Shutterstock

In Europa, wo 48 Prozent des Weins abgesetzt wird, ist der Konsum den Angaben nach im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent gesunken. In Frankreich ging der Konsum demnach um 3,6 Prozent zurück. Spanien und Portugal gehörten hingegen zu den wenigen europäischen Märkten, in denen der Konsum leicht stieg.

Weinbranche fürchtet Trumps Zölle

Auch die Produktion der Winzer ging im vergangenen Jahr zurück, sie sank um 4,8 Prozent auf 225,8 Millionen Hektoliter. Dies ist der niedrigste Stand seit mehr als 60 Jahren. Italien ist den Angaben nach der weltweit grösste Weinproduzent, gefolgt von Frankreich und Spanien.

Die Weinbranche fürchtet, mit ihren Produkten auch in den von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollkonflikt zu geraten. Zudem leiden die Winzer in einigen Gebieten unter Extremwetterereignissen wie übermässigem Regen oder Trockenheit. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wie sich der Dry January WIRKLICH anfühlt – in 35 Memes
1 / 38
Wie sich der Dry January WIRKLICH anfühlt – in 35 Memes
Nun, ja. Eben. Vielleicht ist's ja eine gute Idee. Vielleicht sogar nötig.
quelle: parade.com / parade.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Aya weint (doch) über blöde Autofahrer
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
14 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14
927 Seiten: In Trumps Finanzen verstecken sich echte Schätze
Donald Trump musste offenlegen, was er 2025 verdient hat. Über eine Milliarde Dollar kassierte er allein mit Kryptowährungen. Dazu kommen WM-Final-Tickets, eine Bronzestatue mit erhobener Faust und Millionen aus Uhren und Bibeln mit seinem Namen drauf. Ein Blick auf die Positionen, die besonders auffallen.
Jedes Jahr müssen US-Regierungsmitglieder ihre Finanzen offenlegen. Das schreibt der «Ethics in Government Act» vor, das Gesetz gegen Interessenkonflikte in der Politik. Auch der Präsident ist nicht ausgenommen. Also reichte Trump seine Offenlegung bei der US-Ethikbehörde OGE ein – und die fällt diesmal gigantisch aus: 927 Seiten. Barack Obamas letzte Offenlegung hatte acht Seiten und Joe Bidens elf. Vizepräsident JD Vance kommt gerade mal auf 17 Seiten.
Zur Story