Neues Dokument zeigt: Krypto-Geschäfte brachten Trump 2025 über 1 Milliarde ein
«Bitcoin, das kommt mir einfach wie ein Betrug vor», sagte Donald Trump noch 2021. «Ich mag es nicht, weil es eine weitere Währung ist, die mit dem Dollar konkurriert.»
Doch der Wind hat sich seither gedreht. Die Branche unterstützte Trump tatkräftig im Wahlkampf 2024, er erhielt damals grosse Spenden aus der Szene.
Nun zeigt sich: Trump und seine Entourage profitierten nicht nur politisch davon, auch finanziell hat sich die Kehrtwende für den US-Präsidenten gelohnt.
Trumps Krypto-Geschäft boomt
Am Dienstag legte Trump seine Finanzen in einem über 900 Seiten langen Dokument offen. Wie verschiedene Untersuchungen von US-Medien zeigen, verdiente Trump insgesamt mehr als eine Milliarde mit verschiedenen Krypto-Geschäften.
Über 500 Millionen US-Dollar kommen allein aus Beteiligungen an World Liberty Financial – einer Kryptowährungsbörse, die er 2024 im Zuge seines Wahlkampfes gegründet hatte. Das Unternehmen wird von Trumps Söhnen sowie den Sprösslingen von Steve Witkoff, Trumps Sondergesandtem für den Nahen Osten und Russland, geführt.
Weitere 635 Millionen Dollar kassierte Trump mit Lizenzgebühren der sogenannten Celebration Coins. Dahinter steht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge Trumps Geschäft mit sogenannten Meme Coins, das unter dem Namen CIC Digital läuft. «Meme Coins» sind digitale Münzen, die etwa Bilder aus dem Internet oder der Popkultur aufgreifen und handelbar sind. Auch Trump selbst liess kurz vor seinem Amtsantritt einen «Meme Coin» mit seinem Konterfei namens «$TRUMP» auflegen.
Der Bericht weist zahlreiche weitere Einkommensquellen aus verschiedenen Vermögenswerten und Investitionen aus, unter anderem Einnahmen seiner Golfplätze. Auch mit verschiedenen Accessoires und Kleinartikeln wie Bibeln, Steaks oder Sneakers machte Trump Millionen. So wird beispielsweise berichtet, dass Trump allein mit Uhren mit seinem Namen darauf 4.7 Millionen Dollar eingenommen hat.
Auch FIFA-Boss Infantino kommt im Dokument vor. Dieser schenkte Trump zehn Karten für das Endspiel der Fussball-WM im Wert von insgesamt 15'000 Dollar.
Trump treibt kryptofreundliche Agenda voran
Die Krypto-Einnahmen des Präsidenten stehen auch deshalb im Fokus, weil seine Regierung den Handel mit Digitalwährungen erheblich vorantreibt. Trump hatte sich zum Ziel gesetzt, die USA zur «Bitcoin-Supermacht» zu machen und baut seit seinem Amtsantritt reihenweise Regulierungen ab.
Zudem hatte Trump den wegen Verstössen gegen Geldwäsche-Gesetze verurteilten Gründer der Digitalwährungsbörse Binance, Changpeng Zhao, nachträglich begnadigt. Binance war nach Trumps Wiederwahl eine enge geschäftliche Verbindung mit World Liberty Financial eingegangen.
Trumps für einen US-Präsidenten ungewöhnlich hohe Einnahmen stehen nicht zum ersten Mal im Fokus. Mitte Mai war aus einer ähnlichen Erklärung hervorgegangen, dass Trump kurz vor seiner China-Reise Millionen in den Tech-Konzern Apple investierte. Apple-Chef Tim Cook hatte ihn in Peking begleitet.
Die US-Regierung hatte damals Vorwürfe von Interessenkonflikten stets zurückgewiesen. Trumps Vermögen werde nicht von ihm selbst verwaltet.
(Mit Material der sda)
