Wirtschaft
Konsum

Weniger Schweizer Fleisch im Angebot, dafür mehr Import-Fleisch

Weniger Schweizer Fleisch im Angebot – Import hat zugenommen

19.03.2026, 12:5219.03.2026, 12:52

Das Fleischangebot in der Schweiz hat im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent zugenommen. Dieser Anstieg ist auf deutlich höhere Importe zurückzuführen. Die Inlandproduktion war wie schon im Vorjahr leicht rückläufig. Schweizer Fleisch ist mit Blick auf das Gesamtangebot somit weiter auf dem Rückzug.

Das gesamte Fleischangebot belief sich im vergangenen Jahr auf 469'408 Tonnen. Pro Kopf entsprach dies einem Anstieg von 2,5 Prozent, wie die Branchenorganisation Proviande am Donnerstag mitteilte. Der Anteil der Inlandproduktion am Gesamtangebot sank von 79,6 auf 77,3 Prozent.

Der Anstieg des Angebots wurde denn auch fast ausschliesslich durch Importe getragen. So wurde der Mehrbedarf bei Rindfleisch durch um 22,6 Prozent höhere Importe gedeckt, während die Inlandproduktion stagnierte. Bei Geflügel nahmen die Importe um 10,9 Prozent zu. Bereits im Vorjahr hatten die Importe deutlich zugenommen.

Proviande wies derweil darauf hin, dass das Fleischangebot nicht mit dem tatsächlichen Konsum gleichzusetzen sei. Rund 75 bis 80 Prozent des Angebots würden von der Bevölkerung gegessen. Der Rest entfalle auf Knochen, Fettabschnitte, als Tierfutter verwendetes Fleisch oder Lebensmittelabfälle. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
In der Romandie ist Fleisch im Teig hoch im Kurs ...
1 / 3
In der Romandie ist Fleisch im Teig hoch im Kurs ...
quelle: bigler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schweizer Rindfleisch wird zur Mangelware
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Start-ups verkaufen Pflanzen-Proteine statt Veggie-Burger
Der Hype um Veggie-Burger und Soja-Joghurt ist vorbei. Jungunternehmen mit Fokus auf pflanzliche Ernährung setzen deshalb aufs Firmengeschäft – und verkaufen Proteine statt fertige Produkte.
Fleischalternativen haben es bei den Konsumentinnen und Konsumenten aktuell schwer. Laut des jüngsten «Plant Based Food Report» von Coop wurden 2025 weniger Fleischersatzprodukte gekauft als im Vorjahr. Nach starkem Wachstum seit 2019 schwächte sich die Entwicklung 2024 ab und war 2025 sogar leicht rückläufig.
Zur Story