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Neue Euro-Banknoten: So sehen die verschiedenen Design-Vorschläge aus

So könnten die neuen Euro-Banknoten aussehen

Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Darüber darf ab jetzt abgestimmt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie.
24.07.2026, 09:3424.07.2026, 10:22

In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt: «Europäische Kultur» und «Flüsse und Vögel». Für beide Themen liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor. So sehen sie aus:

«Europäische Kultur»

Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Strassenkünstlern oder einem Sängerfest.

Die EZB schreibt dazu:

«Europa besitzt ein reiches kulturelles Erbe. Seine dynamische Kultur- und Kreativszene stärkt unsere gemeinsame europäische Identität und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl. Kultur fördert gemeinsame Werte, schließt niemanden aus und sorgt für den Austausch in Europa und darüber hinaus. Kultur bringt Menschen zusammen.»

Das sind die fünf Vorschläge zum Thema «Europäische Kultur»:

Design A

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Die griechische Sängerin Maria Callas auf der 5-Euro-Note.Bild: EZB

Design C

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra auf der 50-Euro-Note. Bild: EZB

Design E

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Der deutsche Komponist und Pianist Ludwig van Beethoven auf der 10-Euro-Note.Bild: EZB

Design F

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Der talienische Maler und Bildhauer Leonardo da Vinci auf der 100-Euro-Note.Bild: EZB

Design G

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Die polnische Physikerin und Chemikerin Marie Curie (geborene Skłodowska) auf der 20-Euro-Note.Bild: EZB

Bis zum 21. September können sich die Menschen an der Online-Umfrage beteiligen. (Ja, auch wir Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger aus der Schweiz.) Wahrscheinlich Ende 2026 wird der EZB-Rat einen Vorschlag auswählen, wobei er das Feedback der europäischen Bevölkerung und der Expertengruppen in seine Entscheidung einbeziehen wird, so die EZB. Bis die Menschen die neuen Banknoten in Händen halten, wird dann noch einige Zeit vergehen.

Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.

«Flüsse und Vögel»

Fokus ist in diesem Fall die «Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas». Unter anderem Eisvogel und Weissstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.

Die EZB schreibt dazu:

«Flüsse und Vögel kennen keine Grenzen. Sie stehen für die Freiheit und Einheit der Menschen in Europa und symbolisieren unsere Naturverbundenheit. In Europa gibt es zahlreiche Flüsse und Vogelarten, die uns inspirieren und daran erinnern, dass wir für den Schutz unserer Umwelt verantwortlich sind.»

Das sind die fünf Vorschläge zum Thema «Flüsse und Vögel»:

Design B

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Ein Mauerläufer neben einer Gebirgslandschaft sowie das Europäische Parlament auf der 5-Euro-Note.Bild: EZB

Design D

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Ein Basstölpel sowie der Europäische Rechnungshof auf der 200-Euro-Note. Bild: EZB

Design H

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Ein Säbelschnäbler sowie der Europäische Rat und Rat der Europäischen Union auf der 100-Euro-Note.Bild: EZB

Design I

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Ein Weissstorch sowie der Gerichtshof der Europäischen Union auf der 50-Euro-Note.Bild: EZB

Design J

Neue Euronoten: Die verschiedenen Designs
Ein Bienenfresser und die Europäische Zentralbank auf der 20-Euro-Note.Bild: EZB

Alle Gestaltungsentwürfe im Überblick findest du übrigens hier.

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Neue Sicherheitsmerkmale in Arbeit

Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestossen. Notenbanken entwickeln regelmässig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. «Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein», sagt Bundesbank-Präsident Nagel.

Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein.

Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind – anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark – eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. (lak/sda)

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