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Iran-Krieg trifft Jungfraubahnen – deutlich weniger Gäste aus Asien

Touristen aus Suedkorea fotografieren auf der Sphinx Aussichtsplattform auf dem Jungfraujoch, am Freitag, 24. Juli 2026. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Touristen aus Südkorea fotografieren sich auf dem Jungfraujoch.Bild: keystone

Iran-Krieg trifft Jungfraubahnen – deutlich weniger Gäste aus Asien

28.08.2026, 07:5128.08.2026, 07:51

Der Iran-Krieg hat den Jungfraubahnen im ersten Halbjahr 2026 zugesetzt. In der Folge kamen deutlich weniger Reisende aus Asien auf das Jungfraujoch. Umsatz und Gewinn gingen entsprechend deutlich zurück.

Der Betriebsertrag sank um 9 Prozent auf 137 Millionen Franken, wie der Berner Oberländer Bergbahnbetreiber am Freitag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 29 Millionen Franken. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Jungfraubahn-Gruppe noch einen Rekordgewinn erzielt hatte.

Deutlich weniger Gäste auf dem Jungfraujoch

Besonders stark machte sich die schwächere Nachfrage auf dem Jungfraujoch bemerkbar. Im ersten Halbjahr kamen 389'600 Besucherinnen und Besucher und damit fast 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Ausbruch des Iran-Kriegs fehlten vor allem Gäste aus Indien und Südostasien.

Etwas abfedern konnten die Jungfraubahnen den Rückgang durch höhere Einnahmen pro Gast. Deutlich weniger stark betroffen waren zudem die Erlebnisberge First, Harder und Mürren sowie das Wintersportgeschäft.

Tourists take a picture and enjoy the view of Eiger Mountain from the First Cliff Walk, at First, above Grindelwald in the Bernese Oberland, Switzerland, on Monday, October 3, 2016. (KEYSTONE/Anthony  ...
Blick auf Grindelwald First: Nicht alle Berge waren gleich vom Rückgang betroffen.Bild: KEYSTONE

Jungfraujoch auch im Sommer im Minus

In den für das Unternehmen besonders wichtigen Hochsaisonmonaten Juli und August hat sich der Besucherrückgang zwar etwas abgeschwächt. Bis zum 23. August wurden auf dem Jungfraujoch aber noch immer gut 10 Prozent weniger Gäste gezählt als im Vorjahreszeitraum. Dabei setzte sich der Trend zu weniger Gruppenreisen fort.

Besser lief es auf den Erlebnisbergen. Dort wurden von Anfang Juli bis zum 23. August rund 494'300 Gäste gezählt, rund 5 Prozent mehr als im Rekordvorjahr.

Auch für den Rest des Jahres bleiben die Jungfraubahnen angesichts der geopolitischen Konflikte und der fragilen Weltwirtschaft vorsichtig. Den Buchungsstand für das zweite Halbjahr bezeichnet der Berner Oberländer Tourismuskonzern angesichts dieser Umstände als «solide». (sda/awp)

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