Wirtschaft
Schweiz

Geheimpapier zeigt: EU spielt beim «Inländervorrang light» nicht mit

Geheimpapier zeigt: EU spielt beim «Inländervorrang light» nicht mit

12.10.2016, 13:3112.10.2016, 13:44

Juristen der Europäischen Union geht der «Inländervorrang light» zu weit. Der Nationalrat hatte die Massnahme zur Umsetzung der SVP-Einwanderungsinitiative beschlossen, doch für Brüssel sind die Vorschläge nicht mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen vereinbar. Das zeigen vertrauliche EU-Papiere, die dem SRF zugespielt worden sind.

Die vom Nationalrat vorgeschlagene MEI-Umsetzung, die den Ständerat noch nicht passiert hat, soll dem Bundesrat die Möglichkeit geben, unter besonderen Umständen die Einwanderung aus der EU einzuschränken. Für etwaige Streitfragen soll der «Gemischte Ausschuss» zuständig sein, der mit Schweizer – sowie mit EU-Vertretern besetzt ist.

Für Brüssel ist das aber keine Option: Für die Juristen kommt jede Beschränkung der Einwanderung einer Verletzung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit gleich. Der «Gemischte Ausschuss» habe zudem gar keine Berechtigung, bei diesem Thema mitzureden.

EU

Fakt ist: Die MEI-Umsetzung in der jetzigen Form hat bei der EU wenig Chancen – und ein Streit mit schwerwiegenden Folgen scheint vorprogrammiert.

(phi)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
FDP-Nationalrätin Maja Riniker in Aargauer Regierung gewählt
FDP-Nationalrätin Maja Riniker ist im ersten Anlauf in den Aargauer Regierungsrat gewählt worden. Die 48-Jährige galt als Favoritin. Erstmals gehören zwei Frauen dem fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat an.
Bei einer Wahlbeteiligung von 21,01 Prozent erhielt Riniker 70'137 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 45'217 Stimmen, wie die Staatskanzlei Aargau am Sonntag mitteilte.
Zur Story