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UBS wegen Geldwäscherei-Mängeln mit 125 Millionen Dollar gebüsst

UBS wegen Geldwäscherei-Mängeln mit 125 Millionen Dollar gebüsst

Die UBS muss in den USA wegen mangelhafter Geldwäscherei-Überwachung eine Busse von insgesamt 125 Millionen Dollar bezahlen. Die Grossbank wird dabei explizit als Wiederholungstäterin bezeichnet.
03.08.2026, 15:5703.08.2026, 16:40

Die US-Geldwäscherei-Aufsicht FinCEN verhängte am Montag die Zivilbusse gegen die UBS-Einheit UBS Financial Services Inc. Es sei die höchste je gegen einen Broker-Dealer wegen Verstössen gegen den Bank Secrecy Act verhängte Strafe.

Die Behörden werfen der Bank vor, zwischen 2019 und 2023 wiederholt verdächtige Transaktionen nicht fristgerecht gemeldet zu haben. An der Untersuchung beteiligt waren zudem die Börsenaufsicht SEC, die Terminmarktaufsicht CFTC und die Finanzaufsicht FINRA.

Veraltetes Überwachungssystem

Im Zentrum der Vorwürfe stehen Devisen-Überweisungen: Ein veraltetes Überwachungssystem habe rund 52'000 Transaktionen im Wert von 7,6 Milliarden Dollar nicht richtig erfasst.

Ein 2021 eingeführtes neues System behob laut den Behörden das Problem nur teilweise: Wegen Datenpannen blieben weitere rund 8000 Transaktionen im Wert von 2,7 Milliarden Dollar mangelhaft überwacht. Die entsprechenden Verdachtsmeldungen reichte die Bank teilweise erst Jahre später nach.

Bereits 2018 hatte FinCEN die UBS wegen ähnlicher Mängel mit 14,5 Millionen Dollar gebüsst. Die Bank habe damals Besserung zugesichert, dies aber über Jahre nicht umgesetzt, so die Behörde. FinCEN sei erst durch eine eigene Untersuchung auf die anhaltenden Probleme gestossen.

Mangelnde Sorgfaltspflichten

Zusätzlich werden ungenügende Sorgfaltspflichten bei Kunden mit Verbindungen zu Russland und Lateinamerika bemängelt. In mehreren Fällen habe die Bank Verbindungen von Kunden zu Russland nicht in ihre Risikoprüfung einbezogen - in einem Fall stellte sich später laut SEC eine Verbindung zu einem sanktionierten Oligarchen heraus.

Die UBS muss nun ihr Geldwäscherei-Programm unabhängig überprüfen lassen, mit Fokus auf Risiken rund um die US-Südgrenze, Iran, Russland und Venezuela. Bei erfolgreicher Umsetzung erlässt FinCEN der Bank bis zu 15 Millionen Dollar der Kosten dafür.

UBS akzeptierte den Vergleich, ohne die Vorwürfe formell anzuerkennen. Gegenüber AWP erklärte die Grossbank: «Mit der heutigen Ankündigung findet diese Altlast ihren Abschluss.»

Weiter sagte die Bank: «UBS hat umfassend mit den Aufsichtsbehörden kooperiert und erhebliche Investitionen getätigt, um festgestellte Schwachstellen zu beheben und ihr Programm zur Bekämpfung von Geldwäsche im Einklang mit führenden Branchenstandards weiter zu stärken.» (hkl/awp/sda)

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