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Pläne des Flughafens Zürich schrecken Deutsche auf

ARCHIVBILD ZUM OFFENEN BRIEF DER KOALITION LUFTVERKEHR, UMWELT UND GESUNDHEIT (KLUG), FLUGTICKETS MIT EINER UMWELT-ABGABE ZU VERSEHEN UND NACHTZUEGE ZU FOEDERN, AM MONTAG, 9. APRIL 2018 - Ein Airbus 3 ...
Süddeutsche Politiker wehren sich gegen eine Kapazitätsausweitung am Flughafen Zürich. Bild: KEYSTONE

Pläne des Flughafens Zürich schrecken Deutsche auf

Süddeutsche Politiker fürchten, dass der Neubau des Terminals 1 zu ihren Lasten geht
15.04.2018, 16:2915.04.2018, 16:29
Benjamin Weinmann / Schweiz am Wochenende

In Kloten entsteht in den kommenden Jahren Grosses. «Flughafen Zürich plant Mega-Bauprojekt» titelte Mitte Februar die «Nordwestschweiz» und machte die Baupläne des Flughafens öffentlich, über die in einem Personalmagazin informiert wurde. Konkret ging es um den Neubau des Terminals 1 (ehemals Terminal A genannt), das in die Jahre gekommen ist. Im Hinblick auf das prognostizierte Passagierwachstum, soll dieses über eine deutlich grössere Kapazität als das heutige Terminal verfügen.

«Was die Schweizer ihrer eigenen Bevölkerung zumuten wollen, müssen sie natürlich selbst entscheiden. Für uns in Deutschland ist die Belastungsgrenze bereits deutlich überschritten.»
Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD-Bundestagsabgeordnete

Diese Pläne schlagen nun Wellen auf politischer Ebene. Die Waldshuter Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter von der SPD forderte in einer Medienmitteilung: «Die neuen Mega-Pläne des Flughafen Zürich dürfen nicht zulasten der deutschen Nachbarn gehen.» Für sie ist klar, dass es über deutschem Gebiet keine zusätzlichen Flugbewegungen geben darf.

«Was die Schweizer ihrer eigenen Bevölkerung zumuten wollen, müssen sie natürlich selbst entscheiden. Für uns in Deutschland ist die Belastungsgrenze bereits deutlich überschritten. Eine Kapazitätsausweitung ist mit uns nicht zu machen.» Schwarzelühr-Sutter hat sich deshalb an das Bundesverkehrsministerium gewandt.

Es müsse unbedingt geklärt werden, ob der Flughafen Zürich diese Kapazitätsausweitung und die langfristige Prognose der Passagierzahlen bereits beim Antrag des Ostanflugkonzepts offen kommuniziert habe.

Der Flughafen Zürich rechnet in den nächsten zwanzig bis dreissig Jahren mit einem Wachstum der Passagierzahlen von heute 29 auf bis zu 50 Millionen. Am Aviatik Symposium, das vergangene Woche in Zürich stattfand, sagte der Flughafen-Operationschef Stefan Tschudin, dass die Pläne noch im frühen Anfangsstadium seien.

Zum heutigen Zeitpunkt geht Tschudin davon aus, dass das neue Terminal mit zwei bis drei zusätzlichen Docks sowie mehr Bus-Gates gebaut werden dürfte. Das neue Terminal dürfte wohl neben dem bestehenden erstellt werden, und erst, wenn der Neubau fertig ist, würde das alte zurückgebaut, um so den Betrieb am Flughafen stets aufrechtzuerhalten.

Anfrage beim Regierungsrat

Auch in Zürich hat die Veröffentlichung des Terminalprojekts die Politik auf den Plan gerufen. Drei grüne Kantonsräte (Regula Kaeser, Kloten, Thomas Forrer, Erlenbach, und Daniel Heierli, Zürich) haben beim Regierungsrat eine Anfrage eingereicht. Sie wollen detaillierte Informationen zum Projekt. Zudem verlangen sie klärende Antworten auf die Frage, wie sich das Passagierwachstum auf die Flugbewegungen in Zürich auswirken wird. Und welche Folgen dieses Wachstum auf den Zürcher Fluglärm-Index haben werde, dessen Richtwert von 47ß000 lärmgeplagten Personen inzwischen deutlich überschritten sei.

Der Kanton Zürich ist zu einem Drittel an der Flughafen Zürich AG beteiligt und im Verwaltungsrat durch Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) vertreten. (aargauerzeitung.ch)

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Gygi jongliert mit Zahlen und die SBB-Tickets werden wieder teurer
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