Wirtschaft
Schweiz

Trump verkündet erste Zölle: 25 Prozent für Güter aus Japan und Südkorea

President Donald Trump walks toward the media to speak with them before boarding Air Force One, at Morristown Municipal Airport in Morristown, N.J., Sunday, July 6, 2025, en route to Washington after  ...
Donald Trump hat die ersten Briefe geschickt, an Japan und Südkorea. Wann bekommt die Schweiz ihren?Bild: keystone

Trump verschickt erste Zoll-Briefe – Schicksal der Schweiz noch immer in den Sternen

Seit Anfang April wartet die Welt auf die neuen Zölle, welche die USA ihren Handelspartnern aufbrummen will. Der US-Präsident hat erste Zölle kommuniziert. Wann kommt die Schweiz?
07.07.2025, 22:4407.07.2025, 22:44
Anna Wanner, Florence Vuichard

Seit Freitag sitzen die Verantwortlichen im Wirtschafts- und Finanzdepartement in Bundesbern wie auf Nadeln: Sie wissen nicht, wann und in welcher Form US-Präsident Donald Trump die neuen Zölle verkündet. Für die Schweiz als exportorientiertes Land mit grossem Handelsvolumen mit den USA haben die Zölle weitreichende Folgen.

Bereits am Freitag stieg die Nervosität kurzfristig, weil Trump vor Journalisten verlautbarte, er plane Briefe an Handelspartner zu verschicken, welche Details zu den neuen Zöllen enthalten sollen. Die Briefe sollen die Staaten über die Höhe der neuen Zölle informieren, die ab dem 1. August in Kraft treten. Inwiefern sie das Ergebnis gegenseitiger Abmachungen abbilden, war die zweite Unbekannte. Hält US-Präsident Donald Trump diesmal sein Versprechen?

Am Montagabend nach 18 Uhr gingen die ersten zwei Briefe raus.

Südkorea und Japan erhalten Zölle von 25 Prozent aufgebrummt. Donald Trump verweist in seinem Brief auf das grosse Handelsdefizit, das die USA mit dem jeweiligen Partner einfahren. Wie immer lässt der US-Präsident eine Türe offen. Sollten die Staaten ihre «bisher verschlossenen Handelsmärkte öffnen» und ihre «tarifären und nichttarifären politischen Massnahmen und Handelshemmnisse beseitigen» wollen, schreibt er in seinem Brief, «werden wir vielleicht eine Anpassung dieses Schreibens in Betracht ziehen». Will heissen: Diese Zölle können geändert werden.

Trump verweist auf einen zweiten Ausweg, die hohen Zölle zu umgehen: Wenn das Land oder eine Firma bereit sei, die Produktion in die USA zu verlagern und dort neue Arbeitsplätze schafft.

Trump spricht im Brief aber auch eine Warnung aus: Sollten Japan oder Südkorea es wagen, die Zölle auf US-Güter im Gegenzug ebenfalls zu erhöhen, werde die USA nachdoppeln und die Zölle von 25 Prozent um dieselbe Ziffer aufschlagen.

Ein bitterer Vorgeschmack für die Schweiz?

Die Spannung hält für die Schweiz also an: Kommen bald die nächsten Briefe? Und geht einer davon an die Schweiz?

Der Vergleich zeigt: Trump hat sich seit dem 2. April, als er die Zölle angekündigt hatte, kaum bewegt. Schon damals drohte er Südkorea mit einem Zoll auf Exportgüter von 25 Prozent. Für die Japanische Wirtschaft hat sich die Situation sogar noch verschlechtert. Angekündigt waren Zölle in der Höhe von 24 Prozent, jetzt sind es 25 Prozent.

Zur Erinnerung: Der US-Präsident hat am 2. April der hiesigen Exportwirtschaft mit Zöllen in der Höhe von 31 Prozent gedroht.

(aargauerzeitung.ch)

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