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«Kann man nicht gutheissen»: Peter Spuhler spricht über Donald Trump

«Kann man nicht gutheissen»: Peter Spuhler spricht über Donald Trump

Unternehmer Peter Spuhler hofft auf Friedrich Merz als neuen deutschen Bundeskanzler und bezeichnet Donald Trumps Äusserungen zur Ukraine als «Witz».
11.11.2024, 03:4411.11.2024, 03:44
Othmar von Matt / ch media

AfD-Bundeskanzlerkandidatin Alice Weidel, Unternehmer Peter Spuhler, Bankmanager und Buchautor Josef Ackermann, Modeunternehmer Daniel Grieder von Hugo Boss: Am «Let's talk»-Symposium des Zürcher Efficiency-Clubs traten am Samstag im Zürcher Kongresszentrum klingende Namen auf.

Peter Spuhler, Verwaltungsratspraesident spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Stadler Rail, am Mittwoch, 15. Maerz 2023 in Bussnang. (KEYSTONE/Michael Buholzer).
Peter Spuhler hofft, dass Friedrich Merz bald Kanzler wird.Bild: keystone

Der Club hat sich den Dialog in der Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Die Aktualität sorgte dafür, dass die Ausgabe 2024 stark unter dem Eindruck der erneuten Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten stand – und dem Zusammenbruch der deutschen Ampel-Regierung.

Auf besonderes Interesse stiessen die Diskussionen mit Unternehmer Peter Spuhler und AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel. «Es rumpelt an allen Ecken und Enden», sagte Spuhler im Gespräch mit «Bilanz»-Chefredaktor Dirk Schütz zur aktuellen Lage.

Für Stadler Rail sei die Situation in der deutschen Politik wichtiger als jene in den USA, betonte Spuhler. Aus seinen politischen Präferenzen machte er keinen Hehl. «Ich hoffe, dass unser langjähriger Verwaltungsrat Friedrich Merz – er war 14 Jahre dabei – bald Kanzler wird und endlich wieder eine gute bürgerliche Wirtschaftspolitik zustande bringt», betonte er. Die grosse Frage sei allerdings: mit welchen Partnern?

08.11.2024, Berlin: Friedrich Merz, CDU-Bundesvorsitzender und Unions-Fraktionsvorsitzender, kommt zu einer Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk ++ ...
Friedrich Merz hat eine Stadler-Vergangenheit.Bild: keystone

Das «Vollgas»-SMS an Kanzlerkandidat Merz

Merz würde Deutschland als Kanzler «sehr gut» tun, betonte Spuhler. Er drücke ihm die Daumen. Der Unternehmer verriet, dass er dem CDU-Kanzlerkandidaten eine SMS geschickt habe – mit einer zentralen Botschaft:

«Vollgas!»

Deutschland habe in der Kanzlerzeit von Angela Merkel einige Sünden begangen, analysierte Spuhler. Er listete die wichtigsten aus seiner Sicht auf: Wenn über 50 Prozent der Wähler staatliche Transferzahlungen erhielten, stimme etwas nicht. Dazu kämen abgestellte Atomkraftwerke und ein Verbot von Verbrennermotoren ab 2030 als zentrale Fehler.

«Das sind Einschnitte in die Wirtschaft, die fatale Folgen haben können.»

Was die Beziehung der Schweiz zur EU betrifft, steht Spuhler für «geregelte Verhältnisse». Die Bilateralen I und II hätten dafür gesorgt. Beim Rahmenabkommen habe man zu viel hineingepackt. «Da war ich klar dagegen», sagte er. Was das neue Abkommen betreffe, das der Bundesrat verhandle, warte er die Ergebnisse ab. Spuhler liess aber Skepsis durchblicken. Gefühlsmässig glaube er nicht, dass es gut komme. Das hänge mit dem Gesetzesnachvollzug zusammen, aber auch mit der Einwanderung.

«Wir können nicht jedes Jahr die Bevölkerung der Stadt St.Gallen in der Schweiz integrieren.»

Moderator Schütz kam noch auf die Behauptung von Donald Trump zu sprechen, er werde den Krieg in der Ukraine in 24 Stunden beenden. «Passiert das?», fragte er den Unternehmer, zumal dieser noch eine Fabrik in Weissrussland besitzt. Spuhlers Antwort:

«Das ist ein Witz.»

Und nach kurzem Schweigen:

«Das ist ja nicht der einzige Witz, den er von sich gibt.»

Das Publikum antwortete mit Gelächter und Applaus. Wolle man in kurzer Zeit zu einem Waffenstillstand kommen, gehe das nur, indem man der Ukraine einen grossen Teils ihres Landes wegnehme, fügte Spuhler hinzu.

«Als Schweizer und als liberal denkender Mensch kann man das nicht gutheissen.»

(aargauerzeitung.ch)

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