Wirtschaft
Schweiz

Weiter Fachkräftemangel in der Zentralschweiz – diese Experten fehlen

Weiter Fachkräftemangel in der Zentralschweiz – diese Jobs sind besonders gesucht

In der Zentralschweiz fehlen in den Gesundheits- und Elektroberufen die Fachkräfte. Dies hat eine Erhebung der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) ergeben.
19.08.2026, 10:3219.08.2026, 10:33

Wegen der demografischen Entwicklung dürfte die Situation angespannt bleiben.

Ein Elektriker bei der Arbeit fuer die Umstellung von einem Gasherd, Trennung vom Gasnetz und den Wechsel auf einen elektronischen Herd, aufgenommen am Mittwoch, 12. Juni 2024 in Zuerich. Die Stadt Zu ...
Ein Elektroinstallateur bei der Arbeit. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Die IHZ hat zusammen mit dem Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich in hundert Berufen die Rekrutierungssituation angeschaut und miteinander verglichen, wie sie am Mittwoch mitteilte. «Trotz konjunktureller Abkühlung bleibt der Fachkräftemangel bestehen», lautete das Fazit der Untersuchung.

Am meisten gesucht sind gemäss der Studie in der Zentralschweiz Ärztinnen und Ärzte. Auch weitere akademische und nichtakademische Fachleute aus der Gesundheitsbranche finden sich unter den zehn Berufen mit dem grössten Fachkräftemangel.

Häufung von Elektroberufen

Auffällig sei aber auch die Häufung von Elektroberufen in den ersten zehn Plätzen der Rangliste, teilte die IHZ mit. Sie nannte Elektroinstallateure, Installateure für Elektronik und Kommunikationstechnik, Telekommunikations- und Rundfunktechniker, aber auch material- und ingenieurtechnische Fachkräfte.

Einen relativ grossen Fachkräftemangel gibt es in der Zentralschweiz ferner bei den präzisions- und kunsthandwerklichen Berufen, dies im Gegensatz zur Gesamtschweiz. Auf der anderen Seite hätten es Verkaufskräfte in der Zentralschweiz bei der Stellensuche schwerer als im Schweizer Durchschnitt, hiess es in der Studie.

Industrie verliert Arbeitsplätze

2025 seien in der Zentralschweiz rund 500 Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen, erklärte die IHZ weiter. Der Fachkräftemangel habe sich aber nicht entspannt.

Als Grund sieht die IHZ, dass nun die geburtenstarken Jahrgänge in Pension gehen. Damit würden mehr Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als neue wieder eintreten.

Viele Berufe mit ausgeprägtem Fachkräftemangel sind solche, die noch immer von Frauen oder von Männern dominiert werden. Wer die Attraktivität für das jeweils andere Geschlecht erhöhe, könne sein Arbeitskräftepotenzial verdoppeln, hiess es in der Studie. (sda)

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