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FMH: Ein Viertel der Schweizer Ärzte ist über 60 Jahre alt

Drohender Fachkräftemangel: Ein Viertel der Schweizer Ärzte ist über 60 Jahre alt

15.04.2026, 11:5115.04.2026, 11:51

Die Verbindung Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH weist in ihrer Ärztestatistik auf einen drohenden Fachkräftemangel hin. Ein Viertel der Ärztinnen und Ärzte ist über 60 Jahre alt und steht damit kurz vor ihrem Pensionsalter, wie die FMH am Mittwoch mitteilte.

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Ein Viertel der Ärztinnen und Ärzte steht kurz vor dem Pensionsalter.Bild: Shutterstock

Zwar seien 2025 rund 5 Prozent mehr Ärztinnen und Ärzte berufstätig gewesen als im Jahr zuvor, heisst es in der Mitteilung zur Ärztestatistik. Die Zahl von 44'612 Medizinerinnen und Medizinern genüge aber nicht, um mit der demografischen Entwicklung, namentlich mit dem wachsenden Durchschnittsalter in der Bevölkerung, Schritt halten zu können.

Das Durchschnittsalter der Ärztinnen und Ärzte beträgt gemäss Mitteilung 50 Jahre. Ein Viertel sei 60 Jahre alt oder älter. «Damit rückt eine grosse Pensionierungswelle näher», mahnt die FMH.

Abermals gestiegen sei der Anteil der Ärzteschaft, die ihr Medizinstudium im Ausland absolviert habe. Deren Anteil betrage mittlerweile 43 Prozent. Die Schweiz sei also nach wie vor weit davon entfernt, ihren Nachwuchsbedarf aus eigener Kraft zu decken.

Mangelnde Grundversorgung

Das hat gemäss Mitteilung negative Auswirkungen auf die Grundversorgung durch Hausarztpraxen. Diese sei mit 0,9 Vollzeitäquivalenten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner niedrig. Ein Drittel der Hausarztpraxen könne keine neuen Patientinnen und Patienten mehr annehmen.

Am fehlenden Interesse liegt dies laut FMH nicht. Ärztinnen und Ärzte mit einer Facharztweiterbildung würden nicht vor Grundversorgungsdisziplinen zurückschrecken, während Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland überproportional in Spezialgebieten tätig seien, wo sie aber auch benötigt würden.

Die FMH sieht sich somit in ihrer Forderung nach mehr Studienplätzen in der Humanmedizin bestätigt. Zudem fordert sie im Hinblick auf die Ambulantisierung mehr Aus- und Weiterbildungsplätze. Und schliesslich setzt sie sich für bessere Arbeitsbedingungen ein, um Ärztinnen und Ärzte im Beruf halten zu können. (hkl/sda)

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