Wirtschaft
Schweiz

Studie: Tiefe Geburtenrate stellt Wirtschaft und Vorsorge vor Probleme

Tiefe Geburtenrate stellt Wirtschaft und Vorsorge vor Probleme

25.06.2026, 10:4825.06.2026, 10:48

Die Geburtenrate in der Schweiz bleibt auf einem tiefen Niveau, und eine Erholung ist nicht in Sicht. Das stellt die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt und auch die Altersvorsorge vor Herausforderungen, wie die Swiss Life in einer Studie festhält.

Im Jahr 2025 erreichte die Geburtenrate in der Schweiz gemessen an der «zusammengefassten Geburtenziffer» (ZGZ) einen Wert von 1,28 Kindern pro Frau, wie in dem am Donnerstag publizierten Report beschrieben wird. Das sei historischer Tiefstand, so die Swiss Life. Im 2020 lag sie noch über 1,5.

Ab dem kommenden Jahr k
In der Schweiz gibt es immer weniger Geburten. (Symbolbild)Bild: sda

Ein Anstieg der Geburtenrate ist laut Swiss Life nicht zu erwarten. Vielmehr sei davon auszugehen, dass es in der Schweiz ab 2031 mehr Todesfälle geben werde als Geburten. Und bis 2075 dürften auf jede Person im Rentenalter nur noch zwei im Erwerbsalter kommen. Heute sind dies drei.

Folgen für die Wirtschaft

Das hat Folgen für die Wirtschaft. «Sinkende Geburtenraten in diesem Ausmass führen in absehbarer Zeit zu weniger Arbeitskräften, die in den Arbeitsmarkt eintreten», sagte Nadia Myohl, Leiterin Research Vorsorge bei Swiss Life Schweiz an einer Telefonkonferenz. Dies könne das Wirtschaftswachstum und die Innovation negativ beeinflussen.

Darüber hinaus stelle die Überalterung der Gesellschaft vor allem auch das Altersvorsorgesystem vor grosse Herausforderungen. Die tiefen Geburtenraten führten dazu, dass immer weniger Menschen in die Vorsorgegefässe AHV und Pensionskasse einzahlen und die steigende Zahl der Rentnerinnen und Rentner mehr Geld beziehen. (sda/awp)

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