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Roche-Halbjahreszahlen weiter von Corona-Spätfolgen geprägt

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Roche-Halbjahreszahlen weiter von Corona-Spätfolgen geprägt

27.07.2023, 07:23

Die Zahlen von Roche bleiben auch nach den ersten sechs Monaten von den zwei Belastungsfaktoren Nachahmerprodukte und wegfallende Corona-Umsätze geprägt. Dabei brechen vor allem in der Diagnostik-Sparte die Einnahmen zusammen. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat der Pharmakonzern bestätigt.

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Der CEO von Roche und designierte Verwaltungsratspräsident Severin Schwan an der Generalversammlung vo Roche am 14. März 2023.Bild: keystone

Konzernweit haben die nachlassenden Covid-Verkäufe im ersten Semester zu einem Umsatzrückgang um 8 Prozent auf 29.8 Milliarden Franken geführt, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Negativ wirkte sich dabei auch die Aufwertung des Schweizer Frankens aus. Zu konstanten Wechselkursen gerechnet, ging der Umsatz lediglich um 2 Prozent zurück.

Die Pharmasparte erzielte im ersten Halbjahr Umsätze von 22.7 Milliarden Franken, ein Plus 1 Prozent. Wie auch in den Vorquartalen, machten sich die weggefallenen Corona-Umsätze vor allem in der Diagnostik-Sparte bemerkbar. Hier sank der Umsatz um 29 Prozent auf 7.1 Milliarden Franken. Das Geschäft mit Corona-Tests hatte der kleineren Roche-Sparte während der Pandemie einen wahren Höhenflug beschert.

Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn nach IFRS von 7.6 Milliarden übrig, ein Minus von 17 Prozent zur Vorjahresperiode. Der operative Kerngewinn, auf den Analysten vornehmlich schauen, sank um 14 Prozent auf 10.9 Milliarden. Roche begründet den deutlichen Rückgang mit den gesunkenen Covid-19-Verkäufen.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Roche die durchschnittlichen Analystenschätzungen auf Umsatzseite verfehlt, beim Gewinn dagegen leicht übertroffen.

Für das Gesamtjahr 2023 bleibt Roche beim vorsichtigen Ausblick. So geht der Konzern zu konstanten Wechselkursen weiter von einem Rückgang der Umsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Der Kerngewinn je Titel dürfte im Gleichschritt mit dem Umsatz ebenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich abnehmen.

Unter Ausklammerung der stark rückläufigen Covid-19-Verkäufe rechnet die Roche-Führung weiterhin mit einem soliden zugrundeliegenden Verkaufswachstum in beiden Divisionen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen. (saw/sda/awp)

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