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Hausbau: Studie sieht Entspannung am Wohnungsmarkt

Baustelle des Ersatzbaus der Wohnsiedlung Hardau 1 waehrend eines Rundgangs anlaesslich der Entstehung der 10000. staedtischen Wohnung in der Stadt Zuerich, am Donnerstag, den 28. August 2025, in Zuer ...
Es kommt Schwung in den Wohnungsbau, sagt eine private Studie.Bild: keystone

Endlich wird gebaut: Studie sieht Entspannung am Wohnungsmarkt

17.09.2026, 01:44

In der Schweiz gibt es zu wenige Wohnungen. Laut einer Analyse des Immobilienberatungsunternehmens Wüest Partner könnte sich die Situation aber bald verbessern – zumindest in einigen Regionen.

«Die Talsohle im Wohnungsbau dürfte durchschritten sein», heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie. Prognostiziert wird konkret ein Nettowohnungszugang von voraussichtlich rund 45'000 Wohnungen im Jahr 2026 und von rund 50'000 im Jahr 2027.

Zum Vergleich: 2024 gab es laut den Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) unter dem Strich nur 40'000 zusätzliche Wohnungen, laut Schätzungen von Wüest Partner im 2025 sogar nur 39'000, was der tiefste Stand seit 2009 war. Der «deutliche Anstieg» der Wohnungsproduktion werde die Wohnungsknappheit bis Ende 2027 schweizweit zumindest «etwas mildern», so die Studie.

Leerstände sinken rasch

Die Grundlage für die anstehende Belebung des Wohnungsbaus wurde dabei laut Wüest Partner bereits vor mehreren Jahren gelegt: «2020 begannen die zuvor jahrelang gestiegenen Leerstände rasch zu sinken», so die Analyse. Gleichzeitig sei der Marktwert von Wohnimmobilien deutlich gestiegen. «Dieses Marktumfeld schuf Anreize für neue Wohnbauprojekte und stiess zusätzliche Entwicklungsvorhaben an.»

Doch vom Projekt zum fertigen Haus dauert es oft mehrere Jahre. Gründe seien die gestiegene Komplexität bei der Planung und Realisierung von neuen Wohnungen aufgrund zusätzlicher Bauvorgaben, die Bauteuerung oder die Zinsentwicklung. Diese Faktoren hätten einzelne Projekte zwischenzeitlich ausgebremst. Mittlerweile hätten aber viele der seit 2020 entwickelten Projekte die Planungs- und Bewilligungsphasen durchlaufen und stünden vor der Fertigstellung.

Erst 2027 breit spürbar

Die Belebung bleibe 2026 indes regional noch punktuell, so die Studie. Über dem langjährigen Durchschnitt zu liegen kommen, dürfte die Wohnungsproduktion vor allem in einzelnen Westschweizer und alpinen Kantonen.

Im Jahr 2027 gewinne der Aufschwung dann deutlich an Breite. Hier sei insbesondere im Thurgau, in Genf, im Wallis und im Kanton Neuenburg mit einem kräftigen Anstieg der Wohnungszahl zu rechnen. Aber auch weite Teile des Mittellandes dürften profitieren, so die Analyse.

Dennoch bleibe die Wohnungsproduktion in rund der Hälfte der Kantone weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Und gleichzeitig betonen die Immobilien-Experten auch, dass eine breite Entspannung noch nicht in Sicht sei und insbesondere in den Grosszentren die Lage angespannt bleiben dürfte.

Hinzu komme, dass die aktuell registrierten Baugesuche vorerst keine weitere Beschleunigung der Wohnungsproduktion für 2028 erwarten liessen. (sda/awp)

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