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WEF lädt Irans Aussenminister nach Kritik aus

Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi speaks in a joint press briefing with his Iraqi counterpart Fuad Hussein in Tehran, Iran, Sunday, Jan. 18, 2026. (AP Photo/Vahid Salemi)
Abbas Araghchi
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi bekommt am Wef nun doch keine Bühne.Bild: keystone

WEF lädt Irans Aussenminister nach Kritik aus

Nur Tage nachdem das Regime Tausende protestierende Menschen massakriert hatte, wurde der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi ans Wef nach Davos eingeladen. Jetzt krebst es zurück.
19.01.2026, 04:4419.01.2026, 14:59

Mindestens 3000 Menschen wurden bei Protesten gegen die iranische Führung in den vergangenen Tagen brutal getötet. Menschenrechtsorganisationen gehen von weit höheren Opferzahlen aus, die Schätzungen reichen hoch bis zu 20'000.

Die Verantwortlichen des Wef in Davos, das heute Montag beginnt, wollten ursprünglich ein Podiumsgespräch mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi abhalten. Doch am Montagmorgen kam die Absage. Das Wef schreibt auf X:

«Der iranische Aussenminister wird nicht nach Davos kommen. Obwohl er letzten Herbst eingeladen wurde, bedeutet der tragische Verlust von zivilen Menschenleben in Iran in den vergangenen Wochen, dass es dieses Jahr nicht richtig ist, wenn die iranische Regierung in Davos vertreten ist.»

Die US-Gruppe United Against Nuclear Iran (UANI) hatte die Wef-Verantwortlichen zuvor aufgefordert, keine Vertreter der iranischen Regierung zuzulassen, wie Fox News berichtet. Beim konservativen US-Newssender durfte Araghtschi kürzlich ebenfalls auftreten und die Gewaltexzesse seiner Regierung herunterspielen, was für Kritik sorgte.

Mark Wallace, Ex-US-Botschafter bei den Vereinten Nationen unter Präsident George W. Bush und heute CEO von UANI, kritisierte das Wef in einem Brief an CEO Borge Brende scharf, wie Fox berichtet.

«Erst diesen Monat hat das iranische Regime das verübt, was manche für das grösste Massaker seiner Geschichte halten.»
The unveiling of a Shahed-136 Drone 14.10.2025. The unveiling of a Shahed-136 Drone, Where, for the first time in the UK, an Iranian, Shahed-136 attack drone, acquired from the Ukraine by United Again ...
Mark Wallace kritisierte das Wef scharf.Bild: www.imago-images.de

Aussenminister Araghtschi sei Mitglied des iranischen Sicherheitsrates, welcher den Befehl erteilt habe, Zivilisten zu töten. Wallace:

«Die Einladung von Vertretern des iranischen Regimes wie Araghtschi, die diese Geschichte beschönigen, ist zutiefst beleidigend und völlig unangebracht für ein Forum, dessen diesjähriges Thema ‹Ein Geist des Dialogs› lautet. Anstatt eines Dialogs bot die Islamische Republik diesen mutigen Iranern Kugeln an.»

Im Iran kam es rund um den Jahreswechsel zu grossen Protesten wegen des Zusammenbruchs der Währung, die die wirtschaftliche Not vieler Menschen im Land noch erhöhte. Dazu herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung Unzufriedenheit aufgrund des äusserst repressiven Regimes.

Die iranische Regierung reagierte äusserst brutal auf die Proteste, sperrte zunächst das Internet und begann danach, auf die Menschen schiessen zu lassen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mehrfach mit einer Intervention, sollten die Tötungen fortgesetzt werden. Er sah dann aber doch davon ab, soll sich aber nach wie vor für die Absetzung der iranischen Regierung aussprechen. Befürchtungen, dass es zu einer militärischen Eskalation kommen könnte, bestehen weiterhin.

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Das ist die Gästeliste des WEF 2026
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Das ist die Gästeliste des WEF 2026

US-Präsident Donald Trump kommt 2026 nach Davos. Er war schon 2018 und 2020, also in seiner ersten Amtszeit, am WEF zu Gast. Hier wird er 2018 von den Bundesräten Cassis (ganz rechts), Schneider-Amman (2. von rechts) und Berset begrüsst.

quelle: keystone / peter klaunzer
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Wenn das WEF ein Festival wäre
Video: watson
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