Tschechischer Rüstungskonzern CSG feiert Börsendebüt
Der Boom im Rüstungssektor geht weiter: Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) hat am (heutigen) Freitag ein erfolgreiches Börsendebüt in Amsterdam gefeiert.
Im frühen Handel kletterten die Aktien des Herstellers von Militärfahrzeugen und Munition auf bis zu 33 Euro. Am Nachmittag kostete der Titel noch 32.38 Euro. Der Verkaufspreis im Zuge des Börsengangs hatte bei 25 Euro je Aktie gelegen.
CSG wurde damit an der Börse mit bis zu 33 Milliarden Euro bewertet, etwa doppelt so hoch wie die deutschen Rüstungsunternehmen Renk und Hensoldt zusammen. Rheinmetall kommt aktuell auf ein Gewicht von fast 83 Milliarden Euro.
Aus Sicht des Analysten Maximilian Wienke vom Broker eToro steht der Börsengang exemplarisch für den Boom im europäischen Rüstungsmarkt. Das Wachstum der Branche sei stark geopolitisch getrieben, vor allem durch den Ukraine-Krieg und die globale Aufrüstung. Strukturell steigende Verteidigungsausgaben in Europa sprächen langfristig für den Sektor. (sda/awp/dpa)
