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Knapp die Hälfte der KI-Nutzenden urteilt negativ über deren Qualität

epa12494836 (ILLUSTRATION) - A mobile phone display showing the icons of artificial intelligence (AI) apps Deepseek, Chatgpt and Gemini in Berlin, Germany, 31 October 2025. EPA/HANNIBAL HANSCHKE
Obwohl künstliche Intelligenz (KI) heute täglich genutzt wird, ist die Haltung von vielen Nutzerinnen und Nutzern gegenüber KI widersprüchlich.Bild: keystone

Knapp die Hälfte der KI-Nutzenden urteilt negativ über deren Qualität

08.09.2026, 11:0108.09.2026, 11:01

Masse statt Klasse: Knapp die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer von künstlicher Intelligenz beurteilt deren Qualität laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent negativ. KI-Inhalte werden als unnatürlich und unstimmig empfunden.

Künstliche Intelligenz (KI) sei längst im Alltag der Schweizerinnen und Schweizer angekommen, teilte Marketagent am Dienstag mit. 89 Prozent der 1000 Befragten gaben an, KI aktiv zu nutzen, 63 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche.

Besonders die junge Generation treibe diese Entwicklung voran: Mehr als drei Viertel der nach 1995 Geborenen greifen demnach regelmässig auf KI-Anwendungen zurück.

Trotz dieser breiten Nutzung bleibt die Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz widersprüchlich: Zwar stehen laut Marketagent 41 Prozent der Bevölkerung KI grundsätzlich positiv gegenüber, jede fünfte Person äusserte jedoch eine klare Ablehnung.

Nur ein Drittel gibt an KI-generierte Inhalte zu erkennen

43 Prozent der Befragten bewerteten die zunehmende Masse an KI-generierten Bildern und Texten als negativ, und ebenso viele konsumierten entsprechende Inhalte eher ungern. Auch die wahrgenommene Qualität bleibt demnach hinter den Erwartungen zurück – und wird durchschnittlich nur als mittelmässig eingestuft.

Als zentrales Problem kristallisiert sich auch die mangelnde Gewissheit heraus: Nur rund ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich sicher darin, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Selbst unter jungen Menschen, die sich besonders intensiv mit digitalen Technologien beschäftigen, bleibt diese Sicherheit mit 49 Prozent begrenzt.

Um KI-Inhalte zu identifizieren, achten Nutzerinnen und Nutzer vor allem auf unnatürlich wirkende Elemente, eine ausdrückliche Kennzeichnung oder inhaltliche Unstimmigkeiten. 30 Prozent werden misstrauisch, wenn der Inhalt zu glatt oder perfekt ist.

Zunehmende Desinformation befürchtet

Neben sinkender Qualität von Online-Inhalten befürchten 41 Prozent der Menschen in der Schweiz vor allem gezielte Manipulation – und 40 Prozent eine Verbreitung von Desinformation durch den «KI-Müll». Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass diese Entwicklung in Zukunft weiter zunehmen wird.

Marketagent hat die Umfrage zwischen dem 29. Juli und dem 7. August dieses Jahres durchgeführt – und zwar bei 1000 Personen zwischen 17 und 75 Jahren. (pem/sda)

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