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Studie zeigt: Rechte Politiker sind attraktiver als Linke

epa13123752 French President Emmanuel Macron (L) and French first lady Brigitte Macron arrive at the Elysee Palace in Paris, France, 20 July 2026, to welcome Gabonese President Brice Oligui Nguema and ...
Attraktive Menschen scheinen den Liberalismus zu bevorzugen.Bild: keystone

Studie zeigt: Rechte Politikerinnen und Politiker sind attraktiver als linke

In der Politik geht es um Inhalte, nicht ums Aussehen – denkste. Eine neue Studie zeigt, dass attraktive Politikerinnen und Politiker gegenüber anderen bevorzugt werden und eher zu einer politischen Gesinnung tendieren.
10.08.2026, 18:2810.08.2026, 18:28

Tausende Bilder von Volksvertreterinnen und Volksvertretern zeigte das Forscherteam den Probanden. Diese spielten «Hot or Not», um zu bestimmen, welche die Attraktiven sind. Dabei wurden ihnen nur Personen aus anderen Ländern gezeigt, damit die Bewertung möglichst oberflächlich stattfindet. Wie die Frankfurter Allgemeine (FAZ) berichtet, wurden im Anschluss die Wahlergebnisse der Schönen untersucht.

Attraktive erhalten mehr Stimmen

Bereits an den Parteitagen zeigt sich, dass Kandidatinnen und Kandidaten, die als attraktiv gelten, mehr Stimmen erhalten und weniger Gegenkandidaten haben. Ausserdem bräuchten sie weniger Wahlgänge und würden in leichter zu gewinnenden Wahlkreisen eingesetzt. Dieser Trend zieht sich auch im Parlament weiter. Gemäss den Studienautoren erhalten die «Schönen» sichtbarere Führungspositionen.

Wählerinnen und Wähler denken von den optisch Schönen eher, dass sie intelligent, kreativ, ehrlich, authentisch, vertrauenswürdig und kompetent sind. Sie verzeihen attraktiven Politikerinnen und Politikern schneller einen Fehltritt. Selbst in den Medien werden sie häufiger abgebildet als ihre weniger attraktiven Kolleginnen und Kollegen.

Die Bevorzugung beginne schon im frühkindlichen Alter, schreibt die «Frankfurter Allgemeine». Niedliche Babys würden von ihren Eltern besser umsorgt als die Nachkommen anderer Eltern. Im Kindergarten haben sie mehr Freunde. In der Schule erhalten sie die besseren Noten. Im Berufsleben verdienen gutaussehende Menschen mehr Geld, werden öfters befördert und gelobt.

German Chancellor Friedrich Merz attends the appointment and dismissal of members of the Federal Government in Berlin, Wednesday, July 29, 2026. (AP Photo/Markus Schreiber)
Friedrich Merz
Der deutsche CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz.Bild: keystone

Es überrascht daher nicht, dass attraktive Menschen glauben, in einer fairen Welt zu leben. Sie glauben, in einer Realität zu leben, in der Leistung belohnt wird, da SIE ja belohnt wurden. Eine soziale Umverteilung ist für sie deshalb nichts Erstrebenswertes. Und so schliessen sie sich auch den entsprechenden Parteien an.

Konservative sind attraktiver als Linke

Im Europäischen Parlament sind die Konservativen durchschnittlich 25 Prozent attraktiver als Sozialdemokraten. In Australien sind sie 32 Prozent attraktiver, in Finnland 41 Prozent und in den USA 14 Prozent.

Die Länderunterschiede lassen sich mit der jeweiligen Parteienlandschaft erklären. Die «Schönen» fürchten sich nicht vor Konkurrenz, da sie sich stets behaupten konnten. Das macht sie zu Liberalen. In den USA ist der Liberalismus jedoch anders aufgeteilt als in Westeuropa. Auch grosse Teile der Demokraten glauben an den freien Markt, weshalb sie weniger unattraktiv als die Republikaner sind.

In Deutschland hingegen seien die Unterschiede zwischen den Parteien gross, wie eine Untersuchung der Universität Düsseldorf, in deren Daten die Zeitung Einblick hatte, zeigt. Unter Führung des Soziologen Ulrich Rosar liess man Direktkandidaten der Bundestagswahl 2025 bewerten. Die als attraktivste bewertete Partei: die marktliberale FDP. «Je unattraktiver die Personen sind, desto eher erleben sie Nachteile im freien Wettbewerb und fordern eine Begrenzung der Konkurrenz», erklärt Rosar der FAZ. Auf die FDP folgten Union, Grüne und SPD. Als am unattraktivsten wurden Vertreterinnen und Vertreter von BSW, AfD und Linkspartei bewertet.

23.02.2025, Berlin: Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP, nimmt an der «Berliner Runde» von ARD und ZDF teil. Am Sonntag fand die vorgezogene Wahl zum 21. Deutschen Bundes ...
Christian Lindner, ehemaliger Parteivorsitzender der FDP in Deutschland.Bild: Keystone

Nicht bei jeder Partei spielt die Attraktivität der Kandidatinnen und Kandidaten eine gleich wichtige Rolle. Während die Wählerinnen und Wähler der Union und der SPD stark aufs Aussehen schauen, tun dies jene der Grünen, der FDP und der Linken weniger. Bei der AfD gebe es diesen Effekt schlichtweg nicht. AfD-Wählende würden nicht Personen wählen, sondern das, was sie wollen, wie zum Beispiel weniger Ausländer, meint Rosar.

Zur Attraktivität von Politikerinnen und Politikern in der Schweiz wurden keine Daten erhoben. (nil)

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118 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Garp
10.08.2026 18:42registriert August 2018
In der Schweiz ist das nicht so, wenn ich an Blocher, Rösti und Aeschi denke.
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The Barbarian
10.08.2026 18:43registriert Oktober 2025
Nichts macht eine Person unattraktiver als Bosheit, mangelnde Emphatie und mangelnde Intelligenz.
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lvsc.
10.08.2026 18:59registriert Februar 2015
"Liberal" und "rechts" und "konservativ" als substituierbare Wörter zu verwenden ist mehr als mutig
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