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Ozonloch über der Antarktis so klein wie selten seit 1990

ARCHIV - 04.06.2025, Niedersachsen, Hannover: Ein Mann steht beim bundesweiten Hitzeaktionstag im Georgengarten in der Mittagssonne. (zu dpa: ォRKI: Inzwischen rund 15.800 Menschen durch Hitze gestorbe ...
Die Ozonschicht schützt Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne.Bild: DPA

Ozonloch über der Antarktis so klein wie selten seit 1990

16.09.2026, 07:2716.09.2026, 07:27

Das Ozonloch über der Antarktis ist 2025 so klein gewesen wie selten seit Anfang der 90er Jahre. «Das ist eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz», sagte die Chefin der Weltwetterorganisation (WMO), Celeste Saulo.

Es sei das zweite Jahr in Folge, dass sowohl die horizontale Ausdehnung als auch die vertikale Tiefe deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 lagen, berichtet die WMO.

«Seit dem Jahr 2000 erholt sich die Ozonschicht, und wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird», sagte WMO-Chefin Saulo zum Welt-Ozon-Tag am 16. September.

FCKW-Verbot als Erfolg

Die WMO führt den Erfolg auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Auf dieser Basis wurden schädliche Stoffe wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) schrittweise verboten. Diese hatten das 1985 erstmals beschriebene Loch über der Antarktis verursacht. Die Substanzen wurden unter anderem in Kühlanlagen und Löschschäumen eingesetzt.

Die Ozonschicht ist wichtig, weil sie Menschen und die Erde vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Diese können zum Beispiel Hautkrebs verursachen.

UV-Strahlung in Europa gestiegen

Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, der deutschen Nachrichtenagentur DPA. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken. Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es dort vorübergehend eine Art Verdünnungseffekt.

In Teilen Europas habe die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heisst es in dem jährlichen WMO-Ozonbulletin. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Sonnenscheindauer damit steige. «Angesichts dieser Entwicklung sind gezielte und wirksame Massnahmen zum UV-Schutz von grösster Bedeutung», heisst es weiter. (sda/dpa)

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