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Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas

October 15, 2022, Paris, Ile de France, FRANCE: Indigenous tribal leaders from the Brazilian Amazon rain forest gather in Paris to denounce the constant destruction of the world s largest forest. The  ...
Indigende aus dem Amazonas-Gebiet in Brasilien demonstrieren am 22. Oktober 2022 gegen die Zerstörung ihfes Lebensraums.Bild: www.imago-images.de

Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas

16.09.2026, 04:30

In der brasilianischen Amazonasregion sind die Gebiete indigener Gemeinschaften laut einer Studie überproportional stark vom illegalen Goldabbau betroffen. Gleichzeitig seien gerade diese Bevölkerungsgruppen zunehmend extremen Wetterereignissen ausgesetzt, heisst es in dem Bericht des Forschungsinstituts für Umweltfragen im Amazonasgebiet (IPAM).

«Wenn Goldschürfen und klimatische Extreme dieselben Gebiete betreffen, verstärken sich ihre Auswirkungen gegenseitig», erklärt Ray Pinheiro, einer der Autoren des Berichts. Dürre beeinträchtige den Zugang zu Wasser, die Mobilität und die Nahrungsmittelproduktion. Wenn dasselbe Wassersystem zusätzlich durch Goldabbau unter Druck gesetzt werde, verschärften sich die Folgen.

FILE - A resident of a riverside community carries food and containers of drinking water after being distributed due to the ongoing drought in Careiro da Varzea, Amazonas state, Brazil, Oct. 24, 2023. ...
Der oft illegale Goldabbau hat für die lokale indigene Bevölkerung drastische Konsequenzen: zum Beispiel Dürren.Bild: keystone

Im Jahr 2024 waren die von Goldsuchern besetzten Flächen im Amazonasgebiet dem Bericht zufolge 20-mal so gross wie 1985. In indigenen Gebieten ist die Entwicklung noch extremer: Dort vergrösserte sich die betroffene Fläche um das 24-Fache.

Goldabbau verursacht Umweltorganisationen zufolge erhebliche Schäden, auch weil zur Trennung von Gold und Erz oft Quecksilber eingesetzt wird. Dadurch wird das Wasser verschmutzt, mit gravierenden Folgen für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Dabei müsse Goldabbau nicht unbedingt auf dem Gebiet eines indigenen Volkes stattfinden, um dessen Bewohner zu bedrohen, heisst es in dem Bericht. Die Verschmutzung breite sich über die Wassereinzugsgebiete aus und verstärke die Auswirkungen von Dürren, Bränden und Überschwemmungen. In dem Bericht wird empfohlen, indigene Gebiete stärker zu schützen und Anpassungspläne auch umzusetzen. (sda/dpa)

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