Wissen
Raumfahrt

China schiesst abhörsichere Kommunikations-Satelliten ins All

China schiesst abhörsichere Kommunikations-Satelliten ins All

16.08.2016, 13:5016.08.2016, 14:42
World's first quantum satellite is launched in Jiuquan, Gansu Province, China, August 16, 2016. China Daily/via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ...
Raketenstart in Jiuquan in China am 16. August.Bild: CHINA DAILY/REUTERS

China hat den weltweit ersten Quantensatelliten ins All geschickt, der künftig abhörsichere Kommunikation und Datenübertragung ermöglichen soll. Der Satellit namens «Micius» wurde am Dienstag vom Weltraumflughafen Jiuquan im Nordwesten des Landes in die Erdumlaufbahn befördert, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Wissen
Der Start im Video.YouTube/CCTV America

Während seiner zweijährigen Mission soll der Satellit Verfahren der Quantenkommunikation testen. Genutzt wird die als «spukhafte Fernwirkung» bekannte Verbindung zwischen zwei Teilchen, die unabhängig von ihrer Entfernung einen identischen Zustand annehmen und Informationen über – theoretisch – beliebige Distanzen übertragen können.

Quantenverschränkung erklärt.YouTube/The emulord

Der an dem Projekt beteiligte Wiener Quantenphysiker Anton Zeilinger hatte das Phänomen bereits über eine Entfernung von 144 Kilometern nachweisen können. Längere Distanzen erwiesen sich wegen der atmosphärischen Störungen auf der Erdoberfläche als nicht durchführbar. Ausweg ist nun der Schritt in den Weltraum.

Das sämtlichen gängigen Entschlüsselungsmethoden widerstehende Quantensystem könne später unter anderem für das Militär oder die Finanzwelt von Nutzen sein, hiess es von Xinhua.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schweizer Kultob­jekt auf zwei Rädern
Kaum ein militärischer Gegenstand hat so lange gedient wie das Ordonnanzrad 05. Es widerspiegelt durch seine Geschichte fast ein Jahrhundert Armee- und Alltagsgeschichte. Durch seine militärische und zivile Nutzung und sprichwörtliche Unzerstörbarkeit verkörpert es ein Stück Schweizer Identität.
Als die Radfahrertruppen 2003 nach 112 Jahren aufgelöst werden, verliert die Schweizer Armee ein Identifikationsobjekt sondergleichen. Fahrräder sind zwar weiterhin in militärischem Gebrauch, das neuste Modell wird seit 2012 produziert, aber nicht mehr zu Kampfzwecken. Mit dem Armeerad ist immer noch vorwiegend das erste 1905 eingeführte Militärfahrrad, das Ordonnanzrad 05, gemeint. Es wird bis 1988 produziert und erst 1993 mit einem Folgemodell ersetzt. Wie kommt es nun, dass eine kleine Truppe und ihr Fortbewegungsmittel so sehr zu einem Schweizer Markenzeichen wird?
Zur Story