Warum das Fleisch in diesem Produkt aus Paraguay stammen darf – die Bratwurst aber nicht
Bündnerfleisch sorgte schon für manch Schlagzeile in der Schweiz. Unvergessen bleibt beispielsweise der Lachanfall des ehemaligen Bundesrates Hans-Rudolf Merz, nachdem er einen etwas trockenen Text über den Import von Bündnerfleisch vorlas. Nun gibt's wieder Aufruhr um das Produkt. Dass Bündnerfleisch aus dem Ausland trotzdem mit Bündner Bergen als Herkunft wirbt, sorgt vielerorts für Unverständnis.
Nun sorgt das Bündnerfleisch von Grischuna wegen einer ganz anderen Geschichte in die Medien: Dieses kommt trotz Versprechen auf der Verpackung nicht aus den Bündner Bergen, sondern aus Südamerika. Viele Konsumentinnen und Konsumenten empfinden das als irreführend. Doch wie sind eigentlich die Bestimmungen der verschiedenen Lebensmittel, die mit einer bestimmten geografischen Bezeichnung werben?
Die Regeln dazu, woher es kommen darf und wie es hergestellt wird, sind ziemlich klar: Bündnerfleisch steht im Register der Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben (GUB/GGA). Geschützt werden dort somit «geografische oder traditionelle Bezeichnungen landwirtschaftlicher Erzeugnisse», wie es auf der Website des zuständigen Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) heisst. Der Schutz der Bezeichnungen ist national und international gültig.
Herkunft ist zweitrangig
Im Pflichtenheft steht zu Bündnerfleisch: «Bündnerfleisch ist eine Rohpökelware, hergestellt aus Stotzenfleisch von Tieren der Rindergattung. Das Produkt ist rechteckig, von fester Textur und roter Farbe im Innern.»
Beschrieben wird also das Aussehen. Zur Abstammung steht dort nichts, wonach das Fleisch also auch aus dem Ausland stammen kann. Nur das Salzen und Trocknen des Fleisches muss «auf dem Gebiet des Kantons Graubünden erfolgen».
Die Geschützte Ursprungsbezeichnung (GUB) kennzeichnet Erzeugnisse, die sehr eng mit der Gegend, aus welcher sie stammen, verbunden sind. Das Erzeugnis verdankt seine Qualität oder Eigenschaften hauptsächlich den geografischen Gegebenheiten seines Herkunftsortes. Alle Produktionsschritte erfolgen im gleichen Gebiet. Diese Produkte erhalten ihre besonderen Eigenschaften durch die dortigen Einflüsse, etwa wegen des Klimas, und menschlichen Einflüsse wie dem speziellen Fachwissen in der Region.
Momentan sind 42 Produkte so registriert.
St.Galler Bratwurst besser geschützt
Anders als beim Bündnerfleisch sieht es bei der St.Galler Bratwurst aus. Hier müssen sämtliche Produktionsschritte in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein stattfinden. Im Pflichtenheft steht dazu: «Die St. Galler (Kalbs)bratwurst wird in den Kantonen SG, AI, AR und TG hergestellt. Die Geburt, Mast und Schlachtung der Kälber und Schweine finden ausschliesslich in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein statt.»
Auch die Kuhmilch und das daraus gewonnene Milchpulver sowie das Milchprotein müssen aus der Schweiz stammen. Beschrieben wird die St. Galler (Kalbs)bratwurst als «eine weisse Brühwurst aus Schweine- und Kalbfleisch, die üblicherweise heiss verzehrt wird».
Wie genau die Regeln für alle 42 auf diese Weise geschützten Schweizer Produkte aussehen, erfährst du in dieser vollständigen Liste:
Fleischprodukte
- Appenzeller Mostbröckli (GGA): «Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sowie der Kanton St. Gallen. Die fleischbezogenen Rohmaterialen müssen zu 100% aus der Schweiz stammen. Herstellung und Veredelung des Appenzeller Mostbröckli erfolgen im geografischen Gebiet. Die Konfektionierung kann auch ausserhalb des geographischen Gebietes erfolgen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Appenzeller Pantli (GGA): «Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sowie der Kanton St. Gallen. Geburt, Mast und Schlachtung der Schweine und Rinder erfolgen ausschliesslich in der Schweiz. Herstellung und Veredelung des Appenzeller Pantli erfolgen im geografischen Gebiet. Die Konfektionierung kann auch ausserhalb des geographischen Gebietes erfolgen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Appenzeller Siedwurst (GGA): «Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sowie der Kanton St. Gallen. Geburt, Mast und Schlachtung der Schweine und Rinder erfolgen ausschliesslich in der Schweiz. Herstellung und Veredelung des Appenzeller Siedwurst erfolgen im geografischen Gebiet. Die Konfektionierung kann auch ausserhalb des geographischen Gebietes erfolgen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Berner Zungenwurst (GGA): «Die Berner Zungenwurst wird im Kanton Bern hergestellt. Geburt, Mästung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine und Rinder erfolgt in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Boutefas (GUB): «Das geografische Herstellungsgebiet des Boutefas (Produktion, Räuchern, Sieden und Zerteilen) umfasst die Kantone Waadt und Freiburg, mit Ausnahme des Sensebezirks, sowie die bernische Exklave Münchenwiler. Die Rohstoffproduktion, das heisst:
a) die Geburt, die Aufzucht und die Mast der Schweine;
b) die Schlachtung und die erste Zerlegung;
c) die Getreide-, Eiweisspflanzen- und Molkeproduktion; und
d) die Futterproduktion findet in den Kantonen Waadt und Freiburg sowie in der bernischen Exklave Münchenwiler statt.» (Eintrag im Pflichtenheft) - Bündnerfleisch (GGA): «Kanton Graubünden. Folgende Fabrikationsschritte müssen auf dem Gebiet des Kantons Graubünden erfolgen: Die Qualitätskontrolle und das Salzen, die Vorbereitung der Fleischstücke zur Trocknung sowie deren Trocknung und Pressung. Erfolgt die Trocknung nördlich des Alpenkamms, muss sie in einer Höhe von mehr als 800 m über Meer erfolgen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Glarner Kalberwurst (GGA): «Die Glarner Kalberwurst wird im Kanton Glarus hergestellt.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Jambon de la Borne (GUB): «Das geografische Herstellungsgebiet des Jambon de la Borne (Einsalzen und Räuchern) umfasst den Kanton Freiburg, die bernische Exklave Münchenwiler und die folgenden Bezirke des Kantons Waadt: Broye-Vully, Lavaux-Oron und Riviera-Pays-d'Enhaut. Die Rohstoffproduktion, das heisst:
a) die Geburt, die Aufzucht und die Mast der Schweine;
b) die Schlachtung und die erste Zerlegung;
c) die Getreide-, Eiweisspflanzen- und Molkeproduktion; und
d) die Futterproduktionfindet in den Kantonen Waadt und Freiburg sowie in der bernischen Exklave Münchenwiler statt.» (Eintrag im Pflichtenheft) - Longeole (GGA): «Das geografische Gebiet der Verarbeitung und Veredelung der Longeole ist der Kanton Genf.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Saucisse d'Ajoie (GGA): «Das geographische Gebiet der Saucisse d'Ajoie ist der Bezirk Pruntrut. Geburt, Mästung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine und Rinder erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Saucisse aux choux vaudoise (GGA): «Das geografische Gebiet der Saucisse aux choux vaudoise ist der Kanton Waadt. Geburt, Mästung und Schlachtung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Saucisson vaudois (GGA): «Das geografische Gebiet der Saucisson vaudois bzw. Saucisson vaudois sec ist der Kanton Waadt. Geburt, Mästung und Schlachtung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Saucisson neuchâtelois / Saucisse neuchâteloise (GGA): «Das geografische Gebiet der Verarbeitung und Veredelung der Saucisson neuchâtelois und der Saucisse neuchâteloise ist der Kanton Neuenburg. Geburt, Mästung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- St. Galler Bratwurst / St. Galler Kalbsbratwurst (GGA): «Die St. Galler (Kalbs)bratwurst wird in den Kantonen SG, AI, AR und TG hergestellt. Die Geburt, Mast und Schlachtung der Kälber und Schweine finden ausschliesslich in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein statt.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Walliser Rohschinken (GGA): «Das geografische Herstellungsgebiet von Walliser Rohschinken ist der Kanton Wallis. Geburt, Mäs-tung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Walliser Trockenfleisch (GGA): «Das geografische Gebiet der Herstellung von Walliser Trockenfleisch ist der Kanton Wallis. Geburt,Mästung, Schlachtung und Zerlegung der Rinder erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Walliser Trockenspeck (GGA): «Das geografische Herstellungsgebiet von Walliser Trockenspeck ist der Kanton Wallis. Geburt, Mäs-tung, Schlachtung und Zerlegung der Schweine erfolgen ausschliesslich in der Schweiz.» (Eintrag im Pflichtenheft)
Milchprodukte
- Berner Alpkäse / Berner Hobelkäse (GUB): «Die Produktions- und Verarbeitungszone umfasst die Sömmerungsbetriebe in der Sömmerungszoneder Amtsbezirke: Oberhasli, Interlaken, Thun, Frutigen, Saanen, Obersimmental und Niedersimmen-tal, sowie die nachfolgend genannten Sömmerungsbetriebe ausserhalb des Berner Oberlandes, dietraditionellerweise Berner Alpkäse herstellen, deren Heimbetrieb (Ganzjahresbetrieb) und das Schwergewicht der Betriebstätigkeit im Kanton Bern liegen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Emmentaler (GUB): «Das Gebiet für Emmentaler umfasst die Kantone Aargau, Bern ohne den ehemaligen Amtsbezirk Moutier, Luzern, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich sowie den See- und Sensebezirk des Kantons Freiburg. Massgebend ist der Standort der Produktionsstätte (Milchproduktion, Käseproduktion) und der Käsereifung.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Formaggio d'alpe ticinese (GUB): «Das Produktions- und Verarbeitungsgebiet umfasst die Sömmerungsbetriebe (gemäss der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung) des Kantons Tessin. Die Reifung erfolgt im Kanton Tessin.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Glarner Alpkäse (GUB): «Die Produktions- und Verarbeitungszone umfasst die Sömmerungsbetriebe im Sömmerungsgebiet der drei Gemeinden Glarus Süd, Glarus Mitte und Glarus Nord, welche zusammen den Kanton Glarusnbilden. Die Reifungszone erstreckt sich über den ganzen Kanton Glarus.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Gruyère (GUB): «Das geografische Gebiet des Gruyère umfasst die Kantone Freiburg, Waadt, Neuenburg und Jura sowie die Gemeinden des Verwaltungskreises Jura Bernois und die bernischen Gemeinden Ferenbalm, Guggisberg, Mühleberg, Münchenwiler, Rüschegg und Schwarzenburg unter Ausschluss des geografischen Gebiets der ehemaligen Gemeinde Albligen. Das geografische Gebiet des Gruyère umfasst die nachfolgend aufgeführten Käsereien, deren Milcheinzugsgebiet.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- L'Etivaz (GUB): «Die Produktions- und Verarbeitungszone umfasst die Sömmerungsbetriebe, deren Produktionsstäten sich auf einer Höhe zwischen 1000 und 2000 m in den folgenden Gemeinden befinden: Château-d’Oex, Rougemont, Rossinière, Ollon, Villeneuve, Ormont-Dessus, Ormont-Dessous, Corbeyrier, Leysin und Bex. Reifungszone ist der frühere Bezirk Pays-d’Enhaut.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Sbrinz (GUB): «Das geografische Gebiet umfasst: die Kantone Luzern, Schwyz, Ob- und Nidwalden und Zug in den Bezirken See-Gaster und Toggenburg des Kantons St. Gallen die Milcheinzugsgebiete für die Käsereien Walde (8727 Walde) und Schönenberg (9630 Wattwil) den Bezirk Muri des Kantons Aargau als Milcheinzugsgebiet für die Käserei Matten-Hünenberg (Kanton Zug). Wenn ‹Hobelkäse› oder ‹gehobelt› in Verbindung mit Sbrinz benutzt wird, muss Sbrinz die Anforderungen für Bergkäse gemäss Berg- und Alpverordnung erfüllen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Tête de Moine, Fromage de Bellelay (GUB): «Das geografische Gebiet umfasst das Berggebiet und das darin eingeschlossene Sömmerungsgebiet der Bezirke Freiberge, Pruntrut, Moutier, der Gemeinde Saulcy sowie des Verwaltungskreises Berner Jura mit Ausnahme der Gemeinden Nods, Diesse, Lamboing, Prêles und la Neuveville.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Vacherin fribourgeois (GUB): «Das geografische Gebiet des Vacherin fribourgeois sind der Kanton Freiburg sowie die Berner Gemeinde Münchenwiler. Die Milchproduktion, die Verarbeitung und Reifung erfolgen ausschliesslich imKanton Freiburg sowie in der oben genannten Gemeinde.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Vacherin Mont-d'Or (GUB): «Das geografische Gebiet des Vacherin Mont-d'Or umfasst:
a. den Bezirk Jura-Nord vaudois mit Ausnahme der folgenden Gemeinden: Belmont-sur-Yverdon, Bioley-Magnoux, Chamblon, Champvent, Chavannes-le-Chêne, Chêne-Pâquier, Cheseaux-Noréaz, Cronay, Cuarny, Démoret, Donneloye, Ependes, Essert-Pittet, Mathod, Molondin, Montagny-près-Yverdon, Orzens, Pomy, Rovray, Suchy, Suscévaz, Treycovagnes, Ursins, Valeyres-sous-Montagny, Valeyres-sous-Ursins, Villars-Epeney, Yverdon-les-Bains, Yvonand;
b. den Bezirk Morges mit Ausnahme der folgenden Gemeinden: Denges, Echandes, Préverenges;
c. die folgenden Gemeinden des Bezirks Gros de Vaud: Bettens, Bournens, Boussens, Daillens,Lussery-Villars, Mex, Penthalaz, Penthaz, Sullens, Vufflens-la-Ville;
d. die folgenden Gemeinden des Bezirks Nyon: Essertnes-sur-Rolle, Longirod, Marchissy, St-George;
e. die Alpen der Gemeinden Bassins, Le Vaud, Arzier und St-Cergue sowie
f. die französisch-schweizerischen Alpen Le Châlet brûlé, La Gaique, La vieille Landeau, Le Pré-Loin, La Petite-Landeau, Landeau neuve, Les Mauves, Les Lezinettes, La Brûlée und Le Patzard.» (Eintrag im Pflichtenheft) - Walliser Raclette (GUB): «Das geografische Gebiet des Walliser Raclette entspricht dem Kanton Wallis. Die Milchproduktion, die Verarbeitung und die Reifung des Produkts erfolgt, mit Ausnahme der Alp Spittelmatten auf dem Gebiet der Gemeinde Kandersteg (BE), ausschliesslich im Kanton Wallis. Nur jene Käse, welche das vorliegende Pflichtenheft erfüllen, dürfen einen Namen, der das Produktions- und Verarbeitungsgebiet gemäss Artikel 1 Absatz 3 anzeigt, auf der Järbseite eingeprägt oder als Relief tragen.» (Eintrag im Pflichtenheft)
- Werdenberger Sauerkäse, Liechtensteiner Sauerkäse und Bloderkäse (GUB): «Das geografische Gebiet des Sauerkäse/Bloderkäse umfasst zwölf Gemeinden des Kantons St. Gallen (Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Wildhaus, Alt St. Johann, Stein, Nesslau-Krummenau, Ebnat-Kappel und Amden) und alle Gemeinden des Fürstentums Liechtenstein.» (Eintrag im Pflichtenheft)
Sonstige Erzeugnisse
- Abricotine / Eau-de-vie d'abricot du Valais (GUB): «Die Produktion der Früchte, die Lagerung, Gärung, Destillation und das Abfüllen von Abricotine erfolgen ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Kantons Wallis.» (Eintrag im Pflichtenheft über die Sprituose)
- Café de Colombia (GGA): «Der Café de Colombia wird in der Zona Cafetera Colombiana angebaut, die sich über folgende De-partemente der Republik Kolumbien erstreckt: Antioquia, Arauca, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casana-re, Cauca, Cesar, Chocó, Córdoba, Cundinamarca, La Guajira, Huila, Magdalena, Meta, Nariño, Nortede Santander, Putumayo, Quindío, Risaralda, Santander, Tolima und Valle. Das Anbaugebiet liegtzwischen 1° bis 11°15' nördlicher Breite und 72° bis 78° östlicher Länge auf einer Höhe von 400 bis 2500 m ü. M.2. Die Ernte und die Nassaufbereitung finden im geografischen Gebiet statt. Das Schälen und Sortieren der Kaffeebohnen erfolgt in der Republik Kolumbien, aber nicht zwingendim geografischen Gebiet.» (Eintrag im Pflichtenheft über den Kaffee)
- Cardon épineux genevois (GUB): «Produktion, Lagerung, Bleichen und Aufbereitung von Cardon épineux genevois erfolgen aus-schliesslich innerhalb der Grenzen des Kantons Genf.2 Die in den Freizonen gelegenen Bezirke sind vom geografischen Gebiet ausgenommen.» (Eintrag im Pflichtenheft über das Gemüse)
- Cuchaule, Freiburger Safranbrot (GUB): «Das geografische Gebiet der Cuchaule ist der Kanton Freiburg. Die Produktion des Weizens, des Mehls, der Milch, der Butter und der Eier sowie die Herstellung der Cuchaule erfolgen im geografischen Gebiet. Das Mahlen des Weizens ist ebenfalls zulässig in Granges-près-Marnand, Gemeinde Valbroye, Kanton Waadt, sofern die Mühle die Rückverfolgbarkeit des Weizens, der im Kanton Freiburg produziert wurde, gewährleistet.» (Eintrag im Pflichtenheft über das Bäckereiprodukt)
- Damassine (GUB): «Jeder Branntwein aus der Pflaume Damasson rouge, der eine jurassische Bezeichnung trägt (Orts-,Gemeinde- oder Bezirksname oder andere Bezeichnung), muss den Bestimmungen des vorliegenden Pflichtenhefts entsprechen. Die Produktion der Damasson rouge sowie die Lagerung, Gärung, Destillation und Abfüllung von Damassine erfolgen ausschliesslich innerhalb der Grenzen der Republik und des Kantons Jura.» (Eintrag im Pflichtenheft über den Branntwein aus Pflaumen)
- Eau-de-vie de poire du Valais (GUB): «Jeglicher Branntwein aus Williamsbirnen mit einer Walliser Bezeichnung (Orts-, Gemeinde- oder Bezirksname oder andere Bezeichnung) muss den Bestimmungen des vorliegenden Pflichtenheftsentsprechen. Die Produktion der Früchte, die Lagerung, Gärung, Destillation und das Abfüllen von Eau-de-vie depoire du Valais erfolgen ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Kantons Wallis.» (Eintrag im Pflichtenheft über den Branntwein aus Williamsbirnen)
- Huile de noix vaudoise (GUB): «Das geografische Gebiet des Huile de noix vaudoise liegt im Kanton Waadt und reicht bis höchstens 800 m.ü.M., wodurch das Risiko von Frostriss und unsichtbaren Frostschäden im Holz soweit wie möglich vermieden wird. Das Gewinnen der Nüsse und Kerne, die Verarbeitung zu Öl sowie das Abfüllen des Öls erfolgen ausschliesslich im geografischen Gebiet.» (Eintrag im Pflichtenheft über das Baumnussöl)
- Munder Safran (GUB): «Die Verarbeitung, Trocknung und Aufbereitung der Narben erfolgen ausschliesslich in den Gemeinden Mund, Birgisch, Naters, Brig-Glis, Betten, Bitsch, Bister, Filet, Gondo/Zwisch-bergen, Mörel, Riederalp, Ried-Brig, Simplon-Dorf und Termen. Das Anpflanzungsgebiet von Munder Safran beschränkt sich auf die Äcker der Gemeinde Mund im Kanton Wallis. Der Munder Safran wird dort angepflanzt und geerntet.» (Eintrag im Pflichtenheft über das Gewürz)
- Poire à Botzi (GUB): «Die Produktion, die Lagerung des Frischobstes und die Konservenverarbeitung von Poire à Botzi erfolgen ausschließlich innerhalb der Grenzen des Kantons Freiburg einschliesslich der bernischen En-klave Münchenwiler sowie der früheren Bezirke Avenches und Payerne und der Gemeinden Yvonand und Dompierre des Kantons Waadt. Die Pflanzung von Bäumen zur Produktion von Poire à Botzi ist bis in eine Höhenlage von maximal 900 m ü. M. gestattet.» (Eintrag im Pflichtenheft über die Früchte)
- Rheintaler Ribel / Türggen Ribel (GUB): «Kanton St. Gallen: Bezirke Unterrheintal, Oberrheintal, Werdenberg, Sargans / Kanton Graubünden: Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Landquart inkl. Mastrils, Jenins, Malans, Zizers, Untervaz, Trimmis, Chur, Felsberg, Domat/Ems, Tamins, Bonaduz,Rhäzüns, Rothenbrunnen, Cazis, Thusis, Domleschg, Fürstenau, Sils im Domleschg, Grüsch, Schiers / Fürstentum Liechtenstein» (Eintrag im Pflichtenheft über das Müllereiprodukt)
- Walliser Roggenbrot (GUB): «Das geografische Gebiet von Walliser Roggenbrot ist der Kanton Wallis. Die Produktion des Getreides (Roggen und Weizen) und dessen Verarbeitung zu Mehl und Brot müssen im geografischen Gebiet erfolgen.» (Eintrag im Pflichtenheft über das Bäckereiprodukt)
- Zuger Kirsch / Rigi Kirsch (GUB): «Die Produktion der Früchte, die Lagerung, Gärung, Destillation und das Abfüllen von Zuger Kirsch und Rigi Kirsch erfolgt ausschliesslich innerhalb des geografischen Gebietes. Das Gebiet umfasst folgende Gemeinden:
- Ganzer Kanton Zug: Gemeinden Zug, Walchwil, Baar, Oberägeri, Unterägeri, Menzingen,Neuheim, Cham, Steinhausen, Hünenberg, Risch
- Kanton Schwyz: Gemeinden Arth, Küssnacht am Rigi, Steinen, Steinerberg, Sattel, Lauerz,Schwyz, Gersau, Brunnen-Ingenbohl
- Kanton Luzern: Gemeinden Weggis, Meggen, Vitznau, Greppen, Meierskappel, Adligenswil, Udligenswil» (Eintrag im Pflichtenheft über die Spirituose) - Zuger Kirschtorte (GGA): «Die Herstellung der Zuger Kirschtorte erfolgt ausschliesslich im Kanton Zug.» (Eintrag im Pflichtenheft über die Konditoreiware)
