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Cannabis aus der Apotheke: Schweizer Studie zeigt geringere Risiken

Der Einkauf wird in einer Amavita Apotheke an der Kasse abgewickelt, fotografiert am 24. Januar 2020 in einer Filiale in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Fachkräfte können in Apotheken über schadensminimierende Konsumformen informieren.Bild: KEYSTONE

Apothekenverkauf senkt laut Studie die Risiken beim Cannabiskonsum

Der Verkauf von Cannabis in Berner, Bieler und Luzerner Apotheken begünstigt einen risikoärmeren Konsum. Das zeigt eine wissenschaftliche Zwischenauswertung des Pilotprojekts, welche die drei Städte am Montag in Bern präsentierten.
07.09.2026, 16:3907.09.2026, 16:39

An der Script-Studie der Universitäten Bern und Luzern nehmen 1177 Personen teil. In den neun beteiligten Apotheken informieren Fachkräfte die Kundschaft über schadensminimierende Konsumformen wie das Vapen oder die orale Einnahme statt des Rauchens. 71 Prozent der Befragten gaben solche Tipps an ihr Umfeld weiter.

Die Preise liegen leicht über dem Schwarzmarkt, was unter anderem die Beratung finanziert. Während Ältere die Preise akzeptieren, reagieren 18- bis 25-Jährige empfindlicher. Die Studienleitung sieht darin eine wirksame Massnahme zum Jugendschutz.

Zudem gibt es laut den Behörden keine Vorfälle wie etwa der Verkauf an Dritte oder der Konsum im öffentlichen Raum. Das Pilotprojekt der drei Städte läuft seit 2024 und wurde zuletzt bis Oktober 2028 verlängert.

Die vorliegenden Erkenntnisse stützen aus Sicht der Städte die Arbeiten an einem eidgenössischen Gesetz für den geregelten Zugang zu Cannabis. Pilotprojekte laufen zurzeit auch in Zürich, Basel, Lausanne, Genf und in den Kantonen St. Gallen und Baselland. (sda)

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