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Zürcher Cannabis-Studie: Konsumierende schlafen besser

Konsumierende der Zürcher Cannabis-Studie schlafen besser

05.05.2026, 11:3205.05.2026, 11:32

Weniger gesundheitliche Probleme haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Stadtzürcher Cannabis-Studie angegeben. Das Studienteam zieht nach drei Jahren eine positive Zwischenbilanz.

Miguel Laboy rolls a joint Friday, Nov. 14, 2025, in Brookline, Mass. (AP Photo/Robert F. Bukaty)
Cannabis Use Disorder Users
Cannabiskonsum kann die Schlafqualität verbessern.Bild: keystone

Weniger problematischer Cannabiskonsum, weniger Schlafstörungen und weniger Angstsymptome meldeten die Teilnehmenden der Studie «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung». Körperliche Beschwerden hätten ebenfalls abgenommen, berichteten sie, weshalb sie seltener Ärztinnen und Ärzte aufsuchten. Und: Die Werte für Depressionen und allgemeine chronische Gesundheitsprobleme seien stabil geblieben, teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit.

Die Forschenden der Universität Zürich führen die Verbesserungen auf die begleitenden Massnahmen zur Schadensminderung zurück. Dazu zählen die individuelle Beratung durch Fachpersonal, klare THC-Grenzwerte und strikte Kauflimiten.

Die Ergebnisse würden darauf hinweisen, dass der legale Zugang dazu beitragen könne, bestehenden Konsum risikoärmer zu gestalten, heisst es weiter.

Konsum und Gesundheit

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob und wie sich die Gesundheit und der Konsum verändern, wenn Konsumierende vom illegalen Markt zu einem streng regulierten, nicht kommerziellen Zugang wechseln. Mehr als 3100 erwachsene Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im Rahmen der Studie Cannabisblüten und -harz mit klar definierten THC-/CBD-Konzentrationen über diesen legalen und kontrollierten Weg bezogen.

Die Ergebnisse würden wichtige empirische Grundlagen für die aktuelle Diskussion um das geplante Cannabisproduktegesetz (CanPG) liefern. «Cannabis ist ungesund, aber der Konsum eine Realität. Regulierung stärkt den Gesundheitsschutz und den Jugendschutz deutlich und entzieht dem Schwarzmarkt den Boden», wird Stadtrat und Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP) in der Mitteilung zitiert.

Bisher war geplant, die Studie, die 2023 startete, bis 2026 durchzuführen. Der Zürcher Stadtrat beantragte letztes Jahr die Verlängerung des Cannabis-Verkaufs bis 2028. Der Versucht läuft auch vor dem Hintergrund von Diskussionen auf Bundesebene. Voraussichtlich wird das Parlament 2027 über das Bundesgesetz über Cannabisprodukte entscheiden. (hkl/sda)

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