Das sind die häufigsten und seltensten Geburtstage der Schweiz
Wer am 25. September Geburtstag hat, muss seinen schönsten Tag im Jahr mit vielen teilen: An keinem anderen Kalendertag kamen in der Schweiz zwischen 1969 und 2025 so viele Kinder zur Welt. Im Schnitt waren es 243 Geburten pro Jahr, an einem durchschnittlichen Tag sind es 221. Knapp dahinter folgen der 26., der 21. und der 24. September. Das zeigen die Daten des Bundesamts für Statistik (BFS), die watson ausgewertet hat – insgesamt rund 4,6 Millionen Geburten.
Am anderen Ende der Rangliste stehen die Festtage. Am 25. Dezember kommen im Schnitt nur 163 Kinder zur Welt, ein Drittel weniger als Ende September. Auch der 1. Januar, der 26. Dezember, Heiligabend und Silvester gehören zu den seltensten Geburtstagen. Noch rarer ist nur der 29. Februar, den es bloss alle vier Jahre gibt. In einem Schaltjahr kommen an diesem Tag zwar im Schnitt rund 200 Kinder zur Welt – mehr als an Weihnachten. Verteilt auf alle Jahre sind es aber nur 49 pro Jahr.
Dass an Feiertagen so wenige Kinder zur Welt kommen, hat auch mit der Planung zu tun: Rund ein Drittel der Kinder kommt in der Schweiz per Kaiserschnitt zur Welt, viele Geburten werden eingeleitet. Solche Termine legt kaum jemand auf einen Feiertag. Das zeigt sich auch am 1. August, der nur auf Rang 358 von 366 landet. Und unter der Woche kamen 2023 im Schnitt 237 Kinder pro Tag zur Welt, am Wochenende nur 181.
Auch die USA und Österreich feiern im September
Wie die Feiertagstiefs ist auch der September-Boom kein reines Schweizer Phänomen. In den USA ist der 9. September der häufigste Geburtstag, gefolgt vom 20. und vom 19. September. Das zeigt eine Auswertung von 142,6 Millionen Geburten zwischen 1989 und 2024. Am seltensten sind auch dort Weihnachten und Neujahr – und der 4. Juli, der amerikanische Nationalfeiertag. Rar sind zudem die Tage rund um Thanksgiving Ende November.
Ranked: The Most and Least Common Birthdays in America 🎂 https://t.co/w0wuzQyCfG https://t.co/70iqjV5Wl1
— Visual Capitalist (@VisualCap) October 28, 2026
Noch näher am Schweizer Resultat liegt Österreich: Laut Statistik Austria ist dort der 26. September der häufigste Geburtstag – nur einen Tag nach dem Schweizer Spitzenreiter. Dahinter folgen der 22. und der 21. September. Alle zehn häufigsten Geburtstage liegen bei unserem östlichen Nachbarn zwischen dem 18. und dem 28. September.
Die Feiertage stehen auch am Ende der österreichischen Liste: Nach dem 29. Februar sind Weihnachten und der Stephanstag die seltensten Geburtstage, gefolgt von Allerheiligen, dem Nationalfeiertag am 26. Oktober und Neujahr. Statistik Austria zählt allerdings nicht die Geburten, sondern alle in Österreich geborenen Personen, die Anfang 2025 im Land lebten.
Neun Monate nach den Festtagen
Auch für das Geburtstagshoch im September gibt es übrigens eine naheliegende Erklärung: Rechnet man neun Monate zurück, landet man in der Zeit um Weihnachten und Neujahr. Freie Tage und Familienzeit hinterlassen offenbar Spuren. Ganz so eindeutig ist das Muster in der Schweiz aber nicht. Auch Anfang Mai und Anfang Juli kommen besonders viele Kinder zur Welt. Über den ganzen Monat gesehen liegt der Juli sogar knapp vor dem September.
Ruhig ist es dagegen im Spätherbst: Ab Mitte Oktober liegen alle Tage bis Ende Jahr in der unteren Hälfte der Rangliste. Am schwächsten sind der November – «Fasnachtskinder» sind also gar nicht so häufig – und der Dezember. Wer dann Geburtstag hat, teilt ihn also mit vergleichsweise wenigen – an Weihnachten sogar mit ganz wenigen.
