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Mini-Roboter soll künftig Zähne für Kronen präparieren

Dieser Mini-Roboter könnte künftig Zahnbehandlungen vereinfachen. (Foto: Universität Basel, Catherine Weyer) / Krone / Zähne
Dieser Mini-Roboter könnte künftig Zahnbehandlungen vereinfachen.Bild: www.unibas.ch, Universität Basel, Catherine Weyer

Mini-Roboter soll künftig Zähne für Kronen präparieren

Mund auf für den Roboter: Forschende der Universität Basel haben einen Mini-Roboter entwickelt, der künftig Zähne präzise für das Einsetzen einer Krone abschleifen soll.
23.06.2026, 10:5623.06.2026, 10:56

Der Prototyp mit dem Namen «MIR» ist etwa so gross wie ein Weinkorken, wie die Universität Basel am Dienstag mitteilte.

Er soll Teile der Vorbereitung für Zahnkronen automatisieren. Bislang sind für eine Krone meist mehrere Besuche nötig. In Zukunft soll nach einem digitalen Scan ein Behandlungsplan erstellt werden, anhand dessen der Roboter den Zahn in die gewünschte Form bringt. Die Krone könnte dadurch früher bestellt werden.

Der Roboter wird auf einer individuell angepassten Zahnschiene befestigt. Motoren und Steuerung befinden sich ausserhalb des Mundes und sind über biegsame Wellen und Kabel mit dem Gerät verbunden.

Präzise Arbeit

Getestet wurde das System bislang an künstlichen Zahnmodellen. Dabei arbeitete der Roboter nach Angaben des Forschungsteams mit einer Genauigkeit von weniger als 0,2 Millimetern. In weiteren Entwicklungsschritten sollen Sensoren und eine Kamera eingebaut werden, damit das System seine Position laufend überwachen und korrigieren kann.

Bis zu einem Einsatz in Zahnarztpraxen dürfte es noch dauern. Als Nächstes wollen die Forschenden Sensoren und eine Kamera in den Roboter einbauen. Damit soll das System seine Position und den Behandlungsverlauf überwachen können. Laut Forschungsgruppenleiter Georg Rauter wüsste das System so auch nach einem Stromunterbruch, wo es die Arbeit wieder aufnehmen muss. Das Ziel sei, den Roboter dadurch nicht zu vergrössern.

Entwickelt wurde der Dentalroboter gemeinsam mit Fachleuten aus der Zahnmedizin sowie Industriepartnern im Rahmen eines von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse geförderten Projekts. (sda)

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