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WM 2026: So erlebten Mbappé und Co. den langen Unterbruch bei Spiel

France's Jules Kounde (5) kicks the ball as water splashes on the pitch following a weather delay in the World Cup Group I soccer match between France and Iraq in Philadelphia, Monday, June 22, 2 ...
Die Halbzeitpause dauerte zwischen Frankreich und dem Irak über zwei Stunden.Bild: keystone

«Kam mir endlos vor»: So gingen die Franzosen mit dem langen Gewitter-Unterbruch um

Das WM-Spiel zwischen Frankreich und dem Irak versinkt für zwei Stunden im Wetter-Chaos. Wie Spieler und Trainer die Geduldsprobe in Philadelphia meisterten.
23.06.2026, 06:1023.06.2026, 06:10

Die Regenschlacht von Philadelphia mit einer fast zweistündigen Verzögerung hat die Spieler mental an ihre Grenzen gebracht. «Es kam mir endlos vor, aber wir blieben professionell. Wir sagten uns, dass wir mit der gleichen Einstellung zurückkommen müssen. Wir machten Mobilitätsübungen, wir unterhielten uns. Es war lang, das gebe ich zu», sagte Mittelfeldspieler Manu Koné nach dem 3:0 seiner Franzosen gegen den Irak.

Auch Doppeltorschütze Kylian Mbappé betonte die Herausforderung für die Psyche. «Mental war es sehr anstrengend, da wir konzentriert und fokussiert bleiben mussten. Zwei Stunden in der Kabine zu verbringen, erfordert viel Kraft», sagte der Stürmer von Real Madrid.

«Ein heftiges Gewitter naht»

Mit dem Halbzeitpfiff waren die Besucher aufgrund eines drohenden Unwetters aufgefordert worden, die Tribünen zu verlassen. «Ein heftiges Gewitter naht. Suchen Sie bitte Schutz», teilten die Veranstalter über die Lautsprecher mit. Rund zwei Stunden später kamen die Spieler wieder aufs Feld, letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff.

A sign advising fans of a weather delay is displayed during the World Cup Group I soccer match between France and Iraq in Philadelphia, Monday, June 22, 2026. (AP Photo/Derik Hamilton)
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Wegen des Unwetters wurden die Zuschauerränge evakuiert.Bild: keystone

Bei Unwettern in den USA orientieren sich Veranstalter an den Empfehlungen der Nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde. Diese rät, Aktivitäten im Freien für mindestens 30 Minuten zu unterbrechen, wenn innerhalb eines Radius von etwa 13 Kilometern ein Blitz registriert wird. Jeder weitere Blitzschlag setzt diese 30-Minuten-Frist erneut in Gang.

Deschamps: «Hoffe, das passiert nicht nochmal»

Trainer Didier Deschamps berichtete von einer «guten Zeit» mit seinen Spielern während der Pause. «Wir haben Karten gespielt. Wir haben gescherzt. Es ist eine Frage der Sicherheit. Man kann gegen Regen und Gewitter nichts machen. Das nervt mich nicht. Das sind besondere Umstände. Ich hoffe, das passiert nicht nochmal», sagte der Erfolgscoach nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase.

Irak-Trainer Graham Arnold vertrieb sich die Zeit mit einer etwas längeren Videoanalyse. Vergeblich, denn nach der Pause dominierten die Franzosen den krassen Aussenseiter fast durchweg. «Die Spieler mussten entspannt bleiben und sich dann vorbereiten, als es weiterging. Das war eine einzigartige Erfahrung. Es ist das erste Mal, dass mir so etwas im Fussball widerfahren ist. Zwei Stunden Unterbrechung machen es für die Spieler noch schwerer», sagte der Australier. (sda/dpa)

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