DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hirschferkel im Hoch, Koalas im Tief: Das sind die tierischen Verlierer und Gewinner 2019

27.12.2019, 07:3627.12.2019, 08:14

Mehr als 30'000 Tiere sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als bedroht vermerkt. Rund 6400 davon sind vom Aussterben bedroht. Derzeit sei das «grösste Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier» im Gange.

Dies erklärte die Umweltstiftung WWF am Freitag zum Erscheinen ihrer neuen Liste der Gewinner und Verlierer im Tierreich 2019.

Als Verlierer sieht der WWF:

🙁🙁🙁 Eisbären

Auf der Suche nach Eis: eine Eisbären-Familie.
Auf der Suche nach Eis: eine Eisbären-Familie.
Bild: AP/Eric Regehr

Den Tieren geht es laut WWF in einigen Regionen deutlich schlechter. Insgesamt könnte ein Drittel der globalen Population bis 2050 verschwinden. Schuld daran sei vor allem die Klimakrise. So leben demnach beispielsweise in der nördlichen Hudson Bay noch 842 Tiere. Das sind etwa 18 Prozent weniger als 2011. Die IUCN stufte Eisbären (Ursus maritimus) bei der jüngsten Bewertung im Jahr 2015 als «gefährdet» ein. Damals wurde die Population auf insgesamt rund 26'000 Tiere geschätzt.

🙁🙁🙁 Sumatra-Nashörner

Bild: shutterstock.com

Das letzte Sumatra-Nashorn Malaysias starb im November. Der Lebensraum der Tiere war enorm geschwunden, weil der Wald für Palmölplantagen, Papierproduktion und Bergbau in den vergangenen Jahrzehnten gerodet wurde. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet das Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis) als «vom Aussterben bedroht». Derzeit streifen noch einige Exemplare durch Indonesien - laut WWF-Schätzungen weniger als 80 Tiere.

🙁🙁🙁 Koalas

Bild: EPA/AAP/TARONGA CONSERVATION SOCIETY

Bei schweren Buschbränden in Australien sind seit Oktober mehr als 2000 Koalas verbrannt. Das sagten Wissenschaftler kürzlich bei einer Anhörung im Parlament. Grosse Flächen an Eukalyptuswäldern, Lebensraum und gleichzeitig Nahrungsgrundlage der Koalas, sind niedergebrannt. Nach Angaben der Naturschutzorganisation Australia Koala Foundation (AKF) gibt es noch zwischen 43'000 und 100'000 Koalas. Die Tiere kommen nur in Australien vor. Laut WWF ist ihre Zahl in den vergangenen 25 Jahren um rund ein Drittel geschrumpft.

Als Gewinner sieht der WWF:

🙂🙂🙂 Goldschakale

Bild: AMT FUER FISCHEREI UND JAGD GR

Der kleine Bruder des Wolfes verlässt mehr und mehr den warmen Südosten Europas und besiedelt Gebiete in Mitteleuropa. Das ist nach Ansicht des WWF eine Konsequenz der Erderhitzung. Auch in der Schweiz werden ab und zu Goldschakale gesichtet. Nach Hochrechnungen der Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE) besteht die europäische Population aus 117'000 Tieren.

🙂🙂🙂 Saiga-Antilopen

Bild: shutterstock.com

Vor knapp drei Jahren starben Tausende mongolische Saiga-Antilopen an einer Viruserkrankung, die von Schaf- und Ziegenherden übertragen wurde. Die Seuche und der folgende harte Winter seien laut WWF fatal gewesen: Der Bestand schrumpfte demnach von 11'000 auf 3000 Tiere. Zwar sei die Population immer noch stark geschwächt, allerdings zeigen einige Tiere mittlerweile Immunität gegen das Virus.

🙂🙂🙂 Hirschferkel

Bild: Southern Institute of Ecology/Gl

Im November sichteten Forscher erstmals nach 30 Jahren wieder ein Vietnam-Kantschil. Das Huftier aus der Familie der Hirschferkel war im Osten Vietnams in eine Kamerafalle getappt. Wie viele Tiere der Art genau in der Region lebten, war zunächst nicht bekannt. Der letzte bekannte Artgenosse des Tieres war im Jahr 1990 von einem Jäger erschossen worden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

New Yorker Zoo hat Zuwachs bekommen: Rote Panda-Zwillinge

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Artenschwund: Die Menschheit ist schlimmer als der Asteroid, der die Dinos auslöschte

Wir Menschen verändern den Planeten. Unser Einfluss – sei er beabsichtigt oder nicht – wirkt sich mittlerweile auf eine Vielzahl von biologischen oder klimatischen Prozessen aus; man denke etwa an die anthropogene Klimaerwärmung. Die globalen Auswirkungen sind derart tiefgreifend, dass manche Wissenschaftler bereits von einer neuen, vom Menschen geprägten Epoche der Erdgeschichte sprechen – dem sogenannten Anthropozän.

Eine der verheerendsten Auswirkungen dieser menschlichen Einflussnahme liegt …

Artikel lesen
Link zum Artikel