Keine Überraschungen zum Auftakt der Auszählungen in den USA

Publiziert: 09.11.16, 02:44

Hillary Clinton holt bei der US-Wahl wie erwartet auf: Sofort mit Schliessen der Wahllokale um 02.00 Uhr Schweizer Zeit wurde ihr der Sieg in sieben Staaten zugesprochen, darunter das mit 20 Wahlleuten wichtige Illinois.

Auch Massachusetts mit 11 Wahlleuten und Maryland mit zehn gingen an die Demokratin. Sie steht nun laut CNN bei 68 Wahlleuten und acht gewonnenen Staaten. Donald Trump wird wie erwartet Tennessee, Oklahoma und Mississippi gewinnen. Er steht nun bei 48 Wahlleuten aus sechs gewonnenen Staaten.

Vorsichtig optimistisch bleiben für Clinton die Nachrichten aus dem mit 29 Wahlleuten besonders wichtigen Florida. Sie liegt laut CNN nach 84 Prozent ausgezählten Stimmen 0.6 Prozentpunkte vor Trump. Für seine Strategie ist Florida immens wichtig, ohne den Staat hat er kaum eine Chance auf den Sieg - Clinton hat dagegen Alternativen.

Zunächst sieht es ausserdem so aus, als ob die Ergebnisse sich entlang der Voraussagen bewegen. Zeichen für eine schweigende Mehrheit für Trump, die sich vor der Wahl nicht getraut hat, ihre Sympathie zu zeigen, gibt es nicht.

In mehr als der Hälfte der US-Bundesstaaten sind die Wahllokale nun komplett geschlossen.

Hohe Zahl an Unentschlossenen

Die meisten Befragungen im Vorfeld der Wahl deuteten auf einen Sieg der früheren Aussenministerin, Senatorin und First Lady Hillary Clinton über den Immobilienmilliardär Donald Trump hin. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Bundesstaaten, in denen das Rennen immer noch auf der Kippe steht.

Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge haben 13 Prozent der Wähler sich erst in der letzten Woche des Wahlkampfs für einen Kandidaten entschieden. Im Jahr 2012 waren es neun Prozent. Wahlforscher hatten auf die hohe Zahl von Unentschlossenen verwiesen.

Märkte für Clinton

An den Märkten weisen die Kurse im frühen Handel am Mittwoch weiter daraufhin, dass Anleger mit einem Sieg Hillary Clintons bei den US-Präsidentschaftswahlen rechnen. Der Dollar gewann gegenüber dem Franken und dem japanischen Yen.

Terminkontrakte auf den Börsenindex S&P-500 legten zudem um 0.3 Prozent zu. Die Börsen setzen auf die Demokratin Clinton, die für Kontinuität steht und der auch die grösseren Siegchancen eingeräumt werden. Ihr Rivale Donald Trump von den Republikanern gilt dagegen als unberechenbar und als Investorenschreck.

Der Dollar legte am frühen Mittwochmorgen um rund 0.4 Prozent gegenüber dem Schweizer Franken zu. Zusammen mit dem japanischen Yen hatte der Franken als sicherer Hafen an Wert gewonnen, als Umfragen vergangene Woche auf einen Einbruch Clintons hindeuteten. Gegenüber dem Yen legte der Dollar um 0.1 Prozent zu. (sda/dpa/afp/reu)

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