Schweiz

Eckt mit seiner Hardliner-Politik in den eigenen Reihen an: Mario Fehr Bild: KEYSTONE

«Er hat verdutzt geschaut» – SP-Fehr von Winterthur-Fans mit Bier überschüttet

Mario Fehr gilt als politischer Hardliner. Kritisiert wird er immer wieder auch aus den eigenen Reihen. Am Fussballmatch seines Lieblingsclubs FC Zürich gegen den FC Winterthur musste er erfahren, dass er selbst von einer linken Fankurve nicht mehr geduldet wird. 

16.05.17, 15:21 18.05.17, 15:14

Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) ist Fussball-Fan, genauer: FCZ-Fan. Und seit der FCZ in der Challenge-League spielt, gehört das Derby gegen den FC Winterthur zu den spannendsten Matches der Saison. Für Fehr ist das Spiel nicht nur in sportlicher Hinsicht Saison-Highligt. Das Spiel in Winterthur, beim Kult-Club mit seiner traditionell linken Fankurve und dem charismatischen Alt-Punk und Geschäftsführer Andreas Mösli sind für den Zürcher Sicherheitsdirektor auch politisch ein Heimspiel. 

Fehrs Mannschaft schlägt den FCW denn auch mit 3:0, doch schon während des Spiels kommt es auf und neben dem Spielfeld zu Auseinandersetzungen. Ein 63-Jähriger Zuschauer wird während des Spiels durch einen Faustschlag im Gesicht getroffen, in der 85. Spielminuten landet ein Böller auf dem Rasen und ein FC Winterthur-Spieler wird nur knapp nicht verletzt, ein weiterer Knallkörper explodiert auf der Haupttribüne. Wie viel Fehr von diesen Ereignissen mitbekommt, ist unklar. Dass er selbst auch zur Zielscheibe von einem Angriff werden sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nach dem Abpfiff begibt sich Fehr in die Stadionbar des FC Winterthurs, die Libero Bar. Ein Augenzeuge sieht ihn dort mit dem Geschäftsführer Mösli und dem Winterthurer Sozialvorsteher Nicolas Galladé (SP) in der vollen Bar plaudernd. Plötzlich geht es schnell. Aus der Menge heraus lösen sich einige Personen und leeren Fehr diverse Getränke über den Kopf. Laut dem Augenzeugen ist es nicht nur Bier, sondern auch Coca Cola. Gleichzeitig beschimpfen sie Fehr «einen Rassisten». Mösli und Galladé versuchen die Situation zu entschärfen, in dem sie die Bierausschütter zur Vernunft aufrufen. Doch diese sind schnell zwischen den Herumstehenden untergetaucht. Zurück bleibt ein von Kopf bis Fuss nasser Fehr, der die Bar gemäss Augenzeugenberichten wutentbrannt verlässt. Beim Herausgehen habe er laut dem Augenzeugen damit gedroht, dass dies noch ein Nachspiel haben werde. 

Vor Ort war auch AL-Kantonsrat Manuel Sahli. Aus sicherer Distanz habe er von dem Vorfall mitbekommen, sagt er. «Die Angreifer waren schnell weg und Fehr hat verdutzt geschaut», erinnert er sich. Die Übeltäter kenne er nicht. Der Verdacht liege jedoch nahe, dass die Bier-Attacke von Personen verübt wurde, die mit der Politik Fehrs nicht einverstanden sind.

Der Sicherheitsdirektor gilt als Hardliner in seiner Partei. In den letzten Jahren hat er immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Etwa mit dem Kauf einer umstrittenen Trojaner-Sofware, der Beschaffung von Taser, Bewegungsverboten für abgewiesene Asylbwerber, Sympathiebekundung für das Burka-Verbot und jüngst mit der Forderung für ein «Lies!»-Verbot. Bei den Winterthurer Fans, deren Slogan «Für den FCW, gegen Rassismus – in den Stadien und überall» lautet, war der Besuch von Fehr wohl zu viel des Guten. Die Sicherheitsdirektion von Fehr wollte den Zwischenfall auf Anfrage nicht kommentieren. 

Die Schützenwiese, das einzige echte Fussballstadion im Kanton Zürich

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • ElendesPack 16.05.2017 23:01
    Highlight Ach, diese lieben Antifas...die machen ne bessere Welt, indem sie Leute aus der Anonymität heraus terrorisieren und belästigen. Liebe kleine Kuschelwuschels sind sie... http://E
    12 7 Melden
    600
  • pachnota 16.05.2017 22:46
    Highlight Mario Fehr ist ein äußerst gemäßigter Politiker.

    Ihn als "politischer Hardliner" vorzustellen, erachte ich als völlig unseriös und ist eine journalistische Fehlleistung.

    Wenn Fehr ein "Hardliner" sein soll, wie würde die Autorin des Textes, dann z. B. Cederic Wermuth bezeichnen?
    26 13 Melden
    • R. Peter 17.05.2017 07:44
      Highlight Ein linkspopulistischer Extremist, wäre eine treffende Bezeichnung.
      10 11 Melden
    600
  • banda69 16.05.2017 20:19
    Highlight Nicht die feine Art.
    Und schade ums Bier.
    22 8 Melden
    600
  • pachnota 16.05.2017 18:16
    Highlight Die SPler und die Grünen, möchten doch die Islamisten am liebesten einfangen, um mit ihnen zu schmusen, Petting zu machen und zu streicheln.
    Das grosse Problem dabei, ...die Islamis wollen von eben diesen Linken nicht,s wissen..!
    ganz fest!

    Manchmal ist das Leben wirklich ungerecht!
    55 90 Melden
    • äti 16.05.2017 19:25
      Highlight ... pachnota heute Islamist? Die wollen dich auch nicht, sorry.
      20 17 Melden
    • Makatitom 16.05.2017 20:31
      Highlight Was denn, pachnota, du durftest tatsächlich dem Herrliberger aus dem Hintern kriechen, um deinen Quatsch hier abzusondern? Wenn das mal nicht Peitschenhiebe von den rechten Sklaventreibern setzt
      24 14 Melden
    • pachnota 16.05.2017 22:34
      Highlight @Makatitom
      Gruusig bist du, mit deinen perversen Gedanken.
      Könntest du solcherart Unvollkommenheit, nicht da behalten, wo sie auch hingehört?
      Nämlich bei dir.
      10 12 Melden
    • Makatitom 16.05.2017 23:07
      Highlight Da kann wohl jemand nur austeilen, aber nicht einstecken, oder wie? Und ja, auch das ist typisch Rechts
      9 10 Melden
    • pachnota 17.05.2017 08:17
      Highlight @Makatitom
      Nein da liegst du wieder falsch.
      Mit meinen Ansichten binn ich mir, Einstecken gewohnt.

      Nur...hätte ich einen "Konter" gerne mit etwas Substanz...und gerne auch, mit etwas Intelligenz.
      Am liebsten mit einer Prise Humor und vielleicht etwas Ironie?
      Deine Replik ist dies alles nicht...

      Sie ist "nur" primitiv.

      Ich weiss nicht ob du es dir "gewohnt" bist so sprechen?
      Bei dir zuhause?

      Schön ist es jedenfalls nicht.

      Ach ja, fast währe ich geneigt zu fragen: typisch links?

      7 10 Melden
    600
  • Kimbolone 16.05.2017 17:44
    Highlight Ja, Whataboutism.

    Erinnert ihr euch, als Erich Hess in Bern mit Bier übergossen wurde? Da hat man das gefeiert und markige Sprüche à la “Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ etc. geklopft.

    Wenn 2 dasselbe tun, ist es nicht dasselbe...? Ist halt ein Unterschied, weil es hier die pöhsen Fussballhooligans mit ihren 6 Zilliarden Grad Celsius heissen Fackeln waren... 😂
    81 14 Melden
    • Griffin 16.05.2017 20:46
      Highlight Wo ist der Whataboutismus?

      Finde und fand es bei beiden geil. Rassisten dürfen gerne wissen, dass sie nicht willkommen sind.
      15 18 Melden
    • pachnota 16.05.2017 22:36
      Highlight @Griffin
      Mario Fehr ist deiner Ansicht nache ein Rassist?
      7 3 Melden
    600
  • Bijouxly 16.05.2017 17:09
    Highlight Absolut unreif, sorry. Wenn ihr *cojones* habt, werdet Parteimitglied und geigt ihm dann die Meinung!
    74 27 Melden
    600
  • R. Peter 16.05.2017 16:54
    Highlight Vollidioten! Sorry, aber etwas entscheidendes läuft bei solchen Knallfröschen entscheidend falsch😒
    89 30 Melden
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  • D.L. 16.05.2017 16:11
    Highlight Gibt es für solche Typen, die sicherlich nicht zur geistigen Elite gehören, nicht den Begriff "Kindsköpfe"?
    90 29 Melden
    • SemperFi 16.05.2017 16:40
      Highlight Wenn Sie unbedingt unschuldige Kinder beleidigen wollen - bitte sehr!
      50 14 Melden
    • pun 16.05.2017 18:37
      Highlight Wenn man multipel biergeduscht aus einer Bar rauscht, kann einem auch als Regirungsrat schonmal eine Vergeltungsandrohung rausrutschen. Find jetzt nicht, dass Bier-Mario deshalb gleich als Kindskopf abgestempelt werden muss.
      17 5 Melden
    600
  • ovatta 16.05.2017 15:49
    Highlight Eine Bierdusche sollten Politiker, links wie rechts, als äussersten Ausdruck des Wiederspruchs, schon noch aushalten.
    Früher hat man mit Fäkalien und faulem Gemüse geworfen! Dagegen ist Bier doch die reinste Kurpackung!
    89 135 Melden
    • Karl Müller 16.05.2017 16:57
      Highlight In unserer Demokratie hat man sich nun mal darauf geeinigt, dass der "äusserste Ausdruck des Widerspruchs" eine Nichtwahl sein sollte.
      97 20 Melden
    • ovatta 16.05.2017 17:55
      Highlight Manch einer hat vielleicht nicht vier Jahre Geduld mit seiner Kritik.
      Das der Herr darob Fehruckt Hessig wird ist verständlich..
      17 21 Melden
    • karl_e 16.05.2017 18:07
      Highlight Bier wohlan, aber Cola ist eine sehr klebrige Brühe und gibt hässliche Flecken auf der Kleidung. Sowas gehört sich nicht in unserem Winterthur.
      26 6 Melden
    • JaneSoda 16.05.2017 18:17
      Highlight Früher gab es auch mal Höhlenbewohner ;-)
      Bier übern Kopf eines Menschen kippen ist eine Protestform, die ich ablehne. Obwohl ich Fehr und sein Verhalten auch schrecklich finde. Sie hätten Fehr zum Gehen auffordern können.
      8 17 Melden
    • R. Peter 17.05.2017 07:48
      Highlight KaneSoda, oder einfach akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich denken und wir deshalb Wahlen und Abstimmungen abhalten! Zum gehen Auffordern? Du präsentierst das gleiche Denkmuster wie Rassisten oder andere Extremisten...
      3 3 Melden
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  • Chrigi-B 16.05.2017 15:35
    Highlight Die Stadt Winterthur ist ja sehr erfolgreich mit ihrem "SP-Kuschelkurs". Der Wohlstandssalafisten Hotspot, Finanzschräglage, Unfähig die Sicherheit bei einem !!Challenge League Spiel!! zu garantieren, etc.. Die nächsten Wahlen werden bestimmt kommen.
    69 147 Melden
    • Sandro Lightwood 16.05.2017 16:44
      Highlight Hm, war doch bisher bürgerlich die Regierung?
      74 17 Melden
    • peeti 16.05.2017 16:47
      Highlight Hey Chrigi, da fehlt mind. ein "!"
      Ernsthaft: Wo du bei dieser Bierdusche von ein paar Halbschuhen sofort ein "SP-Kuschelkurs" siehst, bleibt mir unklar.
      75 9 Melden
    • Mario Conconi 16.05.2017 17:32
      Highlight Wo ist die Sicherheit bei den Fussbll spielen nicht gewährleistet? Es passieren nicht mehr oder weniger Vorfälle wie wen die "FCZ SUPERFANS" sonst wo auftauchen! Diese Bierdusche können Sie ja wohl nicht ernsthaft als Sicherheitsrisiko betrachten?!
      Sie scheinem nicht aus Winterthur zu sein oder? Also bitte lassen Sie solche Komentare und kümmern Sie sich um ihre eigenen Probleme.
      28 19 Melden
    • Morph 16.05.2017 17:34
      Highlight Ja und seit der neuen SP-Finanzvorsteherin ist Winterthur nicht mehr im Minus...
      19 9 Melden
    • karl_e 16.05.2017 18:14
      Highlight Lieber Chrigi, von einer allzu kurzen Episode abgesehen war die Arbeiterstadt immer stramm bürgerlich. Darf ich daran erinnern, dass es eine stramm bürgerliche Regierung war, welche die grösste Finanzschräglage i unseres Städtchens verursachte: An dem Konkurs der Nationalbahn kaute die Stadt bis in die 50er - der Eschenbergwald musste verpfändet werden.

      Die Schieflage der städt. Pensionskasse kann sicher nicht dem kurzen linken Intermezzo angelastet werden.
      29 4 Melden
    • Too Scoop 16.05.2017 18:15
      Highlight Es kommt immer gut an, wenn man sich meldet, obwohl man keine Ahnung hat. Lieber Chrigi-B
      28 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2017 19:20
      Highlight @Sandro: Komisch, sind das jetzt Tatsachen oder gibts bei dir links auch fake-news? Grundsätzlich jedoch links-grüne Populismus, was du absonderst.
      5 28 Melden
    • Lichtblau 16.05.2017 20:13
      Highlight Ist der Fehr denn wirklich so ein Hardliner? Sind nicht vielmehr seine Gegner in der Partei Weicheier? Der Mario setzt sich in guter linker Manier für seine arbeitenden Wähler ein. Ganz falsch kann ich das nicht finden.
      14 9 Melden
    • Electric Elephant 16.05.2017 20:28
      Highlight @stipps: Der Stadtrat von Winterthur ist bürgerlich... 2 FDP, 1 CVP, 1 SVP macht eine bürgerliche Mehrheit bei sieben Sitzen! Sandro hat schon recht. Muss man wirklich seine Meinung kundtun, wenn man offenbar überhaupt nicht informiert ist? Und dann noch ein bisschen auf besser Informierten rumhacken. Billig!
      16 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2017 21:04
      Highlight @ Mario Conconi
      "Wo ist die Sicherheit bei den Fussbll spielen nicht gewährleistet?"
      Hier:
      "Ein 63-Jähriger Zuschauer wird während des Spiels durch einen Faustschlag im Gesicht getroffen, in der 85. Spielminuten landet ein Böller auf dem Rasen und ein FC Winterthur-Spieler wird nur knapp nicht verletzt, ein weiterer Knallkörper explodiert auf der Haupttribüne" (im Artikel nachzulesen).
      Es könnte schlimmer sein?
      Sicher - und wenn man dem Whataboutismus huldigt, schweigt sogar das Gerechtigkeitsempfinden.
      4 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.05.2017 22:56
      Highlight @Elefant: "bisher bürgerlich" wird auch durch deinen Einwand nicht wahrer ... blöd gibts google ;-)
      2 12 Melden
    • Sandro Lightwood 16.05.2017 23:02
      Highlight Hä? 😂
      1 0 Melden
    • Mario Conconi 17.05.2017 07:44
      Highlight @yallix und wie sollen solche Dinge ganz verhindert werden? Wie soll die Polizei einem Faustschlag vorbeugen? Die Spiele in der Super League werden regelmässig von Pyros eingenebelt trotz massiv mehr Polizei als auf der Schützi. Es ligt nicht an der Polizei sondern an den "Fans" bzw unserer Gesellschaft.
      2 1 Melden
    • Electric Elephant 17.05.2017 08:04
      Highlight @stipps: Aha, Du beziehst dich auf das "bisher"! Bist ja ganz ein Schlauer. Nur bisher heisst nicht immer... Seit 2014 ist Winterthur burgerlich, Wörter falsch interpretieren hin, Troll her! Aber Dir gehts ja kaum um Fakten...
      7 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.05.2017 09:05
      Highlight @Elefant: Ah, seit 3 Jahren bürgerlich. Das wollen wir hören, nicht irgend eine Halbwahrheit.
      1 4 Melden
    • Sandro Lightwood 17.05.2017 11:06
      Highlight @Stipps: kann dich beruhigen, bezogen auf den Post von Chrigi-B reichen die 3 Jahre "bisherige" bürgerliche Regierung. Von dem her irrelevant, wenn auch nicht ganz präzise. Nebenschauplatz.
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.05.2017 12:47
      Highlight @Mario Conconi
      "Es ligt nicht an der Polizei sondern an den "Fans" bzw unserer Gesellschaft."
      Darin bin ich ganz Ihrer Meinung.
      Zudem können Sicherheitskräfte nur insofern für Sicherheit sorgen, wenn sie auch entsprechend finanziell und personell unterstützt werden.
      2 0 Melden
    • Morph 18.05.2017 12:28
      Highlight Wir brauchen sicher nicht mehr Sicherheitskräfte auf der Schützenwiese....
      0 0 Melden
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