Zürich, Zug, Wollerau – wo die Schweizer Einkommensmillionäre wohnen
Ein Jahreseinkommen von einer Million Franken ist in der Schweiz die grosse Ausnahme. Wie viele Menschen in der Schweiz zu den Einkommensmillionären gehören und wo diese wohnen, hat der «Blick» mit Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus dem Jahr 2022 ausgewertet. Demnach versteuerten vor vier Jahren 7666 Personen in der Schweiz ein Einkommen von über einer Million Franken. Das entspricht rund zwölf Mal dem Schweizer Medianlohn von 84'288 Franken.
Von den rund 2100 Schweizer Gemeinden verzeichneten 239 mindestens fünf solche Einkommensmillionäre. An der Spitze steht die Stadt Zürich mit 482 Personen, gefolgt von Zug mit 431. Deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner, aber ebenfalls prominent vertreten sind die Schwyzer Tiefsteuergemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg.
Auffällig ist die Rolle der Seen: Rund um den Zürich- und den Zugersee sowie in der Genferseeregion siedeln sich Spitzenverdiener besonders gerne an. Interessant ist dabei ein Detail – die sogenannte «Pfnüselküste» am linken Zürichseeufer kommt inzwischen auf mehr Einkommensmillionäre als die traditionell als wohlhabend geltende «Goldküste» am rechten Ufer.
Bei der Dichte an Millionären gibt prompt das steuergünstige Wollerau SZ den Ton an: Dort versteuert fast jede zwanzigste erwachsene Person ein Einkommen von über einer Million Franken. Kantonal liegt Zug an der Spitze, mit gut einem Einkommensmillionär pro 100 Steuerpflichtigen. Dahinter folgen die Kantone Schwyz, Nidwalden und Genf. Erst auf Rang 6 folgt Zürich.
Am unteren Ende der Rangliste liegen die Kantone Uri und Jura, wo Topverdiener selten sind. Auch in den seenlosen Mittelland-Kantonen Aargau, Solothurn und Freiburg sind Einkommensmillionäre eher die Ausnahme. Aus Datenschutzgründen weist die Steuerverwaltung nur Gemeinden mit mehr als fünf Einkommensmillionären aus – in vielen kleineren Gemeinden bleibt daher offen, ob überhaupt Spitzenverdiener wohnen. (pre)
