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Orlik, Schlegel, Staudenmann, Bieri: Vier Festsieger auf dem Brünig

Werner Schlegel, Matthieu Burger, Fabian Staudenmann und Armon Orlik, von links, feiern zusammen den Festsieg nach dem gestellten Schlussgang zweischen Armon Orlik und Fabian Staudenmann beim Bruenig  ...
Werner Schlegel, Matthieu Burger, Fabian Staudenmann und Armon Orlik gewinnen auf dem Brünig.Bild: keystone

Weil der Schlussgang mit einem Gestellten endet: Vier Festsieger auf dem Brünig

Gleich vier Schwinger teilen sich auf dem Brünig den Sieg: König Armon Orlik, Werner Schlegel, Fabian Staudenmann und Matthieu Burger. Am Südwestschweizer Teilverbandsfest triumphiert Michael Moser.
26.07.2026, 17:1826.07.2026, 17:48

Je 50 Athleten der gastgebenden Teilverbände aus der Innerschweiz und dem Kanton Bern massen sich auf dem Brünig mit 20 Gästen aus der Nordostschweiz. Am Ende standen zuoberst in der Rangliste gleich vier Schwinger, je zwei aus dem Berner Kantonalverband und zwei aus der Nordostschweiz.

Möglich machten dies König Armon Orlik und Fabian Staudenmann mit einem gestellten Schlussgang, wobei der Berner Staudenmann für seine angriffige Schwingweise in der Endausmarchung mit der höheren Note belohnt wurde. Schlegel sicherte sich den Co-Sieg mit der Maximalnote im 6. Gang, Burger verdiente sich den Triumph mit einem Sieg über Luc Bissig.

Für Schlegel war der Triumph auf dem Brünig eine besondere Geschichte. Der St. Galler schien nach dem 4. Gang bereits aus der Entscheidung gefallen zu sein. Nachdem er im Anschwingen gegen den Berner Eidgenossen Michael Ledermann nicht über einen Gestellten hinauskam, musste er sich nach dem Mittag gar geschlagen geben. Das Resultat für den Luzerner Teilverbandskranzer Jonas Amrhyn war jedoch sehr umstritten, da Schlegel nicht mit beiden Schulterblättern im Sägemehl schien. Am Ende konnte der Toggenburger dennoch lachen.

Staudenmann, der König der Berge

Ein besonderer Triumph war es auch für Fabian Staudenmann. Der Berner schloss mit seinem Sieg auf dem Brünig eine Lücke in seinem Palmares. Mit dem Triumph auf der Passhöhe zwischen den Kantonen Bern und Obwalden machte er sich zum erst zweiten Schwinger, der alle Bergfeste mindestens einmal gewinnen konnte. Vor ihm war dies einzig Martin Grab gelungen. Der längst nicht mehr aktive Schwyzer brauchte für seine Vollendung zwölf Jahre, Staudenmann lediglich deren drei. Seinen ersten Bergfestsieg feierte der Mittelländer 2023 am Schwarzsee. Es folgten Triumphe auf dem Weissenstein (2023, 2025), der Rigi (2024, 2026), der Schwägalp (2024) und dem Stoos (2025).

«Ich habe Martin am Freitag vor dem Weissenstein noch gesehen und er hat mir viel Glück gewünscht. Ich kann es noch nicht ganz realisieren, es ist eine riesige Ehre und eine coole Geschichte», sagte Staudenmann nach dem Fest im Platzinterview mit SRF.

Für den Seeländer Matthieu Burger war es der zweite Kranzfestsieg, der erste an einem Bergfest. König Orlik reüssierte zum ersten Mal während seiner Regentschaft an einem Fest dieser Grössenordnung, nachdem er in diesem Jahr bereits zweimal an Kantonalfesten siegreich war.

Moser in Freiburg eine Klasse für sich

Neben dem Bergfest auf dem Brünig fand am Sonntag auch das ebenfalls stark besetzte Südwestschweizer Teilverbandsfest in Freiburg statt. Diesem drückte der Berner Michael Moser seinen Stempel auf. Vier Tage nach seinem 21. Geburtstag zeigte sich der Emmentaler unwiderstehlich. Bereits nach fünf Gängen und fünf Siegen - vier davon mit der Maximalnote - stand er als Festsieger fest, da er vor dem Schlussgang 1,25 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger und Verbandskollegen Adrian Walther hatte. Unter anderen legte er die bis dato makellos unterwegs gewesenen Eidgenossen Lario Kramer und Marius Frank platt ins Sägemehl. In der Endausmarchung bodigte er nach knapp sechs Minuten schliesslich auch Walther.

Michael Moser im 1. Gang beim traditionellen Rigi Schwing- und Aelplerfest vom Sonntag, 19. Juli 2026 auf der Rigi. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Michael Moser siegt in Freiburg.Bild: keystone

Moser, das Ausnahmetalent aus dem Emmental, brachte das Kunststück fertig, bei seiner zweiten Teilnahme als Gast an einem Teilverbandsfest zum zweiten Mal zu reüssieren. Im vergangenen Jahr triumphierte er am Nordostschweizerischen gemeinsam mit Werner Schlegel und Damian Ott. Für Moser war der Sieg am Südwestschweizerischen der siebte Kranzfestsieg und der dritte an einem Teilverbandsfest. (sda)

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