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Werner Schlegel verweigert nach umstrittener Niederlage den Handschlag

Werner Schlegel im 4. Gang beim Bruenig Schwinget am Sonntag, 26. Juli 2026 auf dem Bruenig Pass. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Werner Schlegel läuft nach der überraschenden Niederlage frustriert davon.Bild: keystone

Schlegel kassiert umstrittene Sensationsniederlage und verweigert danach den Handschlag

ESAF-Schlussgänger Werner Schlegel verliert beim Brünigschwinget überraschend gegen Jonas Amrhyn und ist damit überhaupt nicht einverstanden. Statt seinem Gegner zu gratulieren, läuft der Ostschweizer danach wütend davon.
26.07.2026, 14:3426.07.2026, 17:21

Nach einem Gestellten im ersten Gang gegen Michael Ledermann schloss Werner Schlegel den Morgen beim Bergkranzfest auf dem Brünig mit zwei Siegen ab. Mit einem weiteren Sieg direkt nach der Mittagspause gegen Jonas Amrhyn hätte der Nordostschweizer einen grossen Schritt in Richtung Schlussgang machen können.

Doch der Nicht-Eidgenosse Amrhyn brachte den grossen Favoriten im vierten Gang tatsächlich auf den Rücken. Während der Platzkampfrichter das Resultat nicht gab, intervenierten die beiden Kampfrichter am Tisch und teilten dem Kampfrichter auf dem Platz mit, dass Schlegel mit beiden Schultern im Sägemehl lag.

Der Sensationssieg war somit definitiv und das innerschweizerische Publikum brach in Jubelstürme aus. Anders war die Laune bei Schlegel. Der 23-Jährige beschwerte sich direkt beim Platzkampfgericht und verweigerte Amrhyn zunächst auch den Handschlag. Kurz darauf stampfte Schlegel frustriert davon.

Es ist ein durchaus umstrittener Entscheid, welchen die Kampfrichter fällten. Auf den TV-Bildern ist nicht definitiv zu erkennen, ob der letztjährige ESAF-Schlussgänger mit beiden Schulterblättern im Sägemehl lag.

Nachdem Schlegel im fünften Gang wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren konnte, sprach er im SRF-Interview über die Niederlage. «Es ist eine unglückliche Situation. Ich muss schauen, dass ich gar nicht in diese Situation komme», zeigte sich Schlegel selbstkritisch und führte weiter aus: «Über das Resultat möchte ich gar nicht sprechen. Man regt sich kurz auf, aber dann muss es auch erledigt sein.»

Jonas Amrhyn, rechts, und Werner Schlegel, links, im 4. Gang beim Bruenig Schwinget am Sonntag, 26. Juli 2026 auf dem Bruenig Pass. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Jonas Amrhyn siegt überraschend gegen Schlegel.Bild: keystone

Auch SRF-Experte Matthias Sempach sah den Entscheid kritisch. «Die meisten würden das Resultat wohl nicht geben. Schlegel hatte Pech. Dies wird sicher auch Energie kosten», erklärte der Schwingerkönig aus dem Jahr 2013.

Amrhyn dürfte dies egal sein. Nach vier von sechs Gängen lag der Innerschweizer auf dem geteilten ersten Platz. Der 23-Jährige sagt zu seinem überraschenden Sieg: «Ich habe nicht viel überlegt und frisch von der Leber geschwungen. Wenn das Resultat gegeben wird, muss man es nehmen. Es ist cool, dass es aufgegangen ist.»

Nach dem sensationellen Sieg gab es für Amrhyn aber einen Rückschlag. Im fünften Gang verlor er gegen den amtierenden Schwingerkönig Armon Orlik. Anders die Gemütslage von Schlegel am Schluss. Weil der Schlussgang mit einem Gestellten endete, gehört der 23-Jährige doch noch zu den Festsiegern. (riz)

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