Nach Covid-Fälschungsskandal: IIHF sperrt Patrick Fischer lange
Die Konsequenzen nach dem Covid-Fälschungsskandal sind für den ehemaligen Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer noch nicht ausgestanden. Die Medienstelle bestätigte am Donnerstagnachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der NZZ. Das Urteil des IIHF-Disziplinarausschusses gelte für sämtliche IIHF-Wettbewerbe, teilte der Weltverband mit.
Fischer darf so sicher bis 2030 keine Nationalteams betreuen. Nach dem Aus beim Schweizer Verband hätten insbesondere der deutsche und der tschechische Eishockeyverband Interesse bekundet, Fischer als Nationaltrainer anzustellen. Der Schweizer lehnte die Anfragen allerdings ab.
Im Urteil der IIHF seien Tätigkeiten als Klubtrainer nicht eingeschlossen. Es besteht also weiterhin die Möglichkeit, dass Fischer im Zeitraum der Sperre an die Bande zurückkehrt. Noch sei allerdings offen, ob Swiss Sports Integrity (SSI) die Sperre der IIHF übernimmt. Tut die zuständige Schweizer Behörde das, wäre eine Anstellung im hiesigen Hockey ebenfalls ausgeschlossen.
Vor rund zwei Wochen äusserte sich Fischer selbst erneut zum Fälschungsskandal rund um seine Person und schlug dabei erstmals andere Töne an. Der vierfache Vizeweltmeister zeigte Reue und Schuldgefühle: «Ich habe einen Fehler gemacht, und ich habe ihn unzählige Male durchdacht. Es tut mir leid für alle, die wegen mir leiden mussten.» In einem ersten Statement im Juli stellte er sich noch als Opfer dar.
Kurz vor der Heim-WM im Mai musste Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer gehen, nachdem er einem SRF-Journalisten verraten hatte, dass er während der Corona-Pandemie mit einem gefälschten Impfzertifikat an die Olympischen Spiele 2022 nach Peking gereist war. Vor wenigen Tagen schloss auch der Schweizerische Eishockeyverband (SIHF) eine Untersuchung zum Fall Fischer ab, veröffentlichte die Resultate aber nicht. (abu)
