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Santésuisse: Kosten bei ambulanten Spitalbesuchen sind um 66 Prozent gestiegen



ARCHIV - Ein Arzt verschreibt am Mittwoch, 24. Maerz 2004 das Medikament Zinat, ein Antibiotikum der Firma  GlaxoSmithKline, in Muenchenbuchsee bei Bern. - Falsch abgegebene Medikamente koennen schwere Folgen für Spitalpatienten haben. Fachleute der Berner Fachhochschule haben nun eine Methode entwickelt, mit der sich Fehler in der Medikamentenabgabe verringern lassen. (KEYSTONE/Monika Flueckiger)

Wird immer teurer: Ambulante Behandlungen im Spital
Bild: KEYSTONE

In den ambulanten Spitalabteilungen sind die Kosten laut dem Krankenkassendachverband santésuisse in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Santésuisse fordert deshalb eine systematische Überprüfung der Leistungen.

Um 66 Prozent seien die Kosten pro versicherte Person im ambulanten Spitalbereich von 2005 bis 2014 gestiegen, schreibt santésuisse in einer Mitteilung vom Mittwoch und beruft sich dabei auf eine eigene Analyse der Gesundheitskosten. Der Anstieg entspreche einem Plus von 253 Franken pro versicherter Person.

Etwas weniger stark stiegen die Kosten laut santésuisse bei den niedergelassenen Ärzten. Dort habe die Zunahme 34 Prozent oder 256 Franken betragen. Für stationäre Spitalaufenthalte seien die Kosten moderater gestiegen, nämlich um 20 Prozent pro Person.

Mit höheren Gesundheitskosten steigen auch die Krankenkassenprämien. Die Prämien seien Spiegelbild der Gesundheitskosten, schreibt santésuisse - notabene einen Tag bevor das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekanntgibt. Bereits im Juli hatte santésuisse geschätzt, dass diese 2016 drei bis vier Prozent höher sein würden.

Die Gesundheitskosten seien seit 1996 um 130 Prozent gestiegen, schreibt santésuisse weiter. «Eine Krankenversicherung, welche die Bevölkerung nicht mehr bezahlen kann, erfüllt seine wichtige soziale Funktion nicht mehr», wird Verena Nold, Direktorin von santésuisse, im Communiqué zitiert.

Der Krankenkassenverband fordere deshalb gesetzliche Bestimmungen, «damit unnötige oder qualitativ ungenügende Leistungen nicht mehr finanziert werden müssen», heisst es weiter. Die Leistungen müssten systematisch überprüft und der Vertragszwang gelockert werden. Zudem müsse die Mehrfachrolle der Kantone überdacht werden. (sda)

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