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WM 2026: England-Tor hätte aus kuriosem Grund nicht zählen dürfen

260711 goalkeeper orjan Nyland of Norway after 1-1 during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026 quarter-final football match between Norway and England on July 11, 2026 in Miami. Ph ...
Norwegen-Goalie Orjan Nyland beschwert sich bei Schiedsrichter Clément Turpin.Bild: www.imago-images.de

Kurioser Verdacht bei England-Tor gegen Norwegen – das sagt die FIFA

12.07.2026, 00:5012.07.2026, 02:43

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glich Jude Bellingham im WM-Viertelfinal für England gegen Norwegen aus. Es war ein Tor, an dem es auf den ersten Blick nichts auszusetzen gab. Es gab keine knappe Abseitssituation, kein mögliches Handspiel und auch kein Foul bei der Balleroberung. Für einmal musste man keinen VAR-Eingriff befürchten. Und so zählte der Ausgleich zum 1:1 auch.

Doch die Norweger beschwerten sich dennoch. Goalie Orjan Nyland ging sofort zu Schiedsrichter Clément Turpin und bedeutete ihm, dass der Ball nach seinem Abstoss das Kameraseil über dem Feld berührt habe. Deshalb flog dieser wohl zu kurz und genau in die Füsse von Englands Elliot Anderson. Dieser startete dann den Angriff, via Anthony Gordon kam der Ball dann zu Torschütze Bellingham. Auch Norwegen-Trainer Stale Solbakken ging nach dem Halbzeitpfiff zum französischen Unparteiischen, um die Situation mit diesem zu besprechen.

In einer Kameraeinstellung sah es so aus, als falle der Ball während des Flugs plötzlich stark ab. Die FIFA äusserte sich aber später dazu und erklärte, dass der Sensor im Ball nicht ausgeschlagen habe. Also wurde dieser in der Luft wohl nicht berührt. Im Sechzehntelfinal zwischen Kroatien und Portugal wurde der späte Ausgleich der Kroaten noch aberkannt, weil durch den Sensor eine leichte Berührung von Stürmer Igor Matanovic mit den Haaren festgestellt wurde. So stand ein Teamkollege nämlich im Abseits.

Hätte der Ball vor Englands Tor die Kamera oder ein Seil berührt, hätte die Partie mit einem Schiedsrichterball weitergehen müssen. Ex-Premier-League-Schiri Mark Clattenburg erklärte bei Fox: «Der VAR hätte in der Situation eingreifen können – und er hätte das sehen müssen.» Das englische Tor hätte seiner Meinung nach nicht zählen dürfen.

Nach der Pause sorgte eine weitere Szene für Ärger bei den Norwegern. So gingen die Skandinavier in der 55. Minute vermeintlich ein zweites Mal in Führung, doch wurde das Tor nach einem Eckball zurückgepfiffen, weil Turpin ein regelwidriges Stossen von Erling Haaland gegen Englands Elliot Turpin erkannte.

Am Ende unterlag Norwegen den Engländern knapp in der Verlängerung – der Ärger über die beiden Szenen dürfte sich also noch nicht gelegt haben. (nih)

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