DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Trumps Ex-Anwalt
Trumps Ex-Anwalt
Bild: AP/AP

Lügen über Trumps Immo-Deals in Russland: Ex-Anwalt Cohen bekennt sich schuldig

29.11.2018, 15:4029.11.2018, 18:48

Der ehemalige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat sich vor Gericht der Falschaussage gegenüber dem Kongress im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu mutmasslichen russischen Einmischungen in den Wahlkampf 2016 schuldig bekannt.

Er habe dem Kongress eine falsche schriftliche Aussage zu einem Trump-Immobilienprojekt in Moskau übermittelt, sagte Cohen am Donnerstag vor einem Bundesgericht in New York. Er habe diese Aussage aus Loyalität zu Trump gemacht und damit sie in Einklang stünden mit dessen politischen Botschaften.

Trump reagierte verärgert und nannte Cohens Darstellung frei erfunden. «Er lügt», um eine mildere Strafe herauszuholen, sagte Trump.

Weitreichender Kontakt mit Trump

Cohen erklärte vor Gericht, er habe zu dem Projekt Trump-Tower in Moskau falsche Angaben gemacht. Dem Kongress hatte er geschrieben, dass alle Verhandlungen zu dem Projekt, das nie umgesetzt wurde, im Januar 2016 und damit vor Beginn des Wahlkampfs abgeschlossen gewesen seien.

Tatsächlich seien die Verhandlungen aber bis Juni 2016 geführt worden, erklärte er vor Gericht. Trump wurde im November 2016 zum Präsidenten gewählt. Auch stimme seine Aussage nicht, er habe mit Trump wegen des Projekts nur wenig in Kontakt gestanden. Vielmehr sei der Kontakt mit Trump weitreichender gewesen.

Auch habe es entgegen seiner Aussage von 2017 sehr wohl Überlegungen gegeben, wegen des Projekts nach Moskau zu fliegen. Allerdings habe er die Reise nie angetreten.

Trump: Schwache Person

Trump nannte Cohen «eine schwache Person». Cohen habe sich eine lange Haftstrafe eingebrockt und versuche nun, durch eine erfundene Geschichte Strafmilderung zu bekommen, sagte Trump vor dem Abflug zum G20-Gipfel in Argentinien.

Schon im August hatte sich Cohen im Rahmen einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft vor Gericht schuldig bekannt, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstossen, Steuern hinterzogen und eine Falschaussage gegenüber einer Bank gemacht zu haben. Trump warf auch damals schon Cohen vor, Geschichten zu erfinden, um bei der Staatsanwaltschaft «einen Deal rauszuholen». Das Urteil dazu soll am 12. Dezember fallen.

Cohen war über ein Jahrzehnt einer der engsten Vertrauten Trumps. Das änderte sich, als das FBI im April bei Durchsuchungen von Cohens Hotelzimmer, Büro und Wohnung Dokumente und Akten beschlagnahmte. Sonderermittler Mueller hatte die Beamten auf Cohen aufmerksam gemacht. (sda/reu/dpa)

«Schuldig» - Mit Licht und Worten gegen Trump

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Dieser Obdachlose zerstört Impfskeptikerin mit 7 Worten – und das Internet feiert ihn ab

Der Clip eines obdachlosen Mannes ging in den letzten Tagen viral, weil er das Argument einer Impfskeptikerin mit einem Satz zerlegt hat. Im Netz wird er dafür gefeiert – mit ungeahnten Auswirkungen.

Der 28-sekündige Clip wurde Anfang Oktober während eines Anti-Impf-Protestes in Los Angeles aufgenommen. Dabei sind die Protestierenden zu sehen, wie sie Flaggen schwingend und mit Plakaten in den Händen den Hollywood-Boulevard entlanglaufen. Eine Frau macht unterdessen mit einem Megaphon auf sich und die Gruppe aufmerksam.

«Seht ihr all die obdachlosen Menschen hier?», schreit sie durch das Megaphon. «Sind sie an Covid gestorben und liegen tot auf der Strasse? Absolut nicht! Wieso?»

Vermutlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel