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FILE - In this Aug. 21, 2018, file photo, Michael Cohen leaves Federal court, in New York. Cohen, President Trump's ex-lawyer, is making an court appearance before a federal judge in New York on Thursday, Nov. 29. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Trumps Ex-Anwalt Bild: AP/AP

Lügen über Trumps Immo-Deals in Russland: Ex-Anwalt Cohen bekennt sich schuldig



Der ehemalige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat sich vor Gericht der Falschaussage gegenüber dem Kongress im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu mutmasslichen russischen Einmischungen in den Wahlkampf 2016 schuldig bekannt.

Er habe dem Kongress eine falsche schriftliche Aussage zu einem Trump-Immobilienprojekt in Moskau übermittelt, sagte Cohen am Donnerstag vor einem Bundesgericht in New York. Er habe diese Aussage aus Loyalität zu Trump gemacht und damit sie in Einklang stünden mit dessen politischen Botschaften.

Trump reagierte verärgert und nannte Cohens Darstellung frei erfunden. «Er lügt», um eine mildere Strafe herauszuholen, sagte Trump.

Weitreichender Kontakt mit Trump

Cohen erklärte vor Gericht, er habe zu dem Projekt Trump-Tower in Moskau falsche Angaben gemacht. Dem Kongress hatte er geschrieben, dass alle Verhandlungen zu dem Projekt, das nie umgesetzt wurde, im Januar 2016 und damit vor Beginn des Wahlkampfs abgeschlossen gewesen seien.

Tatsächlich seien die Verhandlungen aber bis Juni 2016 geführt worden, erklärte er vor Gericht. Trump wurde im November 2016 zum Präsidenten gewählt. Auch stimme seine Aussage nicht, er habe mit Trump wegen des Projekts nur wenig in Kontakt gestanden. Vielmehr sei der Kontakt mit Trump weitreichender gewesen.

Auch habe es entgegen seiner Aussage von 2017 sehr wohl Überlegungen gegeben, wegen des Projekts nach Moskau zu fliegen. Allerdings habe er die Reise nie angetreten.

Trump: Schwache Person

Trump nannte Cohen «eine schwache Person». Cohen habe sich eine lange Haftstrafe eingebrockt und versuche nun, durch eine erfundene Geschichte Strafmilderung zu bekommen, sagte Trump vor dem Abflug zum G20-Gipfel in Argentinien.

Schon im August hatte sich Cohen im Rahmen einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft vor Gericht schuldig bekannt, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstossen, Steuern hinterzogen und eine Falschaussage gegenüber einer Bank gemacht zu haben. Trump warf auch damals schon Cohen vor, Geschichten zu erfinden, um bei der Staatsanwaltschaft «einen Deal rauszuholen». Das Urteil dazu soll am 12. Dezember fallen.

Cohen war über ein Jahrzehnt einer der engsten Vertrauten Trumps. Das änderte sich, als das FBI im April bei Durchsuchungen von Cohens Hotelzimmer, Büro und Wohnung Dokumente und Akten beschlagnahmte. Sonderermittler Mueller hatte die Beamten auf Cohen aufmerksam gemacht. (sda/reu/dpa)

«Schuldig» - Mit Licht und Worten gegen Trump

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Moelal 29.11.2018 21:17
    Highlight Highlight Und natürlich hat Trump niiiiichts davon gewusst und natürlich hat Cohen toootal selbständig ohne Wissen seines Chefs gehandelt und natürlich findet Trump (sein von ihm selbst gewählten!!!!) Typ hätte alles erfunden und erstunken....Hahahaha
  • FrancoL 29.11.2018 20:29
    Highlight Highlight Schön zu wissen dass das Präsidenten-Genie sich mit schwachen Personen umgibt, beraten und vertreten lässt und dies nicht nur einige Tage sondern über ein Jahrzehnt. Dass sie auch noch ständig lügen sollen ist ja nur eine kleine Nebensache.
    • Citation Needed 30.11.2018 04:37
      Highlight Highlight Eiskalt, wie er bislang jeden, ohne mit der Wimper zu zucken, fallen liess und noch Schimpf und Schande hinterherschickte. Das 'stabile Genie' scheint punkto Loyalität sehr instabil zu sein.
    • FrancoL 30.11.2018 10:49
      Highlight Highlight Richtig instabil ist er ja nicht; er ist in allem was negativ sich auswirken könnte extrem stabil. Doch dies scheint in den Staaten doch bei einer nicht kleinen Anzahl Bürger sehr gut anzukommen, der Gegenwind ist bis heute immer noch eher ein lauwarmes Lüftchen, so bleibt uns das 'Genie' wohl noch 6 Jahre erhalten.
  • Butzdi 29.11.2018 20:11
    Highlight Highlight Vielleicht auch noch zu erwähnen wäre, dass dass FBI heute fast zeitgleich die Deutsche Bank und das Büro von Trumps Steueranwalt ’besuchten’.
    Das sind laut vielen Quellen die Geldwäschanlage und die Betrugszentrale des Trumpschen Familienunternehmens.
    Mueller beschert uns da eine hochinteressante Adventszeit, vielleicht wird ja adventskalendermässig jeden Tag wo ein Türchen eingetreten.
    • banda69 29.11.2018 20:53
      Highlight Highlight @butzdi

      Quelle?
  • banda69 29.11.2018 18:25
    Highlight Highlight Und die Trump-Groupies von der SVP nach wie vor so.
    Benutzer Bild
  • Slavoj Žižek 29.11.2018 17:55
    Highlight Highlight Trumps Stellungnahme dazu:
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    • Magnum44 29.11.2018 21:55
      Highlight Highlight Unglaublich, wie man 5 Minuten lang genau die gleichen Sätze wiederholen kann. Dadurch wird die Geschichte kaum glaubwürdiger.
    • Citation Needed 30.11.2018 04:47
      Highlight Highlight Jahrelange Weggefährten werden augenblicklich zu dummen, selbstsüchtigen Taugenichtsen, die lügen und betrügen, sobald sie dem Chef gefährlich werden. Kann es wirklich sein, dass sich im Umfeld eines rechtschaffenen Mannes haufenweise so zwielichtige Figuren scharen, ohne dass er davon je etwas merkt? Bzw. er es genau dann merkt, wenn Beweise vorliegen, die sich nicht mehr leugnen lassen?
      Wer diesem Hohlkopf noch irgendwas glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen..
    • swisskiss 30.11.2018 06:53
      Highlight Highlight Slavoj Žižek: Und die berechtigte Reaktion auf diese Stellungsnahme:

      https://edition.cnn.com/videos/politics/2018/11/30/dons-take-trump-cohen-mueller-investigation-vpx.cnn
  • cal1ban 29.11.2018 17:33
    Highlight Highlight Wenn Trump untergeht, dann wird er das nicht kampflos tun. Ein US-Präsident hat einfach zu viel Macht.

    https://www.blick.ch/news/ausland/us-praesident-droht-mit-geheimen-mueller-unterlagen-was-hat-trump-gegen-die-demokraten-in-der-hand-id15043696.html
    • max julen 29.11.2018 21:49
      Highlight Highlight trump blufft immer, hatte aber noch nie wirklich einen trumpf in der hand.

      sollte sich doch langsam aber sicher herumgesprochen haben, dass das seine strategie ist "einschüchterung" und dann kommt laaaaange nichts mehr...
    • swisskiss 30.11.2018 07:09
      Highlight Highlight cal1ban: Die übliche heisse Luft des Lügners.Weder ist Trump im Besitz von geheimen Unterlagen von Mueller, noch kann er wie auch immer gearteten Dokumente verwenden.Dies ist Sache des DOJ, dass untersuchucht und beurteilt. Trump macht sich des Hochverrats schuldig, wenn er als geheim oder streng geheim deklarierte Dokumente veröffentlicht, ohne diese vorgehend durch das " Interagency Security Classification Appeals Panel"deklassifizieren zu lassen.
    • swisskiss 30.11.2018 15:02
      Highlight Highlight reconquista's creed: Nein hat er nicht! Er kann dies in Auftrag geben, oder die Deklassifizierung von Dokumenten nach Ablauf der üblichen Sperrfrist verhindern. Dies jedoch immer in Zusammenarbeit und unter Leitung des Panels.

      Der Präsident hat das Recht klassifzierte Informtionen für Verhandlungen oder Gespräche zu verwenden, Dokumente Mitarbeitern mit entprechendem Sicherheitsstatus zugänglich zu machen, den Kommisionen des Kongress weiterzuleiten etc. Aber der Ablauf zur Veröffentlichung durch Deklassifizierung liegt nicht bei Trump.
  • swisskiss 29.11.2018 17:28
    Highlight Highlight Jetzt erkenne ich, wieso Trump in seiner eigenen Welt lebt.
    Orangina, musst du schütteln!
  • α Virginis 29.11.2018 17:02
    Highlight Highlight Wenn man auf die höchsten Gipfel der Welt steigen will, muss man bedenke4n, dass die Luft da oben ganz schön dünn wird....

    Das sollte eigentlich jedem Primarschüler klar sein, nur eben dem POTUS nicht. Schliesslich sind es ja die bösen Nepalesen, die die Luft im Himalaya so dünn machen!

    Naja, ich wollte nur sagen: Es wird eng, Mr. President.
  • alter Esel 29.11.2018 16:57
    Highlight Highlight Step by step!
  • Vanessa_2107 29.11.2018 16:38
    Highlight Highlight Jetzt beginnt das Kartenhaus einzustürzen. Seit Trump SE Mueller seine schriftlichen Fragen eingereicht hat, kommt einer nach dem anderen, die mit Mueller einen Deal hatten und geben zu gelogen zu haben.
    • Sauäschnörrli 29.11.2018 16:54
      Highlight Highlight Jetzt sollte Trump einfach hoffen, dass sich seine Antworten mit den neuen Erkenntnissen decken und nicht mit den Aussagen, die sich jetzt als gelogen herausgestellt hanen.
    • Vanessa_2107 29.11.2018 18:59
      Highlight Highlight @Sauäschnörrli - wie es aussieht ist das schon passiert...und nicht nur Trump, seine Söhne, der Schwiegersohn, die sind alle im Russlanddeal involviert.
    • Pafeld 29.11.2018 19:38
      Highlight Highlight Das dürfte wahrscheinlich genau die Falle sein, in die er nun getapst ist. Ist schon ein Zufall, dass er die Fragen erst beantwortet hat, als er einen genehmen, stellvertretenden Justizminister eingesetzt und sich in vermeintlicher Sicherheit gefühlt hatte. Im Moment weisst einiges in die Richtung, dass Trump das weisse Haus nicht nur vorzeitig, sondern auch noch in Handschellen verlassen wird.
  • N. Y. P. 29.11.2018 16:25
    Highlight Highlight Es ist schon beeindruckend, wie Mueller reihenweise Leute im Umfeld von Mr President vor Gericht bringt.

    Aber, seien wir ehrlich. Wir warten doch im Prinzip alle auf das Schlussbouquet..
  • Statler 29.11.2018 16:19
    Highlight Highlight «...und gegen Verletzung der Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstossen zu haben»...
    Er hat gegen eine Verletzung der Gesetze verstossen? öh... ;)
  • Sauäschnörrli 29.11.2018 15:52
    Highlight Highlight Es hat begonnen.
    Benutzer Bild
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 29.11.2018 17:12
      Highlight Highlight Erinnert mich irgendwie an folgende Szene 🤔
      Play Icon

Ocasio-Cortez nimmt Trump und Cohen auseinander – und das mit Folgen

Die jüngste Abgeordnete hat in nur vier Minuten den US-Präsidenten weiter in die Ecke gedrängt.

Die Anhörung von Michael Cohen sorgt in den Staaten weiterhin für viel Gesprächsstoff.

Stundenlang musste sich der ehemalige Anwalt von Donald Trump den Fragen von demokratischen und republikanischen Kongress-Abgeordneten stellen. Diese waren nicht immer gleich interessant, manchmal ging es den Politikern wohl eher darum, sich selber zu profilieren, als neue Erkenntnisse über Trumps Geschäftspraktiken zu erlangen. Kein Wunder, klebte doch die halbe USA vor den Bildschirmen.

Eine, welche wohl das …

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