Seco-Direktorin Budliger Artieda hört Ende März 2027 auf
Prominenter Abgang beim Bund: Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda hat per Ende März 2027 gekündigt. Das erklärte das Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Mittwochnachmittag.
Budliger Artieda wolle für die letzten Jahre ihrer beruflichen Laufbahn nochmals eine neue Herausforderung annehmen, heisst es in der Mitteilung des WBF. Bundespräsident Guy Parmelin bedaure diesen Entscheid. Er bedanke sich schon jetzt für die wertvollen geleisteten Dienste. Weiter vermeldete das WBF, dass man die Stelle ausschreibe und eine Findungskommission einsetze.
Spekulationen über Hintergründe
Schon vor der offiziellen Bekanntgabe hatte der «Blick» über den bevorstehenden Abgang Budliger Artiedas informiert. Wie es im Bericht heisst, soll Parmelin der Seco-Direktorin schon vor ein paar Wochen nahegelegt haben, einen vorzeitigen Abgang zu prüfen. Über die Hintergründe könne derzeit nur spekuliert werden. Einige Insider sollen vermuten, Parmelin wolle vor einem allfälligen Rücktritt eine Person installieren, die ihm politisch nahestehe.
Weitere spekulieren über einen möglichen Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats. Dabei wird ermittelt, ob es beim Austausch zwischen dem Seco und der Unternehmergruppe um Alfred Gantner rund um die US-Zölle zur Weitergabe von vertraulichen Informationen kam.
Guy Parmelin und Helene Budliger Artieda gelten eigentlich als enge Vertraute. Sie übernahm das Amt im Jahr 2022 und machte sich vor allem in den Verhandlungen rund um den US-Zolldeal einen Namen. Nun soll die Seco-Direktorin gemäss dem Bericht voraussichtlich Anfang 2027 abtreten. Wann genau, ist noch nicht klar.
Fragezeichen um Parmelins Zukunft
Auch um Bundespräsident Guy Parmelin ranken sich seit einiger Zeit Gerüchte um einen möglichen vorzeitigen Abgang. Seine Legislaturperiode endet eigentlich erst im Dezember 2027, in Bundesbern wird derzeit über einen vorzeitigen Abgang per Ende Jahr spekuliert. Der SVP-Politiker sitzt seit 2015 im Bundesrat und ist damit der mit Abstand Dienstälteste der sieben Mitglieder.
(dab)
