Bericht: Seco-Direktorin Budliger Artieda hat gekündigt
Prominenter Abgang beim Bund: Wie der «Blick» vermeldet, hat Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda gekündigt. Das Departement wollte dies gegenüber der Zeitung weder bestätigen noch kommentieren.
Wie es im Bericht weiter heisst, soll Bundespräsident Guy Parmelin Budliger Artieda schon vor ein paar Wochen nahegelegt haben, einen vorzeitigen Abgang zu prüfen. Über die Hintergründe könne derzeit nur spekuliert werden. Einige Insider sollen vermuten, Parmelin wolle vor einem allfälligen Rücktritt eine Person installieren, die ihm politisch nahestehe.
Weitere spekulieren über einen möglichen Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats. Dabei wird ermittelt, ob es beim Austausch zwischen dem Seco und der Unternehmergruppe um Alfred Gantner rund um die US-Zölle zur Weitergabe von vertraulichen Informationen kam.
Guy Parmelin und Helene Budliger Artieda galten eigentlich als enge Vertraute. Sie übernahm das Amt im Jahr 2022 und machte sich vor allem in den Verhandlungen rund um den US-Zolldeal einen Namen. Nun soll die Seco-Direktorin gemäss dem Bericht voraussichtlich Anfang 2027 abtreten. Wann genau, ist noch nicht klar.
Fragezeichen um Parmelins Zukunft
Auch um Bundespräsident Guy Parmelin ranken sich seit einiger Zeit Gerüchte um einen möglichen vorzeitigen Abgang. Seine Legislaturperiode endet eigentlich erst im Dezember 2027, in Bundesbern wird derzeit über einen vorzeitigen Abgang per Ende Jahr spekuliert. Der SVP-Politiker sitzt seit 2015 im Bundesrat und ist damit der mit Abstand Dienstälteste der sieben Mitglieder.
(dab)
