NHL-Rekordtorschütze Owetschkin verkündet Abschied
Alexander Owetschkin wird die Washington Capitals am Ende dieser Saison nach 21 Jahren verlassen. Dies verkündete der NHL-Rekordtorschütze am Montag. «Ich liebe dieses Spiel sehr, aber tief in mir drin weiss ich, dass es die richtige Entscheidung ist», teilte der 41-Jährige mit.
Es sei ihm wichtig gewesen, den Abschied aus der NHL vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison zu verkünden, damit er sich bei allen Menschen rund um das Spiel bedanken könne. «Jede und jeder, die mir und meiner Familie so wichtig waren und mir durch gute Zeiten und schmerzhafte Niederlagen geholfen haben. Ohne sie hätte ich niemals das erreichen können, was ich in meinem Leben erreicht habe», so Owetschkin.
Auf seine letzte Saison in der besten Eishockey-Liga der Welt freue sich der Russe enorm. «Meine Teamkollegen und ich werden alles dafür tun, damit es ein spezielles Jahr wird.» Er werde jeden Moment geniessen, erklärte Owetschkin. Schon im Frühling wurde nach dem Verpassen der Playoffs über ein mögliches Karriereende gemutmasst, dann unterschrieb der Stürmer noch einmal für eine weitere Saison. Diese wird nun aber definitiv seine letzte in der NHL sein.
Owetschkin ist einer der besten Eishockeyspieler der Geschichte. Mit bisher 929 Toren in der Regular Season ist der Flügel der erfolgreichste Torschütze der NHL-Geschichte. In der Saison 2017/18 führte er die Capitals zum Stanley Cup, dreimal wurde Owetschkin zum wertvollsten Spieler (MVP) gekürt, ausserdem war er 13 Mal All-Star.
Wegen seiner Nähe zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin geriet er gerade in den letzten Jahren aber auch immer wieder in die Kritik. Zuletzt trat er vor den russischen Parlamentswahlen in einem Werbevideo für Putins Partei Einiges Russland auf. «Ich bin Russe und unterstütze mein Land», antwortete er Mitte September auf die Frage, weshalb er dies getan habe. «Sobald ich mit dem Eishockeyspielen aufgehört habe, werde ich wahrscheinlich dort leben. Meine Kinder und meine Familie werden dort sein.»
Ob Owetschkin nach seiner letzten Saison in der NHL in der Heimat noch weiterspielt, ist derzeit offen. Mit Russland wurde der 41-Jährige dreimal Weltmeister. (nih)
